Der Nordseespuk

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Fischer, 2016, Titel: 'Der Nordseespuk', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Theodor Storm auf den Spuren von Antoinette de Bourignon

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mai 2016

Husum, Dezember 1843. Peter Söt, Schreiber des Anwaltes Theodor Storm, hat bei einem Freund mal wieder einen über den Durst getrunken. Im leergelaufenen Hafenbecken sieht er auf dem Heimweg einen goldenen Pokal. Als er wenig später eine Leiter besorgt hat und über diese in das Hafenbecken hinabsteigt ist der Pokal verschwunden. Dafür findet er den Leichnam von Hauke Andresen. Für Bürgermeister von Kaup stellt sich jedoch die Frage, ob Söt den Toten als Erster ermordet sah oder als Letzter lebend?

Zusammen mit Anwalt Storm und dessen Cousine Constanze, die die Weihnachtstage in Husum verbringt, versucht das Trio den Vorfall aufzuklären und stößt dabei auf die Geschichte der Mystikerin Antoinette de Bourignon, die es rund 170 Jahre zuvor nach Husum verschlug. Offenbar gibt es noch immer Anhänger ihrer Glaubensgemeinschaft, die im Verborgenen aktiv sind...

Zweiter Teil der Theodor-Storm-Reihe

Wie bei einer Serie nicht unüblich gibt es zahlreiche Parallelen zum Debütroman Das Nordseegrab, der ein halbes Jahr vorher spielt. Allerdings gibt es auch überraschende Änderungen, denn im Debüt war Theodor Storm noch intensiv damit beschäftigt einen Chor aufzubauen, der im vorliegenden Band nicht einmal mehr Erwähnung findet. Auch die (dunkle) Vergangenheit des Ich-Erzählers Peter Söt wird in wenigen Sätzen abgehandelt, nachdem sie ja bereits im Debüt aufgeklärt wurde. Dennoch hätte man hier noch weitere Geheimnisse vermutet. Neu ist zudem, dass sich Storms Cousine Constanze Esmarch in Husum bei der Familie aufhält, was bekanntlich in den Folgejahren noch Auswirkungen in Form einer gemeinsamen kinderreichen Familie haben wird.

 

"Mit seinen alten Häusern, mit den Giebeln, die sich aneinanderdrängten, als wollten sie alle Fremden abwehren, und mit den verschwiegenen Gärten hinter hohen Zäunen und Hecken kam mir Husum während wir liefen mehr denn je vor wie angefüllt mit jahrhundertelang bewahrten Geheimnissen, von denen nur der wissen durfte, dessen Familie seit Generationen in der Stadt ansässig war."

 

Der Krimiplot setzt sich aus zwei Erzählsträngen zusammen. Es gibt die aktuellen Geschehnisse und - wenig überraschend - Rückblicke in das Leben und Wirken von Antoinette Bourignon de la Porte (1616-1680), die als Mystikerin ein ereignisreiches Leben führte. Sie gründete eine religiöse Gemeinschaft, die der Bibel abschwor, da sie angeblich selber direkten Kontakt mit Gott hatte. Von ihren zahlreichen Feinden wurde sie verfolgt, musste öfter ihren Wohnsitz wechseln und erbte später die Insel Nordstrand, die sie jedoch nie betreten durfte, da ihre Erbschaft überwiegend aus Schulden bestand. 

Die Vermischung der beiden Erzählstränge erfolgt nach genreüblichen Mustern und ist durchaus gelungen. Bei den Ereignissen der Gegenwart wird allerdings ein bisschen zu wenig "ermittelt" und so geschehen manche Dinge "wie von selbst". Wer den ersten Teil kennt, wird wissen wollen wie es weiter geht. Somit darf man zugreifen. Wer die noch junge Serie hingegen nicht kennt, wird andere historische Romane finden, in denen man besser in die Vergangenheit entführt wird. Auch wenn das Buch nur knapp 250 großzügig bedruckte Seiten umfasst, andere Autoren wie Boris Meyn und Tom Wolf zeigen, wie man mehr Atmosphäre und Historie einfangen kann.

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