Novembertod

Erschienen: April 2008

Bibliographische Angaben

  • Jaron, 2008, Titel: 'Novembertod', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Mitten im Umbruch

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Mai 2016

Das Jahr 1918 geht seinem Ende zu. Kriminalkommissar Hermann Kappe und seine Klara erwarten ihr erstes Kind. Für den werdenden Vater ist es schwierig zuzusehen, wie sich seine Frau versucht auf den Beinen zu halten, während rund herum die Welt aus den Fugen geraten ist. In Berlin sind nicht nur die Lebensmittel knapp, auch sonst ist kaum etwas zu bekommen. Das Kriegsende schwemmt eine Menge Rückkehrer in die Stadt, die gesellschaftlichen Unruhen nehmen zu. Die Novemberrevolution brandet auf, während die Spanische Grippe die Menschen in Angst versetzt. Auch Klara. Doch Kappe kann sich jetzt, da die Geburt unmittelbar bevorsteht, nicht nur um Klara kümmern. Auf offener Straße ist der Freiherr Heinrich von Brettin erschossen worden. Kappe versucht zu ergründen, wem von Brettin ein Dorn im Auge gewesen war. Denn der politisch stark engagagierte Freiherr eckte an verschiedenen Orten an. Bei seinen Ermittlungen stößt Kappe nicht nur auf einige undurchsichtige Figuren, er macht auch die Bekanntschaft mehrerer starker Frauen. So unter anderem die der unerschrockenen, fliegenden Baronin oder die der glamourösen Magno, eine Filmdiva.

Feder einer Frau unverkennbar

Dieser Teil der Kappe-Reihe stammt aus der Feder der Autorin Iris Leister. Ihre Handschrift ist unverkennbar weiblich. Leister legt großen Wert auf die menschliche Komponente des Romans, stellt die Figuren in einem höchst spannenden Geflecht zueinander und lässt sie sehr menschlich handeln. Kappes junge Frau Klara, die durch die Schwangerschaft einiges zu bewältigen hat, wird nicht gar so farblos und arrogant dargestellt, wie sie in den ersten Romanen oft mal schien. Sie ist eine Frau, die versucht, das Beste aus der Situation zu machen und die um das Wohl ihres Mannes fürchtet. Iris Leister rückt damit die ganze Geschichte in ein neues Licht: Das junge Paar wächst langsam zusammen, die Figuren um die beiden herum bekommen Charakter. Nach bereits einigen starken Teilen rund um den Kriminalkommissar Hermann Kappe ist dies ein besonders fein gesponnenes Werk.

Eindrückliche Schilderungen

Bei all dem Zwischenmenschlichen kommt bei Iris Leister aber auch der historische Teil nicht zu kurz. Sie beschreibt eine aufgewühlte Gesellschaft, die nach dem Schrecken des Krieges nicht bereit ist, sich wieder in die alten Strukturen zwängen zu lassen. Durch das Geschick der Autorin, die Szene lebendig zu schildern, bekommen die Ereignisse große Tiefe. Ja, der Leser kann sich ein so gutes Bild von der Situation machen, dass er den Eindruck haben könnte, zumindest einen Teil davon selber erlebt zu haben. Iris Leister bewegt sich dabei auf dem soliden Parkett des Bekannten. Sie serviert aber diese Fakten auf eine Weise, die fernab von langweiligem Geschichtsunterricht ist und das Gefühl von direkter Betroffenheit verstärkt.

Krimi-Element kommt nicht zu kurz

Bei historischen Krimis besteht immer die Gefahr, dass die eigentliche Krimi-Handlung in der Fülle der anderen Details verschwindet oder nur schwer dagegen behaupten kann. Das ist hier nicht der Fall. Obwohl  Iris Leister sehr viele Informationen in die Geschichte hinein gepackt hat, bleibt es, was auf dem Cover versprochen ist: Ein Kriminalroman.

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