Mord in der Mangle Street

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Hoffmann & Campe, 2013, Titel: 'The Mangle Street Murders', Originalausgabe

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London 1882. Nach dem Tod ihres Vaters begibt sich die junge March Middleton in die Obhut ihres Patenonkels: Sidney Grice, Englands berühmtester Detektiv, der vor einem neuen Rätsel steht. Eine Frau ist brutal ermordet worden, der einzige Verdächtige ist ihr Ehemann. Mit jeder neuen Wendung des Falls ist Sidney stärker von der Schuld des Ehemanns überzeugt und March von seiner Unschuld. In die dunkelsten Ecken des East End führen die Ermittlungen die junge Frau mit dem Faible für Gin und den bärbeißigen Spötter mit dem Glasauge. Wer von ihnen wird wohl recht behalten?

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09.09.2019 15:41:32
tassieteufel

Nach dem Tod ihres Vaters wird die junge March Middleton von ihrem Patenonkel Sidney Grice aufgenommen und zieht nach London. Grice ist Englands berühmtester Detektiv und hat gerade einen neuen Fall übernommen. Eine junge Frau wurde brutal ermordet und der einzige Verdächtige ist ihr Ehemann, der auch verhaftet wurde. Die Mutter der Toten, Grace Dillinger ist jedoch von der Unschuld ihres Schwiegersohnes überzeugt und bittet Sidney Grice um Hilfe, die dieser erst gewährt, als March die Kosten dafür übernimmt. Das March darauf besteht, bei den Ermittlungen zu helfen, paßt dem selbstgefälligen Detektiv gar nicht und während March ebenfalls von der Unschuld ihres Klienten überzeugt ist, hält Grice ihn für den Täter!

Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem mir ein Hauptcharakter derart unsympathisch war, wie Sidney Grice! Selbstgefällig, überheblich, ohne einen Funken Mitgefühl für andere und dabei noch recht arrogant und ichbezogen, findet sich an dem Vegetarier und Glasaugenträger aber auch nicht ein einziger netter Zug! Im Gegensatz dazu March Middleton, Raucherin, dem Gin nicht abgeneigt, schlagfertig, hartnäckig, liebenswert und mit gesundem Menschenverstand ausgestattet. Diese unterschiedlichen Charaktere aufeinanderprallen zu lassen, das ist dem Autor sehr gut gelungen. Mit feinem Humor und reichlich Wortwitz werden die Auseinandersetzungen der Beiden in unterhaltsamen Dialogen geschildert, die sehr kurzweilig sind und öfter zum Schmunzeln verleiten. Auch das wandernde Glasauge sorgt für Abwechslung und Humor, wenn Grice mal wieder gar zu unerträglich wird.
Dass es hier Anleihen zu Conan Doyle und seinem Ermittlerduo Holmes und Watson gibt, ist natürlich nicht zu übersehen, aber ein Team wie Holmes und Watson sind Grice und Middleton noch lange nicht, dazu werden sie sich wohl noch über längere Zeit zusammenraufen müssen.
Obwohl der Autor wenig Beschreibungen von Zeit und Ort liefert, gelingt es ihm erstaunlich gut allein in den Dialogen seiner Protagonisten, ein Gefühl für den historischen Hintergrund und eine atmosphärische Stimmung zu schaffen, in die man eintauchen kann. Finstere Gassen, üble Spelunken, der Keller der Gerichtsmedizin, einfach typisch viktorianisches Flair, das man beim Lesen regelrecht vor Augen hat.
Der Krimifall ist recht knifflig und spannend aufgebaut, die Ermittlungen sind nachvollziehbar und wie bei einem Puzzle werden kleine Teile Stück für Stück zusammengetragen. Nur die Auflösung konnte mich dann nicht so ganz überzeugen, wirkte ein wenig wie aus dem Hut gezaubert und leider bleiben auch einige Fragen offen, die gesamte Situation rund um Mrs. Dillinger war mir einfach zu arg konstruiert und unglaubwürdig.
Der Schreibstil des Autors ist leicht und eingängig und an die handelnde Zeit angepaßt, man kann es zügig lesen und wird häufig vom feinen, schrägen Humor des Autors unterhalten.

Fazit: eine ungewöhnliche Homage an Holmes und Watson! Hier prallt ein äußerst ungewöhnliches Ermittlerduo mit Ecken und Kanten aufeinander, wobei die Sympathie (in meinem Fall) ganz eindeutig auf Marchs Seite stand! Viktorianisches Flair, unterhaltsame Dialoge und ein kniffliger Fall, der am Ende leider ein paar Defizite hat, bescheren kurzweiliges Lese- und Krimivergnügen. Fans von viktorianischen Krimis kann ich das Buch nur ans Herz legen, denn es macht Lust auf mehr!

07.02.2018 00:21:16
-Ginger-

Dieses Buch hat mir richtig Freude gemacht!
Als Fan des viktorianischen Londons und guter Krimis habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Natürlich lässt sich die Ähnlichkeit zu Sherlock Holmes nicht bestreiten - was manchen stören mag, mich jedoch nicht. Man muss sich vielleicht einfach darauf einlassen.

Sidney Grice ist ein sehr spezieller Typ: selbstgefällig und arrogant, fühlt sich immer im Recht und auch seine mitunter recht unhöflichen Kommentare machen ihn nicht zum Sympathen. Sein Mündel March ist hingegen eher hilfsbereich, hart im Nehmen, selbstbewusst und bestimmt nicht auf den Mund geallen (für eine Frau der damaligen Zeit eher ungewöhnlich).

Dieses spezielle Paar macht sich nun also daran, einen Mord aufzuklären (Bedingung von March, obwohl Sidney lieber allein arbeiten würde) und erlebt dabei allerlei Spannendes, Grausames und Kurioses im gut beschriebenen London der damaligen Zeit.

Die Geschichte strotzt jetzt nicht übermäßig vor Spannung, manch einer würde wohl behaupten, es ist einiges vorhersehbar - das empfand ich nur ein klein wenig so. Es war einfach eine gute, spannende Lektüre, die Freude macht, wenn man sich darauf einlässt und nicht die absolute Oberklasse erwartet.

Mich hat es auf jeden Fall sehr unterhalten, ich habe mitgeraten und gefiebert, hin und weder auch geschmunzelt und ich bin gespannt, wie es mit den beiden weitergeht.