Die Königsdame

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • , 2007, Titel: 'Die Königsdame', Originalausgabe

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Vanessa Brinker
Ein Meisterwerk<br> unter den historischen Romanen

Buch-Rezension von Vanessa Brinker Jan 2007

August der Starke hat viele Probleme, sowohl in politischer Hinsicht als auch im privaten Umfeld. Constantia von Cosel, seine Maitresse en titre, lässt sich immer öfter zu Eifersuchtsszenen hinreißen und macht dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch ihn, den Kurfürsten, lächerlich. Jedermann weiß, dass der Cosel seine ganze Zuneigung gehört, aber es liegt nicht in seiner Art, sich an eine Frau zu binden. Zu sehr lockt ihn das Abenteuer und zu groß ist die Auswahl an hübschen Mädchen und Frauen am Hof.

Die Königsdame

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Letzte Kommentare:
23.01.2018 17:49:30
inch

Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
Sehr authentisch wird erzählt, wie es Fathma nach dem anfänglichen Kulturschock gelingt, ihr Schicksal anzunehmen, ohne sich dabei aufzugeben.
Abgesehen von der persönlichen Geschichte der türkischen Mätresse, gibt das Buch einen schillernden Einblick in das barocke Dresden und die Person Augusts des Starken.

09.04.2012 16:37:20
ulrike förster

Ich bin Dresdnerin und sehr interessiert an der Geschichte meiner Heimatstadt. Schon während dem Lesen des Buches war ich öfters sehr entäuscht, was für Unwahrheiten hier beschrieben wurden. Wenn ein Buch als Historischer Roman bezeichnet wird, sollte er sich auch an die Historie halten. Frau Weigand hat ein spannendes Buch geschrieben, keine Frage, aber sich kaum an die Geschichte gehalten. Frau Sabine Ebert hat mit Ihrer Romanreihe "Die Hebamme" gezeigt, wie man durch sehr gutes historisches Wissen und erfundenen Figuren Romane schreibt, die einfach Klasse haben. Frau Weigand sollte die Finger von solchen Büchern lassen, wenn sie nicht in der Lage ist, ordentlich zu recherchieren.

22.12.2011 20:17:25
klaus stoetzer

Bin sehr enttäuscht gerade im internet erfahren zu haben,
dass dieder Roman ; die Königsdame ; von S. Weigand
historisch sehr verfälscht wurde.
Wie kann man die Epoche der Gräfin Cosel mit der Reichsgräfin von Teschen verwechseln. schade ,
Woltte noch mehr Bücher von S. Weigand lesen nun nicht mehr.
Wenn man schon historisch lesen möchte dann wünscht man sich
wahre Geschichte, und nicht dazu frei erfundenes.

31.05.2011 13:41:59
P. Krasa

Mir hat an diesem Buch sehr gefallen, dass man viel über diese Zeit erfahren hat, die Lebensumstände, die Mode, die Perücken, die Schminkerei usw.
Im Nachwort fand ich interessant zu lesen, was der Wirklichkeit entsprochen hat und was dazu erfunden wurde, damit das Buch auch eine Spannung hat.
Habe schon "Die silberne Burg" gelesen und freue mich schon auf die nächsten Bücher von Sabeine Weigand.
Ein Buch ist eben ein Buch und dass alles der Realität entspricht, muss ja nicht sein, denn ansonsten könnte man ja auch im Internet die Biografie jedes einzelnen nachlesen.

