Gloria und eine ägyptische Affäre

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Dryas, 2016, Titel: 'Gloria und eine ägyptische Affäre', Originalausgabe

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Karin Speck
Lady Gloria ermittelt?

Buch-Rezension von Karin Speck Mär 2016

Lady Gloria Wingfield hatte ihrer Großtante nichts entgegenzusetzen, als diese darauf besteht, eine Reise nach Ägypten zu unternehmen. Gloria wäre lieber daheimgeblieben, aber dann fügt sie sich dem Willen der Tante und sie machen sich auf die Reise. Lord Lyndon reist ebenfalls nach Alexandria, er ist wenig begeistert, dass die Damen sich ihm anschließen, aber als Gentleman kann er auch nicht ablehnen. Kaum in Alexandria angekommen, überschlagen sich die Ereignisse und es geschieht ein Mord.

Krimi oder doch nur Gesellschaftsroman?

Dies ist bereits der zweite Band, der aus dem Leben der Lady Gloria erzählt, wenn man wollte, könnte man die Bücher aber auch einzeln lesen. Kleine Rückblicke geben Einblicke in das Leben der Lady. Der hier geschilderte Kriminalfall in sich ist aber abgeschlossen.

Ein bisschen wirkt die Geschichte allerdings schon, als ob die Autorin sich nicht so recht entscheiden konnte, ob sie einen Krimi oder doch lieber aus dem Leben einer Lady im 19. Jahrhundert schreiben wollte. Auf dem Buchrücken steht zwar: "Gloria sieht sich gezwungen, ihrem Landsmann beizustehen und eigene Ermittlungen anzustellen", aber viel zu merken ist davon nicht. Richtige Ermittlungen stellt sie nicht an, sie macht sich eher Gedanken darüber, ob es schicklich ist, was sie gerade tut. Lord Lyndon dagegen versucht den Mord an seinem Freund aufzuklären. Dass sein Freund ermordet wurde, steht bereits auf dem Buchrücken, was sehr schade ist, nimmt dieser Satz doch einiges an Spannung aus dem Buch. Eigentlich weiß man dadurch schon die ganze Geschichte. Er selbst gerät unter Mordverdacht. Erst als er dann auch noch verschwunden ist, macht sich Gloria auf die Suche. Diese Szenen sind zwar auf der einen Seite spannend, auf der anderen Seite aber auch wieder merkwürdig, weil Gloria einfach nicht wie eine selbstbewusste Frau auftritt. Auch wenn ihre Dialoge mit der Tante oder eben mit Lord Lyndon dies doch eigentlich vermuten lassen, wirkt sie, wenn sie handeln soll, doch eher zurückhaltend.

Eine Frau mit Vergangenheit und einer langsam wachsenden neuen Liebe

Die Beziehung zwischen Lord Lyndon und Gloria entwickelt sich auch nur ganz langsam, was wohl eher damit zusammenhängt, dass es noch weitere Geschichten mit Gloria geben wird. So hält die Autorin zu mindestens die Spannung, was diese beiden Protagonisten angeht, vermeintlich hoch. Ein wenig ermüdend ist es dann aber doch zu lesen, zumal Gloria eine Frau mit Vergangenheit ist. Es wird öfter darauf hingewiesen, dass sie verheiratet ist und ihr Ehemann als vermisst, wenn nicht sogar Tod galt. Auch hatte sie wohl einen Geliebten, der verstorben ist. Also wohl eine spannende Vergangenheit, die nicht so recht mit dem Bild der braven Nichte aus gehobenen Kreisen zusammenpassen mag.

Gut eingefangen hat die Autorin allerdings die viktorianische Zeit. Sie beschreibt sie nachvollziehbar und ihre Ausführungen der Landschaft und Umgebung Londons, sowie auch später in Ägypten, sind unterhaltsam zu lesen. Ein kleines Personenregister zum Schluss gibt noch einen Überblick über die Protagonisten.

Eine nette Geschichte, die angenehm unterhält

Gloria und eine ägyptische Affäre ist eine nette Geschichte mit kleinen Krimielementen und einer entspannten Liebesgeschichte Ende des 19. Jahrhunderts. Nichts großartiges, aber eben nett für laue Sommerstunden. 

