Asterix erobert Rom

Erschienen: Januar 1979

Bibliographische Angaben

  • , 1976, Titel: 'Les 12 travaux d'Astérix', Originalausgabe

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Carsten Jaehner
Eine Lücke wird geschlossen

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Nov 2016

Wir schreiben das Jahr 45 vor Christus. Wieder einmal hat eine Römische Armee im Kampf gegen ein kleines gallisches Dorf ordentlich was auf die Mütze bekommen. Da diese Gallier unbesiegbar zu sein scheinen und eigentlich nur Götter unbesiegbar sind, will der Zenturio nach Rom gehen und Cäsar mitteilen, dass die Gallier Götter seien. Cäsar nimmt dies entgegen und entschliesst sich, den Galliern wie einst Herakles 12 Aufgaben zu stellen, und wenn sie diese lösen, werden sie zu Göttern erklärt und zu Herrschern Roms gemacht und Cäsar zieht sich zurück. Sollten sie jedoch versagen, sollen sie sich Cäsar unterwerfen.

Die Gallier schlagen ein und schicken ihre beiden besten Bewohner ins Rennen: Asterix, der Pfiffige, und Obelix, der Kräftige. Begleitet vom "Spielleiter" Gaius Pupus machen sie sich auf den Weg, die zwölf Aufgaben zu lösen, die mal leichter, mal schwerer sind. Am Ende finden sie sich in Rom wieder, wo sie mit den Bewohnern ihres Dorfes zusammentreffen und Teil der Spiele im Circus Maximus werden. Werden sie die Geschichte umschreiben?

Das Album zum Film

Nanu? wird mancher Asterix-Fan denken. Die Geschichte kenne ich doch? Ja, tatsächlich, vierzig Jahre, nachdem der Film Asterix erobert Rom in die Kinos kam, kommt nun, 2016, endlich der langersehnte Band dazu heraus, wenn auch nicht als Comic, so doch als vollständige Geschichte mit vielen neuen Zeichnungen. Es ist die einzige Geschichte, die nicht auf einem Comic beruht und dann verfilmt wurde, sondern umgekehrt, und viele haben den Film gesehen, der viele markante Szenen hat, die teilweise in den Sprachgebrauch übergegangen sind.

Der Rezensent dieser Zeilen hatte selbst als Kind den Film als Hörspielkassette (lang lang ists her) in zwei Teilen, rauf und runter gehört und kann daher den Film nahezu synchron mitsprechen. Erfreulicherweise ist auch viel von dem Originaltext in das Album mit eingeflossen.

In einem Vorwort von Asterix-Erfinder Albert Uderzo beschreibt er den Weg, wie der Film entstanden ist und wie nun ein Asterix-Album daraus geworden ist. Der Band gehört nicht in den Offiziellen Asterix-Kanon und hat daher auch keine Nummer. Uderzo, der Zeichner, hat sich für den Band die Zeichnungen vom Film vorgenommen und überarbeitet und den Text von René Goscinny übernommen. Zudem hat er ein neues Coverbild gezeichnet, und so steht dem Lesevergnügen nichts im Wege.

Kein Comic

Für geübte Asterix-Leser mag es zunächst etwas irritierend sein, dass das Album nicht in der üblichen Comic-Form mit Kästchen und Sprechblasen präsentiert wird. Doch besondere Projekte erfordern besondere Behandlung, und so ist die Präsentation als Lauftext mit großzügigen Zeichnungen nur konsequent, so war es ja auch schon beim Band Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank geplumpst ist.

Und so zieht Gaius Pupus mit Asterix und Obelix durchs Land und lässt die beiden die zwölf Aufgaben durchlaufen, die beide mal mehr mal weniger fordern. Da gibt es ein Wettrennen gegen einen Olympiasieger, Speerwerfen, Wettessen, Hypnose, aber auch Herausforderungen wie die "Insel der Freude", wo man den Reizen der Weiblichkeiten widerstehen muss, oder dem berühmten "Haus das Verrückte macht", wo die beiden Helden "nur" den berühmten Passierschein A38 holen müssen, ehe sie die Beamten mit ihren eigenen Waffen schlagen. Einer der großartigsten Momente der Asterix-Geschichte. Dem Rätsel des Ehrwürdigen des Olympia-Gipfels folgt die Nacht auf der Ebene der Toten, ehe das folgenreiche Finale in Rom den Band abschliesst.

Zwölf Aufgaben

Die Zeichnungen sind alle neu, aber passend, und auch wer den Film nicht kennt (sollte es solche Leute geben), wird die Handlung nachvollziehen können, allerdings sei der Film natürlich bei Gelegenheit trotzdem empfohlen. Der Band Asterix erobert Rom schliesst eine Lücke, die nun alle Asterix-Geschichten vervollständigt.

Dass es weiterhin neue Asterix-Geschichten geben wird, ist eine erfreuliche Nachricht. Nachdem zuletzt Albert Uderzo alleinverantwortlich für die Asterix-Reihe gewesen ist und die Ergebnisse gegen Ende nicht immer überzeugend waren, gibt es mit Jean-Yves Ferri (Text) und Didier Conrad (Zeichnungen) seit 2013 ein offizielles Nachfolgerteam, die bereits hoffnungsvoll gestartet sind und das Erbe von René Goscinny und Albert Uderzo möglichst lang und erfolgreich weiterführen sollen. Das ist gut so und notwendig, denn jedes Kind sollte mit Asterix aufwachsen und durch diese Comics in die Geschichte von vor 2000 Jahren eingeführt werden. Wieviele Menschen haben hier ihre ersten Lateinkenntnisse erworben, etwas über die Römische Antike gelernt und sich über zeitpolitische Karikaturen schlappgelacht? Möge es noch lange weitergehen.

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