Die Frauen der Rosenvilla

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Heyne, 2015, Titel: 'Die Frauen der Rosenvilla', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Bittersüsse Zeitreise

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Mär 2015

Für Anna Kepler läuft es gerade gut: Sie eröffnet ihr zweites Schokoladengeschäft in Dresden und hat eben die Villa ihres Großvaters zurück gekauft. Den Garten will sie wieder so gestalten, wie er einst war: Als ein Rosenparadies. Bei den Pflanzarbeiten stößt sie auf eine geheimnisvolle Schatulle. Darin findet Anna eine ganze Reihe von Notizen, die ihr die Geschichte einer jungen Frau näher bringen, die einst in der Rosenvilla gelebt haben muss. Anna ist fasziniert, auch wenn die Notizen von Leuten erzählen, die sie nicht zuordnen kann. Anna fühlt sich zu der geheimnisvollen Emma hingezogen und beginnt, nach der Geschichte der Menschen zu forschen, die vor hundert Jahren in der Rosenvilla gelebt haben müssen. Dabei stößt sie auf Geheimnisse, die von der Familie sorgsam gehütet wurden. Durch die Recherchen von Anna wird auch die jeweilige Geschichte von Emma, Helene und Charlotte aufgezeigt, die alle eine tiefe Verbindung zur Rosenvilla haben. Die verschiedenen Schicksale weisen mehr Gemeinsamkeiten auf, als zunächst sichtbar ist. Anna muss erkennen, dass die Geschichte der Rosenvilla auch auf ihr eigenes Leben Einfluss hat.

Viele Zeitsprünge

Es ist faszinierend, welches feine Muster die Autorin Teresa Simon mit den verschiedenen Schicksalen webt. Allerdings nutzt sie dazu das Mittel der Zeitsprünge. Das alleine wäre kein Problem, doch setzt sie diese Zeitsprünge etwas zu oft und abrupt ein mal ist das Jahr 2013 Schauplatz, dann 1892, 1900, 1913, 1923, 1938&  Damit ist es nicht immer ganz einfach, sich in den neuen Erzählteil einzufinden, zumal der alte nicht abgeschlossen ist und man meist nicht ganz bereit ist, davon schon loszulassen. Dennoch es täte der Geschichte gut, die so plötzlichen Wendungen etwas sanfter einzubinden. Besonders, da die verschiedenen Zeitsprünge in einer nicht immer ganz nachvollziehbaren zeitlichen Abfolge geschehen.

Die Welt der Schokolade

Dass die Autorin sich intensiv mit der Geschichte der Schokolade auseinander gesetzt hat, wird an verschiedener Stelle deutlich. Ihre Schilderungen vermögen die Geschmacksnerven zu kitzeln und wecken die Lust darauf, ein Stück Schokolade im Munde zergehen zu lassen. Ebenso so sinnlich beschreibt Teresa Simon die Welt der Rosen. Die Kombination der beiden Sinneseindrücke macht den Roman zu etwas Besonderem, das auch neben der eigentlichen Geschichte durchaus lesenswert ist. Sehr gut aufgefangen hat Teresa Simon die verschiedenen wirtschaftlichen Hochs und Tiefs, die der Schokoladenmanufaktur immer wieder zugesetzt haben. Ohne sich dessen richtig bewusst zu werden, erfahren die Leserinnen und Leser, wie es in den jeweiligen Epochen sei es nun das spätere 19. Jahrhundert, die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg oder der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zu und her ging, mit welchen Problemen sich die Menschen gerade beschäftigten und welche Schwierigkeiten den Fabrikanten entgegen schlugen.

Nicht ganz ausgereift

So vielfältig die Rosenvilla-Geschichte ist, es hapert schließlich an einigen kleinen Details, dass der Roman es nicht ganz ins Spitzenfeld schafft. So wird der Zufall etwas gar strapaziert, damit die Geschichte aufgeht. Das ist sehr bedauerlich, denn so spannend die einzelnen Schicksale sind, so feinfühlig die Erzählungen daher kommen, so überdehnt wirkt der Plot, wenn der Zufall mal wieder Regie führt. Auf jeden Fall aber hat Teresa Simon viel Potenzial und weiß durchaus, wie man eine komplexe Geschichte erzählen kann, ohne dass man das Publikum langweilt. Sie kann auch viel Atmosphäre schaffen und einen wundervollen Einblick in die Welt der Schokolade geben. Wer bei diesem Roman niemals in Versuchung kommt, ein Stück Schokolade in den Mund zu schieben, mag entweder keine Schokolade oder hat sich der sinnlichen Verlockung ganz verschlossen.

