Im Schatten unserer Wünsche

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Heyne, 2014, Titel: 'Be Careful What You Wish For', Originalausgabe

Couch-Wertung:

72

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Alexandra Hopf
Band 4 der 'gehypten' Clifton-Saga

Buch-Rezension von Alexandra Hopf Sep 2016

Nachdem Don Pedro Martinez aus Rache einen fingierten Unfall inszeniert hat, bei dem Sebastian Clifton zu Schaden kommen sollte, muss er einen schweren Schicksalsschlag einstecken. Sein Sohn Bruno hatte seine Pläne geändert und saß ebenfalls im Auto. Während Sebastian schwerverletzt überlebt, kam Bruno bei diesem Unfall ums Leben. Der Schmerz über den Verlust seines jüngsten Sohnes macht Martinez nur noch verbitterter und sein Hass auf die Familie Clifton/ Barrington wächst ins Unermessliche. Er verfolgt nur noch ein Ziel, und zwar die Vernichtung dieser Familie, egal was es kostet. Er beginnt Aktien von Barrinton Shipping zu erwerben und als er die erforderlichen sieben Prozent besitzt, ernennt er Alex Fischer zum Direktor, um seine Interessen im Vorstand zu vertreten. Emma ist auf der Hut, sie kennt Fischer genau und weiß, dass man sich vor ihm in Acht nehmen muss. Bei der wichtigen Abstimmung gelingt es dem Vorsitzenden Ross Buchanan entgegen Emmas Willen den Bau des Luxuxliners Buckingham durchzusetzen. Doch der Bau steht unter einem schlechten Stern. Durch die Aneinanderreihung mehrerer Unglücksfälle gerät der Bau in monatelangen Verzug, der Barrington Unsummen der Rücklagen kostet. Buchanan zieht seine Konsequenzen und tritt als Vorstandsvorsitzender ab, an seine Stelle rückt niemand anderes als Emma Barrington.

Auch bei den anderen Familienmitgliedern läuft es soweit gut. Giles heiratet seine Freundin Gwyneth und auch seine politische Karriere geht gut voran. Harry ist weiterhin recht erfolgreich als Autor seiner Krimireihe. Sebastian erholt sich gut von den Unfallfolgen. Im Krankenhaus lernt er den erfolgreichen Bankier Cedric Hardcastle kennen, der den heißblütigen Seb positiv beeinflusst und seine Entwicklung in die richtigen Bahnen lenkt. Jessica ist auf dem besten Wege, eine erfolgreiche Künstlerin zu werden und auch privat läuft es bestens, hat sie doch mit Clive den Mann fürs Leben gefunden. Aber plötzlich wird das Leben des Barrington/ Clifton-Clans vom schrecklichen Tod eines Familienmitglieds erschüttert und nichts ist mehr wie es war.....

Schleppender Beginn, nimmt aber gegen Ende Fahrt auf

In diesem Band handelt Jeffrey Archer die Jahre 1957- 1964 ab. Er bleibt zwar der Tatsache treu, dass die verschiedenen Teile des Buches immer aus der Sichtweise eines anderen Protagonisten erzählt werden, aber er handelt nun nicht mehr dieselben Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven ab. Diese Besonderheit, immer wieder dasselbe Thema zu erzählen und immer ein Stück weit mehr Handlung zu offenbaren, lässt er nun komplett fallen. Es ist vielmehr eine Aneinanderreihung der Ereignisse, wobei nun auch teilweise größere Zeiträume übersprungen werden. Obwohl es im Verlauf immer wieder kurze Rückblenden auf das bereits Geschehene gibt, empfiehlt es sich nicht, dieses Buch ohne Vorkenntnis der bereits erschienenen Bände zu lesen.

Nachdem Teil eins und zwei absolut überzeugen konnten und Teil drei gewisse Einbrüche zeigte, gelingt es dem Verfasser mit Band vier wieder etwas Schwung in die Story zu bringen, auch wenn in der Mitte kleine Längen für kurze Durchhänger sorgen. So ziehen sich die Querelen des Vorstands von Barrington Shipping etwas ohne wirklich interessant zu wirken.

Protagonistenwechsel

Das Augenmerk der Handlung liegt nun nicht mehr bei den ursprünglichen Hauptprotagonisten. So treten Giles und Harry eher in den Hintergrund. Harrys Mutter Maisie Clifton spielt überhaupt keine Rolle mehr. In diesem Teil stehen hauptsächlich Sebastian Clifton und seine Mutter Emma im Vordergrund. Emma erscheint einem wie die Superfrau schlechthin, ohne Fehl und Tadel, was die Person etwas unglaubwürdig macht. Trotzdem kommt man nicht umhin, diese starke Persönlichkeit sympathisch zu finden. Auch Sebastian wirkt wie ein Wunderkind, dem die guten Dinge meist nur so zufliegen. Seb gelingt es aber nicht, die gleiche Beliebtheit zu erlangen wie sein Vater Harry. Und auch das außergewöhnliche Talent von Jessica reiht sich in die Reihe der unfehlbaren Wunderfamilie Clifton ein. Sehr angenehm erscheint die Figur des Cedric Hardcastle. Die Geschichte um den ehrenwerten Bankier liest sich flüssig und unterhaltsam.

Das krasse Gegenteil zu all diesem strahlend Guten wird in Form des Bösewichts Don Pedro Martinez dargestellt. Er ist geradezu besessen von seinen Rachegelüsten. Bei der Umsetzung wirken seine beiden noch lebenden Söhne und sein treuer Diener Karl mit. Doch auch der schon bekannte Major Fischer ruft beim Leser nur Antipathie hervor. Im Prinzip ein ewiger Verlierer, lässt er sich nun für die üblen Machenschaften von Martinez vor den Pflug spannen. Die Tatsache aber, dass er nun wieder im Vorstand von Barrington auftaucht, nur eben diesmal als Handlanger eines anderen Bösewichts, wirkt etwas fade auf den Leser.

Optisch fügt  sich Im Schatten unserer Wünsche nahtlos an die Vorgänger an. Diesmal setzt der Heyne Verlag darauf, das Buch in Blau zu halten und auch das Bild passt wieder perfekt zur Thema. Es zeigt eine Frau am Kai, die ein großes Luxusschiff betrachtet.

Archer mit dem gewohnten bombastischen Cliffhanger am Ende

Seiner Linie, die Clifton-Saga mit einem Paukenschlag zu beenden, bleibt der englische Schriftsteller treu. Auch diesmal endet die Geschichte mit einem dramatischen Cliffhanger und lässt einen spannungsgeladenen Leser zurück. Man hält am Ende die Luft an und ist vom Drang besessen, unbedingt erfahren zu müssen, wie die Geschichte weitergeht. Selbst wenn man an manchen Stellen während des Buches geschwächelt hat, verführt Archer den Leser doch, auch Band fünf erwartungsvoll zu beginnen.

Im Schatten unserer Wünsche

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Letzte Kommentare:
27.04.2018 08:37:37
Jo aus SH

Leider versäumt es Archer seinen Charakteren mehr Persönlichkeit zu geben. Ich kann mich da der ersten Kriterin leider nur anschließen. Da hat wohl der Verleger auch ein bisschen Druck gemacht. Inzwischen bin ich im Teil 7 angekommen. Als Ferienschmöker gut weg zu lesen, leider nicht ganz so gut recherchiert wie Ken Follet. Aber als historische Erzählung interessant. Die Guten sind ein bisschen zu gut und die Schlechten sind ein bisschen zu schlecht.