Tod in Blau

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • dtv, 2007, Titel: 'Tod in Blau', Originalausgabe

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Christina Wohlgemuth
Spannender Kriminalfall in einem Berlin der Gegensätze

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Feb 2007

Berlin, 1922. Arnold Wegner provoziert. Sowohl mit dem, was er malt, als auch, wie er es malt. Seine Bilder zeigen Kriegsversehrte, Arme, Hungernde. Seine Poitraits zeigen die Wahrheit, nicht den äußeren Schein. Eines Tages wird der Maler tot in seinem Atelier aufgefunden – verbrannt. Leo Wechsler steht vor einem Rätsel. Hat die ominöse Asgard-Gesellschaft, die sich mit deutschen Mythen beschäftigt, etwas damit zu tun? Oder ist der Täter eher im Umfeld der schönen Tänzerin zu sehen, mit der Wegner eine Affaire hatte? Die Berliner Polizei tappt im Dunkeln, nicht wissend, dass ein Junge der Schlüssel zur Lösung des Falles ist …

Tod in Blau ist der zweite Fall um den Berliner Kriminalkommissar Leo Wechsler, der mit seiner Schwester und seinen beiden Kindern zusammenlebt. Dieses Mal hat er es mit einem Mord an einem Künstler zu tun – vertrautes Terrain für Leo, der selbst ein Faible für Malerei hat. Sein neuer Fall führt ihn mitten in die Kunstszene Berlins – aber auch zu den Ärmsten der Armen. Dieser Kontrast, der beispielhaft für die Weimarer Republik der 20er Jahre ist, prägt und bestimmt diesen Krimi.

Altbekannte Charaktere in vertrauter Umgebung

Wer bereits Leo Berlin gelesen hat, wird sich auch hier schnell wieder wohlfühlen. Neben Leo tauchen sein Kollege Robert und seine Familie ebenso auf wie sein Widersacher von Malchow und die Buchhänderlin Clara, für die Leo eine ganz besondere Schwäche hat. Dies und die Rückkehr zu alten Schauplätzen machen es dem Leser leicht, sich schnell in der Geschichte zurecht zu finden.

Auch der Stil ist vertraut: Susanne Goga wechselt die Perspektiven – Opfer, Zeugen, Ermittler – und lässt uns die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven wahrnehmen. Dies tut sie in dem gleichen angenehmen Stil wie zuvor: unterhaltsam, aber nicht trivial, ansprechend, aber nicht anstrengend. Die Autorin hat einen hervorragenden Mittelweg gefunden, der den Leser fesselt.

Ein beeindruckendes Sitten-Krimi-Gemälde

Wie schon in Leo Berlin überzeugt die Autorin mit ihrem Krimi – hier sogar noch ein wenig mehr, da der Leser den Täter erst zum Schluss kennelernt und der Spannungsbogen dadurch besser gelingt. Vor allem die Episoden rund um den Jungen Paul sind sehr gelungen und treiben den Krimi voran, ohne in ein unangenehm hetzerisches Tempo zu verfallen.

Besonders beeindruckt die Autorin auch hier durch die zeitgeschichtliche Darstellung. Vor dem Hintergrund der Inflation zeichnet sie Berlin als eine Stadt der Gegensätze. Armut, Überlebenskampf, politische Instabilität stehen einer Stadt gegenüber, die den Begriff Glamour für sich neu erfindet und in der Kunst in jeder Form einen Höhenflug erlebt. Dem nackten Überleben steht der Genuss, die Sinnlichkeit, die Leidenschaft gegenüber. Die 20er Jahre werden lebendig – nicht zuletzt und vor allem deswegen ist auch Tod in Blau wieder ein sehr empfehlenswerter Krimi!

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