Gloria und die Liebenden von Verona

  • Dryas
  • Erschienen: Januar 2015
  • Dryas, 2015, Titel: 'Gloria und die Liebenden von Verona', Originalausgabe
Gloria und die Liebenden von Verona
Gloria und die Liebenden von Verona
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Karin Speck
62

Histo-Couch Rezension vonMär 2015

Auftakt einer viktorianischen Krimireihe

Gloria, eine junge Engländerin mit Vergangenheit, begibt sich auf eine Erholungsreise nach Italien. Ihr eigentliches Ziel ist Verona. Kurz vor der Stadt allerdings trifft sie auf eine junge Frau, diese ist völlig aufgelöst und bittet um Hilfe. So erfährt Gloria, dass hier ein Duell stattgefunden hat. Ein Mann ist tot und der Zweite flüchtig. Allerdings erfährt sie auch, dass hier etwas nicht stimmt. Sie beschließt der Italienerin zu helfen und nach dem verschwundenen Mann zu suchen. Dabei bekommt sie unerwartet Hilfe von einem englischen Gentleman. Alexander Lyndon ist zufällig auf derselben Strecke unterwegs und wenig begeistert davon, dass sich hier eine Frau in ein Duell einmischen will. Auf Gloria wirkt Alexander gleich wenig sympathisch, sie ist aber trotzdem froh Hilfe zu bekommen.

Eine Frau ermittelt

Dieser Krimi, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts spielt, erzählt von einer Frau, die dabei ist, sich selbst zu finden. Gloria hat schon einiges hinter sich und will sich einfach nur erholen, als sie förmlich in diesen Fall hinein stolpert. Da es hier Parallelen zu ihrem eigenen Leben gibt, beschließt sie zu helfen. Dabei kommt Gloria aber auch schnell an ihre Grenzen. Es war eben nicht üblich für eine Frau, Fragen zu einem Duell oder Ähnlichem zu stellen.

Nette Unterhaltung in viktorianischer Zeit

Marlene Klaus nimmt ihre Leser mit ins viktorianische Zeitalter und schildert ein wenig, wie es in dieser Zeit gewesen sein könnte. Sie gibt Einblicke in die Etikette und zeigt, wie schwierig es war, wenn man sich eben nicht an diese hielt. Diese Szenen sind ihr auch gut gelungen und fügen sich wunderbar in die Krimihandlung ein. Allerdings sind sie dabei nicht unbedingt spannend zu nennen. Zum Teil wiederholen sie sich auch, je nachdem, wer gerade befragt wird. Es wird dabei immer wieder erwähnt, was eben nicht schicklich ist für eine Frau.

Gloria wird zwar als eine Frau geschildert, die weiß was sie will und sich nicht von einem Weg abbringen lässt, den sie einmal eingeschlagen hat, aber das war es dann auch schon. So richtig kann sie sich eben nicht durchsetzen, auch wenn sie versucht, hier den Fall zu lösen. Deutlich wird, wie schwer es für eine Frau war, in einem fremden Land, wichtige Details zu erfahren. Gloria stößt schnell an ihre Grenzen und braucht Hilfe. Diese Hilfe kommt in Form des englischen Gentleman Lyndon daher. Leider sind sich die beiden Protagonisten von Anfang an nicht sympathisch und werden auch nicht müde, dies ständig zu betonen. Durch diese ständigen Wiederholungen wird es dann etwas anstrengend weiterzulesen.

Von Anfang an scheint aber auch klar zu sein, dass die beiden irgendwann zueinander finden werden. So verwundert es vermutlich niemanden, dass am Ende des Romans Gloria die Gedanken kommen, dass Alexander so unsympathisch gar nicht sei. Die Beziehung, die sich hier anzubahnen scheint, ist dann auch vorhersehbar und nicht neu. Der Krimi selbst ist lockere Unterhaltung, der Spannungsbogen nicht allzu intensiv und der Fall dann auch schnell gelöst.   

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