15.02.2011 13:54:32
Bücherwurm

Ich fand das Buch "Die Königsdame" recht spannend, es fesselte mich bis zum Schluss.
Allerdings- wie hier schon andere geschrieben haben - stimmen diverse historische Fakten einfach nicht. Das wäre doch zu vermeiden gewesen, ohne daß die Dramaturgie des Romans ins Wanken geraten wäre?
Ganz gravierender Fehler, der nun wirklich jedem - auch histoisch eher unwissenden - auffallen muß: Der Perückenmacher der Cosel hat angeblich ein Diplom in einer von "der berühmten Pompadour" gegründeten Schule gemacht. Hahah, die Pompadour ist 1721 geboren! Mehr muss ich wohl nicht sagen . . .
Auch die Beschreibung der weiblichen Kleider scheint mir nicht ganz zu stimmen. Den unförmigen weiten Reifrock gab es erst Mitte des 18. Jahrhunderts, um 1700 wurde noch dieses wurstförmige Kissen um die Hüften geschnallt, über dem dann die Röcke angeordnet wurden.
Na ja, wäre ja alles gar nicht schlimm, wenn der Verlag nicht damit werben täte, dass Frau Weigand "Historikerin" ist.
Da sollte man doch dann mehr historische Korrektheit erwarten dürfen.

21.01.2010 13:51:31
grit0707

Wer aus historischen Büchern auch historische Geschichte lernen möchte, ist hier nicht ganz richtig. Etliche historische Tatsachen sind verkehrt und die Jahresangaben stimmen auch nicht mit historischen Daten überein.
Also Roman hat mir das Buch aber trotz allem viel Spaß gemacht und ich fand die Geschichte gut geschrieben. Es stellt die politische Situation, die Intriegen und Kabale am Hof, und das Leben während des Krieges in dieser Zeit gut dar...

02.06.2009 09:51:21
MariaAmalia

MEHR FIKTION DENN HISTORIE

Dresden gehört neben Wien zu meinen absoluten Lieblingsstädten und das Barock ist meine Lieblingsepoche, seit ich vor Jahren angefangen habe, mich für Geschichte zu interessieren. Deshalb habe ich mich auf das neue Buch von Sabine Weigand ganz besonders gefreut und wieder auf einen wie gewohnt sehr gut recherchierten historischen Roman gehofft. In diesem Buch widmet sich die Autorin zum einen einer der schillernsten Persönlichkeiten des deutschen Barock – dem sinnenfrohen und kunstsinnigen Kurfürsten Friedrich August von Sachsen (besser bekannt als August der Starke) und zum anderen einer seiner Mätressen, der Osmanin Fatimah, über die heute leider nur sehr wenig bekannt ist. Die Autorin webt eine phantasievolle und sprachlich wirklich schön erzählte Geschichte um Fatimah und ihr Leben am sächsischen Hof. Aber eben dieses „phantasievoll“ ist bei diesem Roman ein großes Problem. Nachdem man von Fatimah heute nicht mehr viel weiß, wundert es mich doch sehr, daß die Autorin die wenigen historisch belegten biographischen Daten von Fatimah dann auch noch ziemlich verfälscht. Sicherlich kann man der Autorin zugestehen, die eine oder andere historische Tatsache dem Gesamtkonzept der Geschichte angepaßt zu haben, aber hier gibt es für meinen Geschmack viel zu viele Anachronismen. Einen Teil stellt die Autorin zwar im Nachwort richtig, aber leider nur einen Teil.

Fatimah kam mitnichten als Geschenk an den sächsischen Hof. Sie wurde 1686 nach der Niederschlagung der Türken bei Ofen als Beute in die Obhut des schwedischen Freiherrn Alexander Erskine gegeben, der Fatimah anschließend der zu dieser Zeit in Schweden lebenden Gräfin Maria Aurora von Königsmarck, einer Schwester seines Waffenbruders Philipp von Königsmarck, als Sklavin zum Geschenk machte. Fatimah wurde dann aber mehr als Ziehtochter der Gräfin denn als Sklavin behandelt.

Fatimah wurde auch nicht am Sächsischen Hof getauft, sondern bereits im November 1686 in Stockholm. Taufpate war unter anderem sogar der schwedische Kronprinz, der spätere König Karl XII. August der Starke war zu dieser Zeit noch sächsischer Prinz und kein Kurfürst.

