Rebellion gegen Rom

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Wenz, 2016, Titel: 'Rebellion gegen Rom', Originalausgabe

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Karin Speck
Arminius, ein Leben bei den Römern

Buch-Rezension von Karin Speck Feb 2017

Arminius zieht es als Junge aus seinem Dorf in Germanien. Gemeinsam mit seinem Bruder macht er sich auf den Weg und trifft bald darauf auf ein Heerlager der Römer. Diese halten ihn für einen Fürstensohn und lassen ihm eine dementsprechende Erziehung zukommen. Spannende Jahre folgen für den Jungen aus einfachen Verhältnissen. Später kehrt er mit der römischen Armee in seine Heimat zurück und beschließt die Seiten zu wechseln.

Nicht so fesselnd wie erwartet

Der Roman erzählt aus dem Leben des Cheruskers Arminius, seiner Jugend und seinen Aufstieg in der römischen Armee. Das alles ist interessant zu lesen, aber nicht unbedingt fesselnd. Es ist fast so, als habe der Autor lediglich angelesenes Wissen zwischen die Buchdeckel gebracht. Die eigentliche Schlacht um die Freiheit der Germanen findet erst auf den letzten Seiten statt und wird relativ schnell abgehandelt. Das ist sehr schade, hier hätte so viel mehr entstehen können. Zumal der Klappentext ja eben genau diese Schlacht groß ankündigt. Wenn es denn mal zu Kämpfen kam, hat der Autor sie auch lebhaft beschrieben und der Leser kann sich ein gutes Bild davon machen, wie so eine Schlacht im 1. Jahrhundert ablief. Diese Szenen gab es also zwar, aber eben nicht so wie erwartet.

Arminius trifft gemeinsam mit seinem Bruder bei den Römern ein, dann aber werden sie getrennt. Wie ein roter Faden zieht sich nun die Suche nach dem Bruder durch das Buch. Es ist schon fast nervig zu lesen, wie oft der eigentliche Held nach seinem Bruder sucht und schreit, nur um am Ende festzustellen, dass dieser sich total verändert hat und sein Leben bei den Römern eingerichtet hat. 

Schöne Beschreibungen der Zeit

Speiseder hat allerdings die Umstände der Zeit, das Lager der Römer und vor allem das Leben der Menschen gut eingefangen. Man kann sich vorstellen, wie das Leben damals war. Was es bedeutete, bei den Römern zu leben oder von ihnen erobert zu werden. Trotz dieser vielen Beschreibungen ist es ihm aber nicht gelungen, ein wirklich greifbares, authentisches Bild von Arminius zu zeichnen. Er wird eben nur einseitig als Kämpfer beschrieben. Das eigentliche Leben des Kriegers hat der Autor einfach nicht richtig einfangen können.

Ein klärendes Nachwort gibt es hier auch nicht, nur eine Karte am Ende des Buches ermöglicht dem Leser, die Wege, die Arminius zurückgelegt hat, nachzuverfolgen.

Nette Lesestunden mit einem unterhaltsamen Roman

Rebellion gegen Rom ist ein unterhaltsamer Roman über den Cherusker Arminius. Auch wenn es nicht viel Neues über die Schlacht im Teutoburger Wald zu lesen gab, so sind zumindest nette Lesestunden gegeben.

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