Gloria und eine ägyptische Affäre

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Letzte Kommentare:
17.08.2016 15:45:50
tassieteufel

Eigentlich ist Lady Gloria Wingfield zu sehr mit ihren eigenen Belangen beschäftigt, doch dem energischen Reisewunsch ihrer Tante Josephine kann sie sich nicht entziehen. Diese möchten den kalten Wintertemperaturen entfliehen. Nach einem Besuch Lord Lyndons, der geschäftlich zu einem Freund nach Alexandria reisen will, drängt sie Tante Jo dem überrumpelten Lord förmlich auf und einige Wochen später befinden sich die Damen in seiner Begleitung auf dem Dampfer nach Ägypten. Doch der Aufenthalt gestaltet sich ganz anders als geplant. Zuerst wird der Sekretär von Lord Lyndons Freund Julian Casterton ermordet, kurze Zeit später fällt Casterton selbst einem Anschlag zum Opfer und Lord Lydon gerät unter Mordverdacht. Als er spurlos verschwindet, kann Gloria gar nicht anders, als im zu Hilfe zu eilen.

Der zweite Teil dieser viktorianischen Krimireihe setzt ein paar Monate nach den Ereignissen in Verona an. Der arme Lord Lydon bekommt die Damen mehr oder weniger auf's Auge gedrückt, da er sich Tante Jo's Drängen kaum widersetzen kann und so sind die 3 bald wieder unfreiwillige Reisegefährten. Der Autorin ist es wieder wundervoll gelungen, die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts einzufangen und die Schauplätze sowohl auf der Überfahrt mit dem Schiff, als auch in Ägypten wunderbar einzufangen, so dass man hier nicht nur einen kurzweiligen Krimi, sondern auch eine stimmungsvolle Reisebeschreibung zu lesen bekommt, die mit viel Flair und Lokalkolorit aufwartet und Sitten und Gebräuche bildhaft wieder gibt.
Das Verhältnis zwischen Gloria und Lord Lyndon wird weiter vertieft und ausgebaut, hier darf man gespannt sein, wie es in der angekündigten Fortsetzung weiter geht! Doch nicht nur ihre Hauptcharaktere hat die Autorin detailliert gestaltet, neben Gloria, Lord Lydon und Tante Jo wird die Geschichte diesmal von einer Vielzahl interessanter Nebencharaktere bevölkert und hier zeigt sich, dass eine Stärke der Autorin wohl starke Frauencharaktere sind, denn vor allem die resolute und beherzte Witwe Mrs. Mornington als auch die schillernde Geschäftsfrau Mrd. Said sind gelungene Figuren, die der Geschichte noch die richtige Würze verleihen.
Der Krimifall nimmt mit der Ankunft in Ägypten schnell an Fahrt auf und hat mir vom Spannungsbogen her noch besser als der Vorgänger gefallen. Ein versierter Krimileser kann zwar schon ahnen, wer hinter dem Mord steckt, aber die Autorin legt viele Fährten und gibt diverse Motive, so dass man hier gut mitraten kann. Der gelungene Showdown am Ende läßt die Spannung noch einmal ansteigen und entschädigt dann auch dafür, dass sich meine Vermutung den Mörder betreffend bestätigt hat.
Insgesamt eine kurzweilige und unterhaltsame Krimilektüre, die noch einiges Potenzial für Folgeteile hat und der Baker Street Reihe alle Ehre macht! Hierbei sollte man auch das wunderschöne Cover erwähnen, dass perfekt zu Geschichte und zur Baker Street Reihe des Dryas Verlages paßt!

FaziT: eine spannende und unterhaltsame Fortsetzung, die mir noch einen Tick besser als der Vorgänger gefallen hat. Die Charaktere haben durchaus Potenzial für eine oder mehrere Fortsetzungen, auf die man durchaus gespannt sein darf. Wer Romane über die viktorianische Zeit und eher unblutige Krimis zum Miträtseln mag, der kommt hier voll auf seine Kosten.