Fatimah kam ca. 1694 im Gefolge der Gräfin Maria Aurora von Königsmarck nach Dresden, als diese sich wegen des Verschwindens ihres Bruders Phillip von Königsmarck an den gerade zum Kurfürsten erhobenen August den Starken wandte und kurz darauf die erste Mätresse des Kurfürsten wurde. August der Starke wurde erst durch Maria Aurora auf Fatimah aufmerksam.

Friedrich August, der Sohn von Fatimah und dem Kurfürsten, wurde bereits 1702 geboren, die gemeinsame Tochter 1706, wobei letztere nicht wie im Roman Maria Aurora, sondern Maria Anna Katharina hieß.

Die Gräfin Cosel gab es zu dieser Zeit am sächsischen Hof überhaupt noch nicht.

Anna Constantia von Brockdorff, die spätere Gräfin Cosel, heiratete erst im Sommer 1703 den Freiherrn von Hoym und kam erst nach ihrer Eheschließung nach Dresden. Offizielle Geliebte des Kurfürsten wurde die Cosel erst 1705 und löste damit Ursula Katharina Reichsfürstin von Teschen (die Nachfolgerin Maria Auroras) als Maitresse en titre ab.

Vermeidet die Autorin bei der Figur August des Starken weitestgehend längst überholte Klischees, ist ihr Griff in die Klischeekiste in Bezug auf die Gräfin Cosel besonders tief. Wer die Gräfin Cosel heute noch auf eine jähzornige, eifersüchtige Intrigantin reduziert, hat seine Hausaufgaben in Geschichte nicht gemacht oder die falschen Quellen zu Rate gezogen. Die Cosel war von allen Mätressen Augusts des Starken die einzige, die neben Schönheit auch Intelligenz, Ehrgeiz und politische Weitsicht besaß. Sie war energisch, sehr gebildet und äußerst einflußreich. Daß Augusts Streben nach der polnischen Königskrone Sachsen das Genick brechen und in den Ruin treiben würde, hat sie vorausgesagt und sie sollte Recht behalten. Den Einfluß dieser Frau konnte man nur ausschalten, indem man sie wegsperrte.

Dieser Roman von Frau Weigand ist der bisher schwächste und als historisch würde ich ihn nur bedingt einstufen, denn hier überwiegt eindeutig die Fiktion, der die Historie untergeordnet und angepaßt wird. Empfehlen kann man dieses Buch ohne weiteres all denen, die gern Liebesgeschichten vor historischer Kulisse lesen, nichts gegen einen etwas detaillierter beschriebenen historischen Hintergrund haben und keinen so großen Wert auf historische Korrektheit legen.

Von mir gibt es für dieses Buch nicht zuletzt dank der wirklich schönen Sprache noch 69 Grad.

Frau Weigand als Autorin ist für mich nach diesem Buch leider uninteressant geworden.

05.12.2008 09:30:39
Erika

Mir hat dieses Buch sehr gefallen. Ich finde das barocke Dresden ist hier sehr lebendig geworden - man fühlt sich wirklich in die Zeit von August dem Starken zurückversetzt.
Man darf halt nicht vergessen, dass es sich um einen historischen Roman handelt, da sind auch ein paar Freiheiten gestattet. Der Roman ist aber - wie auch die anderen Bücher der Autorin - sehr gewissenhaft recherchiert.
Vielen Dank für dieses wunderbare Buch!