Die Frauen der Rosenvilla

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Letzte Kommentare:
11.06.2017 16:17:38
Bettina Hertz

Die Frauen der Rosenvilla
Autor: Teresa Simon
Anna Kepler, mit einem außergewöhnlichen Geschmackssinn begnadigt, kreiert die wunderbarsten Schokovariationen in Form von Pralinen, Schokoladen und Desserts. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie in ihrer geliebten Heimatstadt Dresden ihre zweite Chocolaterie eröffnet. Ihre zweite Leidenschaft ist die Familienvilla am Elbufer, das Erbe ihres Großvaters. Mit viel Mühe und reichlich Kosten, aber auch Herzblut, renovierte sie diese zu einer kleinen neuen Perle. Als letztes gilt es nun den legendären Rosengarten zu gestalten. Dabei stößt sie auf eine alte Schatulle mit umfangreichen Tagebucheinträgen. Dabei kommt ein erschütterndes Familiengeheimnis ans Tageslicht, das bis in die heutige Zeit seine Auswirkungen hat. Anna muss erkennen, dass ihr geliebter Großvater ganz andere Seiten hatte und sie versucht diese zu begreifen. Ihre Eltern halten sich sehr bedeckt und am Ende steht sie vor einer großen persönlichen Entscheidung…..
Dieser Roman aus der Feder von Teresa Simon hat mich von Anfang an gepackt. Es wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Einmal aus der Perspektive von Anna Kepler in der Gegenwart und dann aus der Perspektive der jeweiligen Bewohnerinnen der Rosenvilla in der Vergangenheit Ende des 19. Jahrhunderts bis in den zweiten Weltkrieg hinein. Ich finde diese Erzählweise sehr gelungen und hatte diesbezüglich auch keine Schwierigkeiten den Faden zu verlieren. Im Gegenteil, Teresa Simon lässt die Bewohner der Rosenvilla zum Leben erwachen und man erhält aus dessen Sicht einen Einblick in die großen geschichtlichen Ereignisse Deutschlands. Erster Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, Naziregiem, zweite Weltkrieg, Judenverfolgung, Überlebenskampf. Und mittendrin zwei Familien, einmal die gut situierten Schokoladenfabrikanten Klüger/Bornstein und die Konditorfamilie Kepler. Anna Kepler sucht das Bindeglied dieser beiden Familien, das letzte Puzzleteil. Und dabei lässt uns Teresa Simon natürlich fast bis zum Ende des Buches schmoren, so dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. So erging es mir jedenfalls. Durch ihren wunderbaren flüssigen und bildhaften Schreibstil ist es ein leichtes, die Seiten nur so fliegen zu lassen. Man bekommt herrliche Landschaftseinblicke von Dresden und Umland und da ich Dresden ganz gut kenne, hatte ich zeitweise das Gefühl am Ort des Geschehens daneben zu stehen. Zusätzlich bekommt man noch einen grandiosen Einblick in der Zubereitung köstlicher Pralinen und Schokolade. Den Griff zur Schokolade beim Lesen des Buches ist fast ein Muss, man kommt einfach nicht drumrum.
Die Frauen der Rosenvilla ist ein toller Familienroman über das bewegende Schicksal dreier Frauen, die in ihrer Zeit um ihr Glück kämpfen. Ich kann es absolut weiterempfehlen und vergebe super gerne fünf Sterne.

21.07.2015 14:12:13
Ana S.

Ich liebe diesen Roman, und wer Denken mag, wird sich prima hier aufgehoben fühlen - ein bisschen Rätseln und Knobeln eingeschlossen. Habe ihn hier in der 6. Auflage vorliegen und finde nichts von den erwähnten Fehlern meiner Vorrezensentin. Und was den gescholtenen Zufall betifft: Schokosüchtige finden sich immer und überall - auch im schönen Meißen! Außerdem ist ein Roman immer mehr als abgebildete Realität, und so hab ich mich bei den "Frauen der Rosenbvilla" Prima aufgehoben gefühlt ...

21.07.2015 14:11:33
Ana S.

Ich liebe diesen Roman, und wer Denken mag, wird sich prima hier aufgehoben fühlen - ein bisschen Rätseln und Knobeln eingeschlossen. Habe ihn hier in der 6. Auflage vorliegen und finde nichts von den erwähnten Fehlern meiner Vorrezensentin. Und was den gescholtenen Zufall betifft: Schokosüchtige finden sich immer und überall - auch im schönen Meißen! Außerdem ist ein Roman immer mehr als abgebildete Realität, und so hab ich mich bei den "Frauen der Rosenbvilla" Prima aufgehoben gefühlt ...

