Das Herz des Königs

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2003, Titel: 'Das Herz des Königs', Originalausgabe

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Man kennt ihn als den betrogenen Ehemann - in diesem Roman erzählt Viola Alvarez die Geschichte von Marke, dem legendären König von Cornwall, seiner Frau Isolde und deren Liebhaber Tristan, neu. Befallen von einer unerklärlichen Starre, lässt Marke sein Leben an sich vorüberziehen: seine harte Kindheit in der Bretagne, seine Zeit als mächtigster Herrscher der Britischen Inseln, seine Zwangsheirat mit der naiven Isolde und seine Begegnung mit Brangaene, der großen Liebe seines Lebens, der einzigen Frau, die ihn retten kann...

Das Herz des Königs

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Letzte Kommentare:
19.09.2014 15:45:52
Galarina

Beinahe wäre mir der ungewöhnliche historische Roman "Das Herz des Königs" entgangen. Da ich die Geschichte von Tristan und Isolde schon kannte, sprach mich "Das Herz des Königs" beim flüchtigen Lesen des Klappentextes zunächst nicht an bzw. wurde bei mir geistig schon der Kategorie "Alles schon mal da gewesen" zugeordnet. Weit gefehlt! Aufgrund einer Empfehlung habe ich mir "Das Herz des Königs" doch zugelegt und war bereits nach kurzem Anlesen begeistert.

"Das Herz des Königs" enthält die Geschichte von Tristan und Isolde aus der Sicht des Königs Marke von Cornwall, Isoldes Ehemann, der von einer seltsamen Lähmung ans Bett gefesselt rückblickend sein Leben erzählt. In frühester Kindheit wird Marke zur Erziehung in die raue Bretagne geschickt - und beginnt sein Herz gegen Gefühle abzuschotten. Seine Ausbildung beschränkt sich auf Kampfeskunst bis Loba, die Wölfin, ihm Einblicke in Politik, höfisches Leben und die Kunst der Liebe verschafft. Zurück in Cornwall muss sich Marke gegen seine regierende Mutter, die ihre Macht weder teilen noch verlieren will, durchsetzen. Nur durch eine List kann er seinen rechtmäßigen Platz erlangen. Seine geliebte Schwester Fluflu verliert er aufgrund seines eigenen Starrsinns. Marke wird aufgrund seines politischen Geschicks ein mächtiger und durchaus weiser und umsichtiger Herrscher auf der Insel. Lange kann er eine politische Heirat vermeiden, doch dann ist er doch gezwungen, aus diplomatischen Gründen die junge, unattraktive und dümmlich-naive Isolde von Irland zu heiraten, die sich bereits in Markes Neffen Tristan verliebt hat. Mit Isolde kommt die schöne Brangaene an den Hof und endlich öffnet König Marke sein Herz...

Viola Alvarez gelingt es, aus der Lebensbeichte des König Marke eine sensible psychologische Studie über die Entwicklung von Marke zu machen und gleichzeitig mittelalterliche Geschichte, Geschehen und Umfeld lebendig werden zu lassen. Obwohl es sich um ein Porträt des Königs Marke handelt, ist es der Autorin gelungen, bei seiner Erzählung einen stetig steigenden Spannungsbogen aufzubauen. Ihre eindringliche, aber dennoch unaufdringliche, flüssig lesbare Sprache unterstützt die Charakterzeichnung Markes als kämpferischen, mutigen, sensiblen und eitlen Mann, der erst im späten Alter zu sich findet, sein Herz öffnen kann und die Liebe seines Lebens trifft. Ob grausame, brutale, derbe oder komische Szenen zu schildern sind, ob Marke mit Verbitterung, Schmerz, Reue oder Amüsement auf sein Leben zurückblickt, Viola Alvarez findet immer die richtigen Worte.

Einzig eine Abgrenzung zwischen historischen Fakten und Fiktion hat mir ein wenig gefehlt, das wäre allerdings das Tüpfelchen auf dem I gewesen.

"Das Herz des Königs" ist ein ungewöhnlicher historischer Roman bei dem Viola Alvarez ein bekanntes Thema aufgegriffen hat und daraus eine meisterhafte, überraschende und glaubwürdige psychologische Studie gemacht hat, mit der sie das Mittelalter zum Leben erweckt. Ich werde diesen intelligenten und nachwirkenden Roman sicherlich noch einmal lesen, freue mich aber auch auf weitere Werke von Frau Alvarez!

08.10.2013 14:05:35
isabelle

Hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Sprache ist zwar gewollt archaisierend, aber schlußendlich äußerst simpel. Auch die Handlung ist nicht gerade komplex.
V. Alvarez' "Mittelalter" ist unglaubwürdig und manchmal geradezu naiv, was aber vielleicht zu verschmerzen ist, da es ja ein Sagenstoff ist, den sie bearbeitet.

Die psychologische Zeichnung der Figuren ist zum Teil unglaubwürdig, zum Teil schlechthin ein Ärgernis. Als Junge ist Marke noch relativ plausibel gezeichnet, seine gesamte psychologische Entwicklung ist aber sehr unglaubwürdig. Die Frauenfiguren finde ich noch schlechter, Isolde ist dafür ein gutes Beispiel (dumm, häßlich, ohne jede Charaktertiefe). Sie ist nichts als eine Folie für die ihrerseits viel zu perfekte Brangaene. Ich würde gerne sagen, daß die flachen, eindimensionalen Charakterisierungen der Ich-Perspektive von Marke geschuldet sind, aber ich habe doch den Eindruck, daß sie eher V. Alvarez selbst zu verdanken sind.