09.11.2008 18:57:58
Keera

Die Geschichte, die Sabine Weigand erzählt, stellt uns August den Starken; König Karl von Schweden; Augusts Geliebte, die Gräfin Cosel und die Türkin Fatmah und viele andere zum Teil historische Personen vor.
August der Starke ist ein Genussmensch, ein Sammler von schönen Dingen und Frauen, der seine beträchtliche Macht ohne viel Skrupel und mit der selbstverständlichen Überzeugung, dass es sein Recht ist, einsetzt, um seine Wünsche zu erfüllen. Seinen Gegenpart bildet der ebenso mächtige und ebenso egoistische König Karl von Schweden, dessen Interessen aber Krieg und Landgewinn sind, und der Genuss und schöne Dinge zutiefst verachtet. Sehr gegensätzliche Charaktere bilden auch die beiden Geliebten von August. Während die Gräfin Cosel aktiv und sehr entschlossen alles tut, um Einfluss und Macht zu bekommen und zu erhalten, ist Fatmah eher passiv und sucht für sich eine Nische, in der sie ihre Integrität und Individualität einigermaßen bewahren kann. Der Leser beobachtet beide bei ihrem Drahtseilakt, mit dem sie versuchen, nicht von Augusts Interessen und von seiner Persönlichkeit erdrückt zu werden.
Interessante(nicht historische) Personen sind auch der polnische Graf Worowski, ein junger Idealist, der darum kämpfen muss, von den Mächtigen seiner Zeit nicht korrumpiert zu werden und der französische Gesandte de Villeroy, der zunächst mit Abgeklärtheit und Distanz die Spielchen am Hofe von Dresden kommentiert, dann aber mehr und mehr persönlich betroffen ist und sein Leben mit einem Akt der Menschlichkeit beendet.
Der Roman bietet alles, was eine spannende Geschichte ausmacht: Liebe, Kampf und Intrigen, gegensätzliche Charaktere und einen interessanten geschichtlichen Hintergrund. Es war mein erstes Buch von Sabine Weigand und ich kann nicht beurteilen, ob die Vorgänger besser waren, ich fand dieses völlig o.k.
Ob die Historie korrekt recherchiert war, kann ich nicht beurteilen, für mich als geschichtlich interessierte, aber weder über die Epoche noch über das historische Dresden oder Polen sehr gut informierte Leserin, war es völlig o.k. Wenn die wesentlichen Fakten, die im Buch eine Rolle spielen (Mode, Bauwerke, Kriege, Rechte der Menschen, wichtige Personen) in Ordnung sind, dann reicht mir das völlig.

04.11.2008 19:37:37
Aschenputel

Ich habe alle Romane von Sabine Weigand gelesen. Aber in diesem Roman habe ich das gewisse etwas, welches die anderen zwei Romane charakterisiert, nicht finden können.
Erst in den letzten 100 Seiten bin ich wirklich in das Buch hineingekommen- aber dann war es zu Ende. Der Ende ist meiner Meinung nach auch nicht "das Sabine Weigand Ende". Nicht einmal im Buch habe ich gehofft, dass sich alles zum "guten" (für die Hauptfigur) wenden soll. Fatima ist mir unnahbar geblieben und ich kann mich Besti und Maria Amalia nur anschließen- das Mittelalter liegt der Autorin mehr.

29.10.2008 11:37:05
strandfloh

Nach anfänglichen Anfangsschwierigkeiten hat mich das Buch mit jeder weiteren Seite immer mehr in seinen Bann gezogen. Gewöhungsbedürftig aber alsdann sehr interessant und abwechslungsreich fand ich, dass das Buch aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten geschrieben ist und auch das Lesen des Altdeutschen fand ich sehr unterhaltsam. So spannend und unterhaltsam dargestellte Geschichte macht einfach nur Spaß!

21.05.2008 09:45:15
Maria Amalia

Frau Weigands Ausflug in die sächsische Barockzeit ist nicht ganz gelungen und für mich reicht dieses Buch nicht an Frau Weigands Vorgängerromane heran. Am auffälligsten war, daß Frau Weigand in diesem Roman viel mehr „historische Korrekturen“ vorgenommen hat als sie dies in ihren Vorgängerromanen getan hat. Das hat meinen Lesespaß schon ziemlich eingeschränkt.

Überhaupt nicht verzeihen kann ich ihr allerdings die unangebracht klischeehafte Darstellung der Cosel, vor allem wenn man bedenkt, daß die Cosel im Gegensatz zu Augusts sonstigen Mätressen nicht nur schön, sondern auch sehr klug und weitsichtig war. Die Cosel war viel zu facettenreich und interessant als daß man sie auf die alternde Intrigantin reduziert, wie es Frau Weigand hier gemacht hat. Außerdem kam die Cosel erst nach Fatima an den sächsischen Hof und nicht umgekehrt. Frau Weigand hat hier eindeutig die Cosel mit der Reichsfürstin von Teschen, der Vorgängerin der Cosel, verwechselt.