20.07.2015 19:21:44
Caillean79

Trotz einer schön geschriebenen Geschichte empfand ich den Roman als ziemlich verwirrend. Da hier in loser Abfolge Fragmente der Story um die "Frauen der Rosenvilla" enthüllt werden, spannt sich der Bogen von ca. 1890 bis zum zweiten Weltkrieg und rankt sich um drei verschiedene Frauen (Mathilde, Emma und Charlotte). Nicht zu vergessen Anna, die in der heutigen Zeit die Geschichte ihrer Familie recherchiert und dabei auf diese Fragmente in Form alter Tagebuchauszüge stößt. Die Sprünge zwischen diesen Teilen der Geschichte verlangen einem doch recht viel Konzentration ab.

Außerdem fand ich einige Zufälle zu konstruiert. Als Ortskundige weiß ich, wie (un-)wahrscheinlich es ist, in einem Café in Meißen einen Amerikaner zu treffen. Egal - sei's drum. Aber dass dieser Mann dann ebenfalls in der Schokoladen-Branche ist UND es auch noch genau der Mann ist, der ebenfalls etwas mit der Rosenvilla in Dresden-Blasewitz zu tun hat, erscheint mir doch ziemlich weit hergeholt. Hätte sie ihn auf einer Fachmesse oder so getroffen - alles kein Problem. Aber dieser riesige Zufall macht die Story für mich einfach ein Stück weit unglaubwürdig.

Ich muss ja sagen, es hat mich unheimlich gefreut, als ich hörte, dass dieser Roman in Dresden spielt. Ich wohne selbst in Dresden, meine Familie väterlicherseits stammt aus dieser wunderschönen Stadt, in der ich mich jetzt pudelwohl und auch zuhause fühle. Aber genau aus diesem Grund ärgert es mich daher umso mehr, wenn ich dann solche "Patzer" lesen muss wie in diesem Buch. Da wird die Fetscherstraße plötzlich zur Fetzerstraße und Anna fährt im ersten Satz nach Meißen und im übernächsten ist sie auf einmal auf dem Weg nach Weimar. Zudem werden Namen verwechselt (in Dialogen wurde die fragende Person plötzlich zur antwortenden Person). Da hat das Lektorat wohl bissel geschludert... oder hängt das damit zusammen, dass ich die ebook-Version gelesen habe und das vielleicht im gedruckten Werk ausgemerzt war? Jedenfalls, sowas verleidet einem das Lesen ganz schön, denn ich hab immer mal gestockt und mich gefragt, ob ich jetzt was falsch verstanden habe oder es sich wirklich um einen Fehler handelt.

In der Gesamtschau komme ich daher trotz der an sich gut konstruierten Story nicht über 3 Sterne hinaus. Wer sich an "Kleinigkeiten" wie dem Fehlerteufel nicht stört, wen verzwickte Familiengeschichten interessieren und wer ein Herz für Schokolade hat, der ist mit diesem Roman sicherlich trotzdem gut bedient.

04.06.2015 20:46:36
Laura R. Bauer

Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, die verschiedenen Zeitebenen zusammenzuführen - aber bald führt dieses Buch in die spannende Familiengeschichte, vor allem die Situationen der Frauen, die die Villa in Dresden bewohnten. Bald konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sehr gern mag den Blick auf die Geschichte der Stadt Dresden und vor allem die zahlreichen sinnlichen Ausflüge in der Welt der Schokolade, der Rosen und - der Liebe. Ein schöner Ausflug in eine andere Welt!

29.05.2015 08:12:20
Orange

Anna ist die Erbin einer Schokoladendynastie und betreibt in Dresden erfolgreich zwei Läden. Von ihren Großvater hat sie den absoluten Geschmackssinn und die Familienvilla, genannt die Rosenvilla, geerbt. Bei der Neugestaltung der Gartenanlage stößt sie auf eine alte Schatulle, in der sich alte Erinnerungsstücke und Tagebuchblätter befinden. Zusammen mit ihrer Freundin Hanka versucht sie, diese in die richtige Reihenfolge zu bringen und hinter das Schicksal der Frauen der Rosenvilla zu kommen und damit auch ihre eigene Familiengeschichte zu ergründen.
Auf wunderbare Weise verknüpft die Autorin die Handlungsstränge um Helene, Emma und Charlotte mit dem von Anna. Dabei geht Teresa Simon jedoch nicht chronologisch vor, sondern mixt die Geschichten. Dadurch fand ich die Zuordnung manchmal etwas verwirrend, denn die ganzen Zusammenhänge erschließen sich erst am Schluss.
Das mehrfach die Orte Meißen und Weimar verwechselt wurden, lässt einen zwar stolpern, unterbricht den Lesefluss aber nicht. Einem Lektorat hätte dies aber auffallen müssen.
Mit viel Liebe schildert die Autorin die aufwendige Herstellung von Pralinen und einige Rezepte dazu sowie ein Rezept für die Herstellung von Eierlikör finden sich im Anhang des Buches.
„Die Frauen der Rosenvilla“ ist ein wunderbar leicht zu lesender Roman, der Lust auf Dresden, auf Schokolade und auf neue Rosen im Garten macht.

