Das Haus der geheimen Versprechen

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Droemer-Knaur, 2015, Titel: 'Evergreen Falls', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Zwei Welten prallen aufeinander

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Aug 2015

Leichtfertig setzt die junge, unbekümmerte Violet ihre Anstellung als Serviererin aufs Spiel und wird prompt entlassen. Um ihre Mutter nicht zu enttäuschen, die aufgrund ihrer Arthritis kaum mehr arbeitsfähig ist, erfindet Violet eine Anstellung in einem mondänen Luxushotel in den Bergen von Evergreen Falls. Als ihr bewusst wird, dass sie so schnell wie möglich wieder Arbeit braucht, bittet Violet ihren Verehrer Clive um Hilfe, der in eben jenem Hotel als Zimmermann arbeitet. Es ist das Jahr 1926 und für junge Frauen ist es schwierig, ohne Empfehlung unterzukommen. Clive, von Violet fasziniert, setzt sich ein und schon bald kann die junge Frau im Evergreen Spa anfangen. Dort trifft sie auf den charmanten Sam, einen jungen Mann aus wohlhabendem Haus, der sich dem Opiumrauchen hingibt. Seine Schwester Flora versucht alles, Sam aus den Fängen der Drogen zu retten, ohne ihrem strengen Vater die ganze Wahrheit sagen zu müssen. Der Aufenthalt im Evergreen Spa soll helfen, Sam auf den richtigen Weg zurück zu bringen. Als das Hotel durch ungewöhnlich starke Schneefälle von der Außenwelt abgeschnitten wird, kommt es zu einem Drama. Violet muss sich beweisen und letztlich um ihr Überleben kämpfen.

Viele Jahre später, 2014, kommt Lauren nach Evergreen Falls. Sie will hier die Spur ihres früh verstorbenen Bruders finden und sich von einer überfürsorglichen Mutter lösen. Mit 30 Jahren macht sie erste Gehversuche in einem selbstbestimmten Leben. Lauren stöbert im Westflügel des alten Hotels Evergreen Spa, das lange unbewohnt war und jetzt renoviert werden soll. Sie stößt auf einen Pack mit intensiven Liebesbriefen und beginnt zu recherchieren, um wen es sich bei den beiden Liebenden handelt. Bald stößt sie auf die Spur von Violet. Nach und nach deckt sie das ganze Drama auf.

Zwei Zeitebenen

Kimberley Wilkins knüpft an ihre bisherigen Romane an und präsentiert erneut eine Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt. Allerdings gibt sie dieses Mal der Vergangenheit bedeutend mehr Gewicht als der Gegenwart. Der wirklich starke Teil des Romans ist denn auch jene Erzählung, bei der es um Violet und Sam geht. Die Autorin nimmt die gesellschaftlichen Gepflogenheiten der goldenen 20er Jahre auf und zeigt eindrücklich, wie groß die Unterschiede zwischen den Reichen und den Armen war. Obwohl sich Flora und Violet im Verlaufe der Geschichte sehr nahe kommen, bleibt der Klassenunterschied als trennendes Element bestehen. Doch ist es nicht so, dass es Flora nur gut ginge. Ihr Vater hat längst entschieden, dass seine Tochter den Sohn eines Freundes heiraten soll. Flora hat sich zwar in ihr Schicksal ergeben, merkt aber, dass sie Toni nicht genügend liebt. Besonders seine Verbindungen zu dubiosen Figuren machen der rechtschaffenen Flora zu schaffen. Diese Konstellation wird von der Autorin hervorragend aufgezeigt. Auch die Hoffnungslosigkeit der Liebe zwischen der Bediensteten und dem Sohn aus reichem Hause.

Geglückte Figurenzeichnung

Es sind die Figuren aus dem Erzählstrang von 1926, die den Roman lebendig machen. Hier hat Kimberley Wilkins eine glückliche Hand bewiesen und ein wunderbares Zusammenspiel verschiedener Charaktere arrangiert. Farblos bleibt hingegen Lauren, die eher wie ein Teenager denn wie eine Frau von 30 Jahren wirkt. Da mag auch die Erklärung, von ihrer Mutter bisher von der Welt abgeschirmt worden zu sein, nicht überzeugen. Lauren wirkt in vielem leicht tollpatschig und dümmlich und man mag es ihr nicht ganz abnehmen, dass sie in der Lage ist, das Geheimnis der Briefe wirklich zu entschlüsseln. Leider bringt auch der junge Architekt Thomas nicht viel mehr Farbe in die Gegenwart. Diesen Teil kann man getrost vergessen und sich ganz dem Geschehen aus dem Jahr 1926 zuwenden, das sehr lebendig und spannend aufgebaut ist.

Verkehrte Welt

Für viele Leserinnen und Leser aus Europa ist es ungewohnt, von den Schneestürmen im Juli zu lesen. Aber diese verkehrte Welt bringt zusätzliche Facetten in die Geschichte und macht den Roman zu einem exotischen Leseerlebnis. Die ganz großen Gefühle, die hier geschildert werden, lassen vor dem geistigen Auge ein farbenprächtiges Spektakel ablaufen und vermögen es, die Leser über weite Strecken zu fesseln. Auch wenn vielleicht etwas Tiefe fehlt, so ist doch für gute Unterhaltung gesorgt.

Das Haus der geheimen Versprechen

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