Die Nebel des Morgens

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2006, Titel: 'Die Nebel des Morgens', Originalausgabe

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Europa im späten fünften Jahrhundert. Ein nordländischer Skalde wird von zwei Soldaten aus Island entführt und nach Süden verschleppt. Der Mann ist anscheinend verrückt, er hat seit zwei Jahren kein einziges Wort mehr gesprochen. Aber für den Auftraggeber dieser Entführung, einen machtgierigen, aber minderen Burgunderkönig am Rhein, ist er wertvoller als pures Gold. Denn der trotzige Verstummte ist Bryndt Högnisson, das Kind von Brynhild, der Königin von den Inseln, und ihrem heimlichen Geliebten: Hagen von Tonje. Bryndt ist der Einzige, der die Wahrheit kennt - die Wahrheit über die namenlose Tragödie im Hunnenland...

Die Nebel des Morgens

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Letzte Kommentare:
05.05.2013 10:20:24
Dr,Anna Maria Poloczek

Wenn man das Nibelungenlied kennt und sein Thema in vielen anderen Büchern gelesen hat, ist diese Darstellung hier sehr erfrischend, humorvoll und menschlich gezeichnet , trotz der eigentlich grausamen Geschichte.
Ich habe es sehr genossen, einmal eine etwas andere Sichtweise der Personen zu erfahren.
Dieses Buch erhält von mir die maximale Punkzahl.
Ebenso "Das Herz des Königs".

29.01.2009 21:49:50
Lexa

Dies ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Und es hat mir ausnehmend gut gefallen.
Eine etwas andere Deutung der bekannten Sage, einfallsreich und spannend erzählt vom Sohn Brynhild´s. Spannend auch die Einlagen der "Erinnerungen", der Reise ins Unglück. Die Charakteure sind sehr eindrucksvoll gezeichnet, überraschend anders als "bekannt".
Einzig ein paar kleine Fehler und die etwas unglaubwürdige, weil jahrelang unentdeckte Liebesbeziehung von Hagen und Brynhild waren der Grund für nur 90 Punkte.

09.12.2008 23:29:35
anath

Was für ein wunderbares Buch ! Wie Viola Alvarez an diese Geschichte heran ging, wie sie sie mir erzählt hat, das beeindruckt mich tief. In diesem Buch schwingt so viel Realität, so viel Witz, so viel Trauer und auch so viel menschliche Schäbigkeit daß ich ihr jedes Wort geglaubt habe.
Jeder kennt die story der Nibelungensage und jeder hat so seine eigenen Gedanken zu der wohl größten literarischen Schlachteplatte der deutschen Literatur. Viola Alvarez ist es gelungen, die überhöhten Helden vom Sockel zu holen, sie zu greifbaren Menschen zu machen. Das, was in den bekannten Sagentexten nur angedeutet wird (sind ja doch immer alle treu und tapfer und heldenhaft usw., egal wie widerlich,fies und gemein sie gerade mit ihren Mitmenschen umgehen), das läßt die Autorin ihren Erzähler Bryndt aussprechen.
Und so wird in ihrem Buch Hagen von Tronje zum eigentlichen Helden. Der hinterhältige Mörder wandelt sich zum weisen, vorausschauenden Krieger und vor allem zum liebenden Mann. Und der große Held Siegfried mutiert zum Blender .

Vielleicht hat mir das Buch auch deshalb so gut gefallen, weil Viola Alvarez aufgeschrieben hat, was mir schon oft durch den Kopf ging : War Brynhild nicht tatsächlich diejenige, die von vorn bis hinten betrogen wurde? War die achsoschöne Kriemhild nicht tatsächlich erst mal ein dummes Gänschen und eine eingebildete Zicke dazu? Und später nicht zu Recht eine rachsüchtige Furie? Und Gunther? Was für ein Weichei !
Bryndt Högnissohn erzählt die Geschichte der Nibelungen mit viel Trauer,verhaltener Wut,mit Melancholie, teilweise aber auch mit so viel trockenem Humor das mir vom Lachen das Zwerchfell weh tat. Eine wunderbare Mischung. Ein ganz besonders Buch, so wie bisher jedes Buch das ich von der Autorin gelesen habe , ein ganz besonderes war.
Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen.Eindeutig 100 Punkte !

21.11.2007 12:33:51
Cait

"Die Nebel des Morgens" ist stilistisch, sprachlich, erzählerisch und inhaltlich ein ganz besonders, vielleicht sogar außergewöhnliches Buch.
Viola Alvarez erzählt nicht einfach die Nibelungen-Sage nach, sondern versucht, diesen Mythos neu zu erzählen. Sie selbst sagt: "Grundsätzlich versucht der Roman ja eine Geschichte zu erzählen, die sich erst nachher in die bekannte Legende verwandelt haben könnte." (www.buechereule.de, 10.02.2007) Und das ist ihr absolut glaubwürdig gelungen.
Sie räumt auf mit der gängigen Mythologie, zeigt genial auf, aus welchen Ereignissen ihrer Version das Sagenhafte entstanden sein könnte. Es macht unheimlich viel Spaß, als Kenner der Legende diese kleinen Hinweise zu entdecken und zustimmend nicken zu können - ja, so könnte es sich zugetragen haben.
Die Rollen von Held und Bösewicht werden hier neu verteilt, was sehr interessant war.

Viola Alvarez hat einen in sich sehr schlüssigen, realistischen Roman geschrieben, der nicht nur Liebhaber der Nibelungen begeistern wird. Von der ersten Seite an ist der Roman absolut spannend und faszinierend. Ihre Sprache ist sehr intensiv, fast schon poetisch schön und lässt den Leser in eine andere Welt, in eine andere Zeit abtauchen.

Erzählerisch ist der Roman für mich sagenhaft, im doppelten Sinne. Viola Alvarez' Erzähler Bryndt - ein Nachfahre der Nibelungen - beschreibt die Ereignisse mit allen Facetten seines Charakters, seiner Herkunft, seiner Lebenserfahrung, seiner eigenen Erinnerung. So wirkt die Geschichte nicht nur realistischer und lebendiger, sondern auch sehr emotional und humorvoll, aber auch abstoßend und erschreckend.

Ihre Figuren empfinde ich äußerst gelungen, sind sie nicht nur äußerlich sehr unterschiedlich, sondern auch vom Charakter her unglaublich facettenreich und bleiben nicht starr, sondern verändern sich im Laufe der Jahre, ihrer Erfahrungen. Und für alle charakterlichen Eigenschaften ihrer Figuren hat Viola Alvarez auch noch psychologische Erklärungen für den Leser, die sich aus den prägendsten Erfahrungen der Hauptfiguren leicht herauslesen lassen.

Ich bin restlos begeistert von diesem Roman, der sich eindeutig von vielen anderen historischen Roman nicht nur sprachlich abhebt. Er wird sicherlich zu meinen Lesehighlights 2007 gehören und ich bin mir sicher, dass ich ihn irgendwann noch einmal lesen werde!

07.08.2007 22:54:42
beowulf

Eiens der besten Bücher des Jahres 2006. Jeder Satz für sich zitierfähig, wie in Stein gemeiselt- was für eine Sprache. Ein wunderschönes Buch mit einer toll entwickelten Geschichte- einer wunderschön anderen Perspektive auf die Geschichte der Nibelungen- so wie die Geschichte hinter der Sage hätte sein können.

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

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