09.04.2015 13:28:35
liselotte

Anna, die Protagonistin des Romans, hat in der Dresdener Neustadt ihre zweite Chocolaterie eröffnet. Von ihrem Opa Kurt hat sie nicht nur ihr Faible für Schokolade sondern auch die „Rosenvilla“ geerbt. Diese hat sie in marodem Zustand erhalten und nun renoviert. Nun soll auch der Rosengarten wieder seine alte Blüte erreichen. Mit der Hilfe des Landschaftsgärtners Jan, der eine Schwäche für die Protagonistin hat, will Anna den Garten neu anlegen. Dabei stößt sie auf eine alte Schatulle, die im Garten begraben war. Die Seiten, die sie enthält, bergen ein entsetzliches Familiengeheimnis, das Annas Leben aus den Fugen geraten lässt…
Teresa Simon ist hier ein wunderbarer Roman gelungen, den ich meinem Freundeskreis nicht vorenthalten wollte und schon auf die Reise geschickt habe. „Die Frauen der Rosenvilla“ gehört zu meinen absoluten Lieblingsromanen im Bücherregal – ich kann ihn nur weiterempfehlen. Viel Spaß beim Lesen!

04.04.2015 16:31:03
mascha

Vorneweg: Ich liebe Familiengeheimnisse. In Büchern wohlgemerkt. Hier konnte ich genau in so ein Familiengeheimnis eintauchen. Anna Kepler ist eine moderne junge Frau, selbstständig und erfolgreich. Beruflich hat sie es schon weit gebracht, gerade hat sie ihren zweiten Schokolandenladen „Schokolust“ eröffnet und er läuft auch sehr gut an. Hier müssen aber alle Leser „gewarnt“ werden: Beim Lesen bekommt man ständig Lust auf Schokolade und aufs naschen. Aber auch aufs Blumen pflanzen bzw. Gartenarbeit könnte man wieder Lust bekommen und das gleicht dann den Kalorienüberfluss wieder aus. Denn Anna hat die Villa ihres Großvaters geerbt und renoviert diese liebevoll. Besonders der Garten hat es ihr aber angetan und sie versucht ihn in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzten. So werden viele alte Rosensorten gesetzt die der Villa ihren Namen gegeben haben. Dabei stößt sie auf alte Briefe, die sie mit Hilfe ihrer Freundin ordnet und dabei eben diesem Familiengeheimnis auf die Spur kommt. Die Briefe wurden von den früheren Bewohnerinnen der Rosenvilla geschrieben und sind Zeugnis über eine Zeit von 1892 bis nach dem 2. Weltkrieg.
Teresa Simon hat hier Zeitgeschichte aus der Sicht von 4 Frauen aufleben lassen, die alle etwas gemeinsam haben, das Leben in Dresden in der Rosenvilla. Jede Frau für sich hatte ein besonderes Schicksal das heute noch Auswirkungen auf Anna im Jahr 2013 hat. Alle Frauen haben einen starken Charakter und sind von der Autorin liebevoll und stimmig gezeichnet. Durch die Tagebucheinträge bzw. die Briefe hat man das Gefühl allen Frauen sehr nahe zu sein und man leidet und lebt mit ihnen.
Das Buch hat eine Leichtigkeit und trotzdem eine Spannung die mich absolut abschalten und ganz in die Geschichte eintauchen ließ. Während des Lesens konnte ich die Villa, den Garten und Dresden (obwohl ich nur einmal bisher da war) direkt vor mit sehen. Aber auch kleine Details haben mir hier sehr gut gefallen z.B. Annas Freundin Hanka und ihr kleiner Buchladen mitsamt ihrem Kater Libro, die Rezepte für die Monatspralinen, das Lesezeichen mit dem besonderen Rezept für das Elbfeuer etc, Auch die Aufmachung des Buches ist sehr gut gelungen und sehr passend zum Titel.
Alles in allem ist es der Autorin gelungen einen unterhaltsamen Roman mit viel Zeitgeschichte und vielen Gefühlen zu schreiben. Nebenbei gibt es auch eine Liebesgeschichte, die aber nicht überlagernd ist, sondern eher ein Nebenprodukt der Geschichte

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

Wir schauen auf einen Zeitpunkte unserer Weltgeschichte und nennen Euch passende historische Romane.

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