Mit der Figur der Fatima konnte ich mich auch nicht anfreunden, die blieb in meinen Augen ziemlich farblos.

Ich hoffe, daß Frau Weigands nächster Roman qualitativ an die ersten beiden Romane anknüpft. Dieser ist ja wieder im mittelalterlichen Franken angesiedelt und da scheint sich Frau Weigand auch weitaus besser auszukennen.

18.12.2007 13:23:33
Betsi

Interessante Lektüre, wenngleich das Buch in meinen Augen nicht ganz mit dem Schmelz der beiden Vorgänger-Romane mithalten konnte. Weiß nicht weshalb, aber die kleine Osmanin blieb mir dann doch ziemlich fremd, und abgesehen von dem köstliche erzählten französischen Botschafter, der mich mit seiner Hypochondrie schwer an meinen Onkel Sven erinnert hat, fiel es mir auch nicht so leicht, mit den Figuren warm zu werden.
Ich glaube, Mittelalter liegt der Autorin mehr!

16.12.2007 11:40:45
olympia

Wunderbar! Kenne auch die beiden anderen Bücher von der Autorin und es ist eines besser als das andere!
Gut recherchiert, die Geschichte und unterschiedlichen Charaktäre der Mätressen (Königsdamen) von August dem Starken sind einfühlsam und vor allem nachvollziehbar dargestellt. Obwohl die Autorin dem Leser auch Einblicke in viele andere Figuren und auch den geschichtsträchtigen Ereignissen dieser Zeit gewährt, so lässt dies jedoch nie Verwirrung aufkommen. Man kann sich in die Figuren hineinversetzen und die bildhaft gezeichnete Mode und Architektur des Hoch-Barocks erlaubt dem Leser, den Roman wie einen Film aufzunehmen.

Einzig wirklich unterschiedlich zu den beiden anderen Büchern der Autorin ist jedoch der Schluss...........

Absolut empfehlenswertes Buch für Leser, die nicht nur das Leben einer Figur nachvollziehen möchten, sondern sich auch für Geschichte der Zeit interessieren. Lesen!!

18.05.2007 14:47:49
Maxine

Alle drei Bücher von Sabine Weigand haben mir außerordentlich gut gefallen. Denn:
-- sie beschäftigen sich mit Frauenschicksalen
-- sie geben sehr gut einen Einblick in die damaligen Lebensumstände
-- sie sind sehr gut recherchiert
und natürlich: sie sind gut geschrieben!
Unter den historischen Romanen gehören sie meiner Meinung nach zu dem Besten, was es gibt.

27.04.2007 00:45:54
Regina

Ich kenne alle Romane von Sabine Weigand - die "Königsdame" hat mir am besten gefallen und meinen Urlaub sehr angenehm gemacht! Sie schafft es, einem historische Tatsachen samt den Buch- Figuren nahe zu bringen ohne einen mit Details zu "erschlagen" wie manch anderer Autor das so gerne betreibt. August der Starke, Herrscher von Sachsen, wird als Frauenliebhaber und Sammler von Kunstschätzen beschrieben (das heutige "grüne Gewölbe"!); gleichzeitig versucht er Polen zu kontrollieren und gegen das kriegerische Schweden anzugehen. Seine persönliche Hauptmätresse, die Gräfin Cosel, erleidet dank seiner Macht ein hartes Schicksal (49 Jahre Haft). Fatima, die Heldin des Romans, hat einen sehr treu ergebenen Helfer, der mir persönlich beim Lesen am meisten Freude bereitete: der Abgesandte des französischen Hofes. Alleine seine Schilderungen sind es wert, das Buch zu lesen. Empfehlenswert. Ideale Wochenend- oder Urlaubslektüre.