Aelia, die Kämpferin

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • , 2016, Titel: 'Aelia, die Kämpferin', Originalausgabe

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Karin Speck
Interessante Geschichte zum Ende der Römerzeit

Buch-Rezension von Karin Speck Feb 2016

Aelia wächst in Trier in der Mitte des 5. Jahrhunderts auf. Sie ist Waise und zunächst auf sich allein gestellt. Doch dann wird sie auf den Straßen eingefangen und als Kämpferin ausgebildet. Sie muss Schaukämpfe über sich ergehen lassen. Diese dienen nur dazu, die gelangweilte Oberschicht zu unterhalten. Aber dann gelingt ihr die Flucht, nur um in die Fänge der Regierung zu geraten. Als Spionin wird sie an den Hof des Feindes König Chlodio nach Franken geschickt. Hier lernt sie ihre wahre Bestimmung kennen.

Die Autorin Marion Johanning erzählt die Lebensgeschichte einer jungen Frau. Zunächst beginnt die Geschichte auch spannend. Der erste Teil spielt noch in Trier und erzählt, wie die Ausbildung zur Kämpferin gestaltet wurde, von den Querelen der Frauen untereinander und davon wie schwer das Leben für sie war. Aelia wird zu einer Elitekämpferin aufgebaut und nur durch diese Fähigkeiten gelingt ihr ja auch die Flucht. Aber dann gerät sie in die Hände der Regierung und muss als Spionin die Stadt verlassen. Eigentlich könnte es jetzt spannend weiter gehen, nur gibt es auf ihrem Weg nicht wirklich etwas zu kämpfen. Ihre Fähigkeiten kann sie quasi nicht mehr einsetzten. Irgendwie geht die gesamte Spannung unterwegs verloren und die Handlung plätschert vorhersehbar vor sich hin. Zu allem Überfluss verliebt sich Aelia auch noch in den Feind.

Hier werden einfach zu viele Klischees bedient und verderben ein bisschen den Lesespaß.

Handlungsorte und Zeit werden gut beschrieben

Das historische Umfeld hat Johanning dabei aber sehr gut ausgeleuchtet. Sie beschreibt die Zeit nachvollziehbar. Die Handlungsorte betitelt sie mit der alten Schreibweise, so beginnt die Geschichte eigentlich nicht in Trier, sondern in Treveris. Diese Schreibweise behält sie bei allen Ortsangaben bei, dadurch wird der Leser schon auf die Zeit eingestimmt und es fällt leicht, sich auch auf eben diese Zeit einzulassen. Leider spricht sie von der Bevölkerung nicht so, da sind es dann plötzlich die Franken, wo eigentlich einzelne Stammesvölker genannt werden müssten. Aber vermutlich ist es so einfach verständlicher gewesen.

Das Cover verspricht eine spannende Geschichte

Die Aufmachung des Taschenbuchs ist schon gelungen. Das Cover passt zu der Geschichte, gezeigt wird eine junge Frau mehr im Hintergrund und ein blutiger Dolch. Es lässt auf einen spannenden Roman hoffen. Eine Karte zu Beginn sorgt für den nötigen Überblick über den Weg, den die Protagonistin zurückgelegt hat. Am Ende klärt ein Nachwort Fiktion und Wahrheit. Ein Glossar klärt noch schnell ein paar fremde Begriffe.

Das Versprechen spannender Lesestunden konnte nicht ganz gehalten werden

Der vorliegende Roman verspricht spannende Lesestunden und ein eintauchen in die Zeit des 5. Jahrhunderts, leider konnte dieses Versprechen nicht ganz gehalten werden. Zu vorhersehbar kommt die Geschichte daher, schade, da der Beginn gut war. 

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