Gloria und die Londoner Liebschaften

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • Dryas, 2017, Titel: 'Gloria und die Londoner Liebschaften', Originalausgabe

Couch-Wertung:

60
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Karin Speck
Frauenarbeit im 19. Jahrhundert

Buch-Rezension von Karin Speck Mär 2017

Dies ist der dritte Band, der von der reizenden Lady Gloria Wingfield erzählt. Diesmal ist sie in London und bereitet ein großes Projekt vor. Sie engagiert sich in einem Frauenbildungsverein. Ein großes Fest soll den Verein eröffnen. Alles ist vorbereitet und scheint gut zu laufen. Doch dann geschieht ein Mord und alles gerät durcheinander. Die Presse wird aufmerksam und so bekommt der Verein ungewollte Aufmerksamkeit. Morris ist ein Journalist, der dem Ganzen besondere Aufmerksamkeit schenkt. Schon bald beginnt Gloria gemeinsam mit ihm eigene Ermittlungen anzustellen.

Wenig ernsthafte Ermittlungen, dafür intensive Einblicke in die Bildung der Frauen

Der vorliegende Roman soll ein Krimi im viktorianischem Stil sein, so steht es jedenfalls auf dem Buch, aber leider kann von Krimi nicht wirklich die Rede sein. Die ernsthaften Ermittlungen der Lady Gloria bleiben diesmal völlig außen vor.

Dafür schildert die Autorin aber intensiv, wie schwer es gerade für Frauen in dieser Zeit war, an Bildung zu kommen. Lady Gloria ist eine selbstbewusste junge Frau, die weiß, wie wichtig Bildung ist. Sie versucht hier ihr Wissen weiterzugeben und engagiert sich eben in diesem Frauenbildungsverein und das macht sie richtig gut.

Wenig Krimi, dafür viel Gefühl

Weiterhin steht die Beziehung zu Lord Lyndon im Vordergrund. Lady Gloria wäre wohl nicht Lady Gloria, wenn sie sich nicht auch noch in andere Richtungen orientieren würde. So bleibt es nicht aus, dass der Journalist Morris für sie nicht uninteressant ist. Lebhaft werden nun diese Beziehungen und Gefühle geschildert. Aber so interessant auch die Frauenarbeit ist und so unterhaltsam die Dreiecksbeziehung der Protagonisten, es bleibt dabei doch die intensive Suche nach dem Mörder auf der Strecke. Sicher, am Ende werden sie fündig, auch gibt es genug Hinweise, die in die richtige Richtung deuten, aber richtige Krimispannung will nicht aufkommen.

Unterhaltung im viktorianischem Stil

Gloria und die Londoner Liebschaften ist mehr ein Unterhaltungsroman in viktorianischer Zeit als ein Krimi. Sicher ist es amüsant zu lesen, wie Lady Gloria sich engagiert, mit sich ringt, welchem Mann sie nun ihre Aufmerksamkeit schenken soll und am Ende genauso schlau ist, wie zu Beginn. Unterhaltung ist garantiert, nur fehlen eben ein wenig die Krimielemente. Dafür wird der Leser aber mit den authentischen Schilderungen dieser Zeit belohnt.

Gloria und die Londoner Liebschaften

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