Luther und der Pesttote

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Aufbau, 2016, Titel: 'Luther und der Pesttote', Originalausgabe

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Wittenberg im Jahre 1517. Die Residenzstadt an der Elbe wird von der Pest heimgesucht. Alle nehmen an, dass auch der Student Tamme zu den Opfern gehört, obwohl seine Leiche nie auftaucht. Almuth, seine Verlobte, glaubt als Einzige an ein Komplott und schafft es, bei Martin Luther Gehör zu finden. Wenig später jedoch braucht der Geistliche selbst Almuths Hilfe. Denn nachdem seine 95 Thesen öffentlich wurden, fürchtet er um sein Leben. 

Luther und der Pesttote

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Letzte Kommentare:
17.07.2016 18:47:17
speedy208

Ein spannender, gut gemachter und rcherchierter Roman! Nach dem enttäuschenden "Kaffeedieb" bin ich mehr denn je überzeugt davon, dass Autorinnen das Handwerk besser verstehen. Keine Minute, was sage ich Sekunde, habe ich mich gelangweilt in diesem "tristen" Ära, mit der ich die Reformation verbinde. Und mehr noch: Krimis gegenüber stehe ich ansonsten sehr sehr skeptisch gegenüber. Ein Grund, warum meine eigenen Romane - auch ich schreibe Historische Romane, aber eher aus dem späteren 19. Jahrhundert (US-Bürgerkrieg) - fast scheiterten, hatte ich doch einen Kriminalfall eingebaut, denn ich nicht auflösen wollte oder konnte als Autorin. Birgit Jasmund hat mich quasi überholt. Einerseits bewunderte ich sie, andererseits war ich enttäuscht über die die Schnelligkeit des Auflösens. Denn: auch mein "Schlag auf den Kopf", der zur Amnesie führte, hat kürzer als 4 Wochen gedauert. Aber anders als im Roman "Luther", wusste meine Heldin bis zum Ende nicht, wer sie niedergeschlagen hat... Die Amnesie Tammes im Roman kam mir daher ein bisschen zu flüchtig, zu belanglos, als hilfloses Klischee rüber. Spannender wäre es gewesen, dies alles auf einen Höhepunkt kommen zu lassen und dann das Rätsel zu lösen, obwohl ich - aus der Sicht der Autorin - weiss, dass damit die Handlungsstränge nicht so straff geführt hätten werden können. Ich seh' ihr das nach. Es ist eine Kunst, eine spannende Story mit Mordversuch vor historischer Kulisse spielen zu lassen. Ich bewundere (Krimi)Autoren, die so ein Rätsel auflösen können... Ich bin beeindruckt. Das Buch war superspannend, emotional und verdient wirklich das Label "historisch". Nur manchmal frage ich mich, ob (wir) Frauen damals wirklich so als Heldinnen hätten agieren können. Ich würde es gern glauben, aber gehe davon aus, dass das nur Wunschdenken ist. Chapeau, Hut ab!

10.06.2016 12:39:19
PMelittaM

Wittenberg 1517: Als die Buchdruckertochter Almuth Gronenberg erfährt, dass ihr Verlobter Tamme Redecker an der Pest gestorben sein soll, kann sei es nicht glauben und versucht verzweifelt, das Gegenteil zu beweisen.

Dr. Martin Luther ärgert sich immer mehr über den Ablasshandel, doch es ist nicht einfach, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie nicht so einfach sein kann, seine Sünden los zu werden. Für diejenigen, die vom Ablasshandel profitieren, wird er zum gefährlichen Gegner.

Ein historischer Roman mit Martin Luther, der noch dazu am Anfang seiner „Karriere“ als Reformator steht, das hat mich sofort angesprochen und so war ich sehr neugierig auf den Roman. Dazu noch ein Kriminalfall, der sogar, wie man im Nachwort erfährt, auf einem tatsächlichen Todesfall, allerdings aus dem Jahr 1535, basiert, für mich schien das die perfekte Lektüre zu sein.

So ganz konnte mich der Roman dann aber nicht überzeugen. Zum Einen liegt das daran, dass ich mir mehr vom Kriminalfall versprochen hatte, vor allem an Luthers Beteiligung an der Aufklärung, die der Klappentext zu implizieren scheint. Luther hat allerdings an der Auflösung nur eine marginale Beteiligung, überhaupt ist es kein Kriminalfall, an dem es viel zu rätseln gibt, denn der Leser weiß sehr früh recht viel und der Rest ist ihm auch schnell klar, ähnlich geht es Almuth, die Frage ist viel eher, wie man den Übeltäter überführen kann. Das ist ein bisschen schade, drückt auch die Spannung, letztlich ist die Geschichte aber trotzdem gut zu lesen.

Der zweite, und mit dem Kriminalfall nur durch Martin Luther verbundene, Erzählstrang ist interessanter, denn hier geht es um die Entstehung der bekannten Thesen des Reformators. Interessant ist es auch deshalb, weil Luther hier eben noch nicht der Reformator ist, sondern als Augustinermönch noch gänzlich in die katholische Kirche eingebunden. Der Autorin gelingt es gut, darzustellen, wie aus dem Mönch der Reformator werden konnte, inklusive einer anderen Interpretation des Thesenanschlags an die Kirchentür als man sie gemeinhin kennt. Luther wird auch als Mensch gut greifbar.

Ich glaube, mir hätte ein Roman, der ganz auf Martin Luther bezogen gewesen wäre, besser gefallen. Vielleicht hätte man ihm auch im Kriminalfall eine deutlichere Rolle zuweisen sollen, so jedenfalls erschienen mir die beiden Erzählstränge zu wenig verknüpft zu sein. Mag sein, dass es viel an meiner Erwartungshaltung lag, dass ich nach der Lektüre ein wenig enttäuscht war.

Gefallen hat mir jedoch der historische Überbau, man hat Einiges erfahren, z. B. über den Lehrbetrieb an der Universität zu Wittenberg, das Buchdrucken, den Ablasshandel und über das Wittenberg jener Zeit. Auch das Bonusmaterial ist ansprechend, es gibt ein Personenregister, in dem die historischen Persönlichkeiten kenntlich gemacht wurden, und ein Nachwort, in dem die Autorin auf den Thesenanschlag und den bereits erwähnten historischen Todesfall eingeht.

Auch wenn mich der Roman nicht ganz überzeugen konnte, habe ich ihn gerne gelesen, so dass ich eine Leseempfehlung vergebe sowie gute 4 Sterne.