Schade. Ich hätte das Buch gerne gemocht. Die Grundidee ist nämlich wirklich eine sehr gute, nur die Umsetzung funktioniert so nicht.

08.03.2012 14:32:56
anath

Ein wunderbares Buch ! Ich muß gestehen, die Geschichte von Tristan und Isolde habe ich bisher als Edelschnulze reinsten Wassers empfunden. Was aber Frau Alvarez daraus gemacht hat, das ist eine tief berührende Geschichte, geschrieben in einer modernen,kraftvollen Sprache. Überhaupt scheint die Autorin ein Faible für die zu haben, die in den großen Geschichten die Bösen sind - davon zeugt auch ihr Buch "Die Nebel des Morgen". Und ihre Art, bekannte Geschichten aus einer ganz anderen Perspektive zu erzählen, ist selten in der deutschen Literaturlandschaft.

Marke, der ja in der Tristan-Sage nur eine ziemlich unrühmliche Nebenrolle , ist hier Hauptperson und Erzähler der Geschichte. Sein Blick auf das verliebte Pärchen ist naturgemäß ein etwas anderer als der der Heldeneposschreiber. Und die Autorin gibt ihm die Chance, seine eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Und so wird das Buch ein Bericht über verpaßte Gelegenheiten, tief verschlossene Gefühle und über das eine Mal, das wohl jeder Mensch sich wünscht, das aber nicht jedem vergönnt ist. Das eine Mal, wo wir die wirkliche Liebe kennen lernen und zeigen müssen, daß wir ihr gewachsen sind.
Ich kenne viele Menschen, denen ich dieses Buch gern schenken würde - in der Hoffnung, daß sie es tatsächlich lesen.

16.10.2009 16:58:55
daisy

Auch für mich war "Das Herz des Königs" der erste Roman von Viola Alvarez, den ich ich genießen durfte, und es werden sicherlich noch weitere folgen. Die Autorin hat es geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite mit ihrer Geschichte zu fesseln; das Leben Markes, wunderbar zu erzählen. Es wechseln sich spannende mit grausamen, erheiternde mit traurigen Momenten ab. Bekannte Elemente der Tristan und Isolde Sage werden einfallsreich und niemals unglaubwürdig abgewandelt und dargestellt. Mir bleibt nur noch festzustellen, dass ich von dem Roman begeistert bin: 100 Punkte!!!

15.02.2009 13:48:19
Lexa

Ein aussergewöhnliches Buch!
Fantastisch gelingt es der Autorin, den König Marke zu skizzieren, voller Selbstzweifel, Eigennutz, Skrupellosigkeit, Wehleidigkeit, trotzdem anrührend. Immer wieder gelingt es ihm, mich auf seine Seite zu stellen.
Ein gelungenes Buch, wie auch die anderen Bücher der Autorin, so abseits des üblichen Lesestoffes ist es mir 90 Punkte wert.

10.01.2009 23:48:42
Hedwig

"Das Herz des Königs" war mein erster Roman, den ich von Viola Alvarez gelesen habe.
Seither lese ich ihre Romane immer und gebe zu, diese Romane liegen außerhalb der bekannten Norm historischer Romane. Bekannte Geschichten wie in dem Fall (Tristan und Isolde) werden aus einer anderen Sicht beschrieben, überhaupt hat Viola Alvarez einen sehr eigenen Schreibstil.
Ich war jedenfalls gleich beim ersten Roman begeistert, einzig alle Bücher die ich bis jetzt von ihr gelesen habe, sind doch etwas düster und so manche Fakten sind echt hart, aber so war es wohl eher und nicht so, wie man es sich aus Ritterromanen vorstellt.
Ich brauche daher nach einem Buch von V. Alvarez immer eine Auszeit und muss mich auch dem Positiven etwas widmen.
Das neue Buch habe ich zwar schon zu Hause, aber noch nicht gelesen, ich bin gespannt.
Hedwig

14.07.2008 12:28:52
Hartmut Keune

Mich hat dieser Roman "angerührt" und tief getroffen. Nicht der Geschichte wegen, sondern der einfühlsamen Auseinandersetzung mit den uns allen bekannten Themen Liebe, Lied, Leben und Tod, die jeder in sich fühlt, hier aber exemplarisch "bearbeitet" wurden.
Mein Dank gilt der Autorin!

09.08.2007 07:46:21
Mike

Mir hat der Roman nicht so besonders gefallen, weder sprachlich, noch inhaltlich. Fand ihn teilweise arg weitschweifig und sprachlich auch nicht "gemeißelt", sondern eher überfrachtet. Dabei hätte das Thema einiges hergegeben, besonders in einer neuen Bearbeitung. Aber in meinen Augen ist es der Autorin nicht gelungen, sich wirklich von den alten - wundervollen - Vorlagen zu lösen und etwas wirklich Neues zu schaffen.
Schade!

07.08.2007 22:48:24
beowulf

Schade, das diejenigen, die diesen wunderschönen Roman so schlecht bewertet haben (mal wieder?) verschwiegen haben warum. Aus der Vielzahl der historischen Romane ragt dieser jedenfalls weit über die Mittelmäßigkeit hinaus- wenn er auch noch nicht ganz an seine überragenden Nachfolger heranreicht.
Die Sprachgewaltigkeit von Viola Alvarez in diesem Roman über einen alten, sterbenden König, der auf sein Leben, seine Erfolge und seine Fehler und sein Versagen zurückblickt ist jedenfalls schn sehr entwickelt Der Roman fesselt und berührt.. Vom mir gibts 95 Punkte.

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

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