Sherlock Holmes und die schwarze Kobra

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • kbv, 2016, Titel: 'Sherlock Holmes und die schwarze Kobra', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Sherlock Holmes auf bildgewaltiger Indienreise

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Okt 2016

Kurzgefasst:

Sherlock Holmes reist mit dem Ehepaar Tristram nach Indien, wo David ein Stück Land geerbt hat. Auf dem Weg dorthin will er in Bombay im Auftrag seines Schwagers eine Büste bei Konsul McGregor abliefern. Doch der reiche Schotte erinnert sich nicht mehr daran, Modell für dieses Kunstwerk gesessen zu haben. Das weckt natürlich Holmes' Neugier. Während eines Empfangs im Hause des Konsuls stirbt ein Diener, der dem Meisterdetektiv geheime Informationen angeboten hat, am Biss einer Brillenschlange. Nur kurze Zeit später wird in der Bibliothek der Asiatic Society ein wertvolles Kultgefäß für den Schlangenkult gestohlen und Holmes erhält den Auftrag, es wiederzubeschaffen. Dieser Fall führt ihn und seinen zeitweiligen britischen Assistenten auf die geheimnisvolle Insel Elephanta, an den Hof des Raja von Adipur und mitten hinein in die angsteinflößende Finsternis der Hindu-Tempel.

 

Bereits zum achten Mal schickt Franziska Franke den großen Meisterdetektiv Sherlock Holmes ins Rennen, genauer gesagt nach Indien. Noch immer fürchtet Holmes die Häscher seines Intimfeindes Professor Moriarty und reist daher seit geraumer Zeit als norwegischer Forscher namens Sven Sigerson umher. An seiner Seite David Tristram, eine Art Doktor Watson ohne Armeerevolver. Dieser hat in Indien ein Stück Land geerbt, welches er sich nun einmal ansehen möchte, zumal er dabei gleichzeitig für seinen Schwager eine Skulptur in Bombay bei Konsul Angus McGregor abgeben kann. Begleitet wird Holmes nicht nur von Tristram, sondern auch von dessen Frau Violetta und da Holmes als Alleinreisender Angst vor seiner Enttarnung hat, übernimmt Violetta zeitweise die Rolle von Mrs. Sigerson. Dies hat Auswirkungen, denn sie muss im Verlauf der Handlung wiederholt die Rolle von Sigersons respektive Holmes Frau spielen, so dass sie erstmals intensiv in die Handlung einbezogen wird. Im aktuellen Fall übernimmt sie sogar vereinzelt von ihrem (richtigen) Mann die Rolle der Ich-Erzählerin, da dieser nicht bei allen Ereignissen an Holmes Seite weilt.

Für Holmes- und Indienfans ein Vergnügen

In Bombay angekommen übergibt Tristram die Skulptur bei Konsul McGregor, doch dieser kann sich daran nicht erinnern. Auch will er die Skulptur in London gekauft haben, dabei arbeitet Tristrams Schwager in Florenz. Die Neugier von Holmes ist geweckt und so besucht er mit seiner vermeintlichen Frau (Violetta) einen Empfang am folgenden Abend. Dort bietet ihm ein Hausdiener wichtige Informationen an, stirbt jedoch kurz darauf an den Folgen eines Schlangenbisses. Aus der Zeitung erfährt Holmes wenig später, dass während des Empfangs ein Einbruch in der Bibliothek der Asiatic Society erfolgte, aus der ein wertvolles hinduistisches Ritualobjekt entwendet wurde. Vor Ort fand sich die Visitenkarte von Bruce McGregor, dem Neffen des Konsuls, der prompt in Verdacht gerät. Aber auch der Wissenschaftler Professor Woodthorpe, der mit der Society geschäftlich verbunden ist, gerät unter Verdacht und beauftragt Holmes mit der Aufklärung des Diebstahls. Wenig später wird auf einer Baustelle die Leiche von Bruce entdeckt.

Franziska Franke bietet genau das, was die Leserinnen und Leser ihrer bisherigen Holmes-Romane von ihr erwarten: Altbekanntes. Warum sollte man auch die Figur des bekanntesten Ermittlers der Welt neu beleben? Es reicht doch aus, wenn alles so bleibt wie es ist. Dies mag für viele Serien gelten, aber für Sherlock Holmes ganz besonders. Stattdessen ändert man einfach die Kulisse und ergänzt die Serie durch die verstärkte Einbeziehung einer bisherigen Nebenfigur. So tritt Holmes erneut als arroganter Einzelgänger in Erscheinen, der David und Violetta Tristram mehrmals vor den Kopf stößt, da er seine Erkenntnisse meist bis zum letztmöglichen Zeitpunkt für sich behält. Von seiner legendären Kombinationsgabe macht er indes seltener gegenüber Dritten Gebrauch, da er ja offiziell nur ein Naturforscher ist.

Sherlock Holmes und die schwarze Kobra ist ein weiterer Genuss für Fans des Meisterdetektivs, aber ebenso für alle, die schon einmal in Indien waren beziehungsweise sich für das Land interessieren. Bildgewaltig stellt Franziska Franke Land und Leute vor, die unterschiedlichen Religionen und Gebräuche spielen natürlich auch eine wichtige Rolle. So kann man den Roman zweifach lesen: Als Kriminal- und (historischen) Reiseroman. Natürlich fehlt eine Schlangenbeschwörung angesichts des Buchtitels ebenso wenig wie eine Tigerjagd im Dschungel. Zudem geht es auf die Insel Elephanta Island wie an den (fiktiven) Hof des Raja von Adipur.

Obwohl nur eine handvoll Personen als möglicher Einbrecher in der Bibliothek der Asiatic Society beziehungsweise als Mörder von Bruce in Frage kommen, ist der Roman durchweg spannend. Allerdings überwiegen die illustren Beschreibungen der Reiseerlebnisse. Dennoch, für Fans der Holmes-Romane von Franziska  Franke ein Kauf!

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