Die Insel des verborgenen Feuers

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Krüger, 2014, Titel: 'Rainbows on the Moon', Originalausgabe

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Kathrin Plett
Missionieren zwischen den Kulturen

Buch-Rezension von Kathrin Plett Okt 2015

 Als 1820 Missionare für die Eingeborenen der Inseln Hawaiis gesucht werden, sind Emily und Isaac Stone sofort Feuer und Flamme. Da nur Ehepaare für die Arbeit in Frage kommen, heiraten beide kurzentschlossen, um ihr neues Leben fernab der alten Heimat Neuengland beginnen zu können und um sich voll und ganz der Verbreitung ihres Glaubens zu widmen. Doch schon nach kurzer Zeit wachsen die ersten Zweifel in Emily, der die Liebe in der Ehe und die alte Heimat fehlt. Auch die Missionsarbeit läuft nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Zwar nehmen sie die Eingeboren herzlich auf und sind neugierig und interessiert, doch sind sie nicht davon zu überzeugen, ihren alten Göttern abzuschwören und die westliche Lebensweise auch im Alltag zu übernehmen. Als dann auch noch Schiffskapitän Farrow während einer Missionsreise Isaacs in ihr Leben tritt, fühlt sie sich immer mehr zerrissen, bis es schließlich zur Katastrophe kommt...

Vierzig Jahre später kommt Theresa, Tochter aus wohlsituiertem Hause, auf die Insel. Gegen den Willen ihrer Eltern, die sich eine gute Heirat für sie gewünscht haben, ist sie zum Katholizismus konvertiert, um sich ihren Traumberuf Krankenschwester als Nonne verwirklichen zu können. Auch sie kommt in missionarischer Funktion, lässt sich jedoch in den Bann der hawaiianischen Religion ziehen und freundet sich mit Hohepriesterin Mahina an, von der sie im Bereich der Naturmedizin einiges lernen kann. Mahina gewährt ihr viele Einblicke in die Religion, sodass Theresas immer mehr Verständnis für das Leben der Hawaiianer aufbringt und schließlich sogar an ihrem Entschluss, Nonne zu werden, zu zweifeln beginnt.

Hawaiianische Religion

Barbara Wood erzählt in ihrem Roman einmal mehr die Geschichte einer starken Frau, die sich allen Widerständen zum Trotz dazu entscheidet, ihren Traum zu verwirklichen. Theresa, der der größte Teil des Romans zukommt, beginnt ein ganz neues Leben und geht ihrer Überzeugung nach, auch wenn Familie und Gesellschaft kein Verständnis für ihre Entscheidung aufbringen und ihre Entscheidung erst langsam akzeptieren können. Doch auch wenn Theresa zunächst vollkommen hinter ihrer Entscheidung steht, trifft sie bereits nach kurzer Zeit auf Schwierigkeiten, die es zu meistern gilt. Für Captain Farrows Sohn Robert empfindet sie schnell mehr als einfache Freundschaft, doch wie ist das mit ihrem Gelöbnis ewiger Keuschheit und der göttlichen Ehe vereinbar? Hin- und hergerissen macht Theresa einen Entwicklungsprozess durch, der sie Stück für Stück zu ihren wirklichen Wünschen und Sehnsüchten führt, bis sie sich letztendlich ihrer Berufung im Klaren ist.

Auch andere typische Elemente der Autorin sind im Roman zu finden. Als ehemalige Krankenschwester drehen sich viele ihrer Romane um dieses Berufsfeld. Wie schon in Herzflimmern oder Die Schicksalsgabe ergreift eine junge Frau diese Tätigkeit, um voll und ganz in ihrem Beruf aufzugehen. In einfachen und gut lesbaren Sätzen schreibt Wood ihre fast 500 Seiten umfassende Geschichte aus der dritten Person, wobei sie ihren Lesern auch Einblicke in die Gedanken und Gefühlswelt ihrer Protagonistin gibt, sodass es nicht schwer fällt, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren und in die Handlung einzutauchen.

Ein typischer Wood-Roman

Auch wenn sich der Roman gut lesen lässt, bleibt er über lange Strecken doch relativ farblos. Es kommt oft das Gefühl auf, dass Vieles schon aus früheren Romanen Woods bekannt ist und nun noch einmal in anderer Weise oder aus einer leicht veränderten Perspektive präsentiert wird. Einige Passagen wirken recht vorhersehbar, da häufig doch sehr deutliche Andeutungen, beispielsweise zur Liebe zwischen Emily und Captain Farrow oder Theresa und seinem Sohn Robert, gemacht werden.

Dennoch ist die Geschichte, die hinter dem Roman steckt, nämlich der tragische Verlauf der Missionarsarbeit und die Besiedlung Hawaiis durch westliche und nordamerikanische Zuwanderer, sehr interessant und gut recherchiert.

Alles in allem ein durchschnittlicher Roman, der langjährige Barbara Wood-Leser sicher begeistern kann.

Die Insel des verborgenen Feuers

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