Die Rose der Welt

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Scherz, 2016, Titel: 'Die Rose der Welt', Originalausgabe

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Karin Speck
Studentenunruhen im Jahre 1229

Buch-Rezension von Karin Speck Feb 2016

1229 mitten in Frankreich, hier in Paris ist die neue Universität entstanden und genau hierher zieht es die Freunde Robert und Paul. Während der eine zum Lernen in die Hauptstadt kommt und jegliches Wissen in sich aufsaugt, arbeitet der andere, Paul, als Kopist und verdient sich seinen Lebensunterhalt. Eigentlich hat er seinen Platz im Leben gefunden, er verdient sein eigenes Geld und ist glücklich mit Marie verheiratet. Robert hingegen geht ganz in seinen Studien auf, aber dann geraten beide in die Unruhen der Studenten, ausgelöst durch eine sogenannte Eselsmesse.

Interessanter Prolog zum Einstieg

Peter Prange beginnt seine Geschichte mit einem relativ langen Prolog, der die Protagonisten Robert und Paul vorstellt. Hier bekommt man eine Ahnung davon, wo die beiden Jungen herkamen und was sie antrieb. Beide sind in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und haben schnell begriffen, dass Wissen sehr viel bedeuten kann.

Dann gibt es einen kleinen Zeitsprung von 6 Jahren und der Handlungsort hat nach Paris gewechselt. Hier erlebt der Leser nun, was es heißt, im 13. Jahrhundert Student zu sein. Die Freunde haben unterschiedliche Wege eingeschlagen und begegnen sich nun wieder, aber nicht immer im Guten. Während Paul vermeintlich glücklich verheiratet ist, geht Robert in seinem Leben als Student auf. Aber dann lernt er eben Marie, die Frau von Paul kennen und stellt bald fest, dass ihm im Leben etwas fehlt.

Eigentlich aber erzählt Prange von den Studentenunruhen dieser Zeit. Davon wie es war, zu studieren und was alles dazugehörte. Vor allem die Unruhen, die es in Paris im Jahre 1229 gegeben hat, sind hier Thema. Sehr anschaulich beschreibt Prange, wie es dazu gekommen sein könnte und verstrickt ziemlich glaubhaft seine fiktiven Charaktere mit der Geschichte. Er beleuchtet die Seite der Studenten genauso wie die Seite der Professoren. Durch die verschiedenen Blickwinkel wird die Erzählung sehr interessant.

Eine Dreiecksbeziehung für den besseren Lesefluss

Die Freundschaft der Männer und die Liebe zu einer Frau braucht diese Geschichte für das bessere Verständnis dieser Zeit und wohl auch für den angenehmeren Lesefluss. Ansonsten wäre die historische Geschichte der Universität und ihr Aufbau wohl sehr trocken geworden, so aber bekommt sie ein Gesicht und ist auch besser verständlich.

Auch die Rolle der Frau lässt der Autor nicht außen vor. Marie ist die Tochter eines Apothekers und hat früh gelernt ihrem Vater zu helfen. Das Studieren ist ihr aber verboten und so versucht sie ihren Wissensdurst mithilfe ihres Mannes zu stillen. Dies gelingt leider nicht immer und so wendet sie sich Robert zu. Dieser schenkt ihr ein wenig mehr Aufmerksamkeit und so entsteht hier eine Dreiecksbeziehung. Diese ist aber so schlüssig in die eigentliche Handlung eingebaut, dass sie einfach passt und sich angenehm lesen lässt.

Sehr interessant ist die Art und Weise, wie studiert wurde. Der Autor verschafft dem Leser interessante Einblicke in die Universität und in seine Strukturen. Schnell wird klar, dass nicht nur die Professoren den Lehrplan bestimmten, sondern auch der König und die Kirche.

Hat man sich erst mal an den Erzählstil gewöhnt, lässt einen die Geschichte nicht mehr los. Wobei die Protagonisten nicht immer ihren vorherbestimmten Weg gehen. Sie verändern sich und suchen nach Lösungen für ihre Probleme. Nicht immer klappt das so wie gewünscht, sorgt aber eben auch für die nötige Spannung und zeichnet die einzelnen Charaktere aus.

Gelungene Geschichte rund um die Entstehung der Studentenschaft

Die Gestaltung des Romans ist erneut gut gelungen. Im Innenbereich befindet sich ein Stadtplan von Paris, am Ende gibt es ein ausführliches Nachwort sowie eine Zeittafel und ein Glossar der fremden Begriffe. Das Cover ist passt ebenfalls zur Geschichte. Die Silhouette der Stadt, mehr im Hintergrund, verrät, wo die Handlung spielt und die große Schriftrolle sagt ein bisschen, worum es hier gehen könnte. Die Rose der Welt erzählt anschaulich von dem Aufbau der Universität Sorbonne, von ihren Strukturen, von den Studenten und vor allem auch von den Menschen, die die Macht im Lande hatten und damit auch den Lehrplan kontrollierten. 

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