Die Gunst der Königin

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Gmeiner, 2016, Titel: 'Die Gunst der Königin', Originalausgabe

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Karin Speck
Opium - die Droge des 19. Jahrhunderts

Buch-Rezension von Karin Speck Mär 2016

2012: Oliver Thielsen ist inzwischen ganz nach Lippstadt gezogen. Er hat das Haus seiner Vorfahren renoviert und einen Teil an eine Apotheke vermietet. Beim jährlichen Altstadtlauf wird er dann Zeuge, wie ein Läufer tot umfällt. Zudem stellt er fest, dass mit seinem Apotheker etwas nicht stimmt. Dieser Doktor Lange fühlt nachts Kapseln mit weißem Pulver ab. Die Neugier des Journalisten ist geweckt.

1804: In Lippstadt sucht ein Apotheker nach einem Mittel, um preußische Soldaten schmerzunempfindlicher zumachen. Dieser Apotheker Conasmann hofft dadurch, bei der Königin Luise Anerkennung zu finden. Aber irgendwie läuft es nicht so, wie er sich das vorgestellt hat.

Wenn ein Apotheker mit Opium experimentiert

Die Gunst der Königin schließt zeitlich an den Vorgänger Der Kaufmann von Lippstadt an und erzählt das Leben von Oliver Thielsen in der Gegenwart weiter. Auch wenn es sich hier um einen Folgeband handelt, kann man ihn problemlos einzeln lesen. Hier ist ja ein ganz anderer Schwerpunkt gesetzt und nur Oliver und seine Freundin sind bekannt.

Diesmal liegt der Schwerpunkt bei dem Handwerk der Apotheker und vor allem bei der Herstellung von Drogen. Sehr schön erzählt Fust, wie im 19. Jahrhundert mit Opium experimentiert wurde und welche Folgen es gehabt hatte. Vor allem der Protagonist Conasmann hatte darunter zu leiden. Die Autorin lässt ihren fiktiven Protagonisten Conasmann den historisch belegten Wilhelm Sertürner kennenlernen. Sertürner machte Anfang des 19. Jahrhunderts Experimente mit Opium und wollte herausfinden, wie man es für medizinische Zwecke einsetzen konnte. Glaubhaft stellt Fust eine Verbindung der beiden Männer her und erzählt so ihre Geschichte. Wobei Conasmann dann immer mehr dem Opium verfällt und zunehmend schwieriger wird. Sehr schön wird dargestellt, was Drogen mit dem Körper und dem Geist anstellen.

Vergangenheit und Gegenwart haben denselben Schwerpunkt

Der Gegenwartspart beinhaltet dasselbe Thema. Auch hier werden Drogen hergestellt und erzählt, was passieren könnte, wenn man sie zu sich nimmt. Wobei die Geschichte rund um Oliver nicht ganz so dramatisch und spannend wirkt wie der Handlungsstrang in der Vergangenheit. Eigentlich plätschert sie etwas vor sich hin, obwohl einzelne Krimielemente eingebaut sind, aber irgendwie ist die Geschichte doch vorhersehbar und das Ende dann auch nicht wirklich überraschend. Interessant sind sicherlich die Parallelen, wie damals und heute mit Drogen umgegangen wurde. Für Lippstädter ist bestimmt ebenfalls spannend zu lesen, um welche Apotheken es hier ging und wie weit sie noch bis ins 20. Jahrhundert bestand hatten.

Die beiden Handlungsstränge unterscheiden sich nicht nur dadurch, dass sie in verschiedenen Zeiten spielen, sondern auch vom Erzählstil her. Während der eine modern geschildert wird, ist der andere der Zeit um 1804 gut angepasst und enthält auch Auszüge aus überlieferten Schriften. Direkt unter der jeweiligen Seite sind kleine Fußnoten, sodass der Leser gleich weiß, woher welches Zitat oder welche Information stammt. Dies ist zwar sehr schön, aber es erschwert auch das Lesen.

Ein kurzes Nachwort beendet die Geschichte und auch sonst ist wieder alles vorhanden, was man braucht, um die Wege der Charaktere nachzugehen. Es gibt zwei Karten von Lippstadt, eine aus dem Jahre 1801 und eine von 2012. Ein umfangreiches Quellenverzeichnis ist ebenfalls vorhanden. Wer also mag, kann dort gern nach mehr Literatur über das Apothekenhandwerk suchen, oder sich darüber informieren, was es noch interessantes aus Lippstadt zu lesen gibt.

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