Die Fährmannstochter

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Weltbild, 2014, Titel: 'Die Fährmannstochter', Originalausgabe

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Karin Speck
Gelungener Start einer weiteren Reihe

Buch-Rezension von Karin Speck Feb 2015

Mülheim nahe Köln 1420, hier lebt Myntha gemeinsam mit ihrer Familie. Ihr Vater ist der Fährmann und kann seiner Familie ein beschauliches Leben bieten. Bei einem Spaziergang findet Myntha eine kranke Pilgerin, sie nimmt sie mit in ihr Haus, sorgt für sie und pflegt sie gesund. Mit der Ruhe ist es dann aber auch vorbei, denn es bricht ein Feuer im Kloster aus, die Pilgerin wird verdächtigt, und als das Feuer aus ist, wird eine Leiche gefunden. Ungefähr zu gleicher Zeit bekommt Myntha auch noch einen neuen Nachbarn. Ein geheimnisvoller Mann hat sich in einer Kate in ihrer Nachbarschaft einquartiert. Zu allem Überfluss hält sich der Fremde einen Schwarm Kolkraben. Was hat dieser Mann vor? Wo kommt er her? Und was will er hier? Hat er womöglich was mit dem Brand zu tun oder plant er andere unlautere Dinge? Und was hat es damit auf sich, dass ständig über Weihrauch gestritten wird, der nicht von guter Qualität sein soll?

Neue Protagonisten und alte Bekannte

Andrea Schacht hat hier wieder eine Reihe gestartet, die im 15. Jahrhundert in und um Köln spielt. Die Fährmannstochter ist eigentlich der 1. Band dieser neuen Reihe. Betrachtet man es allerdings genauer, könnte man auch sagen, es wäre Band 11 einer langen Reihe, denn die Protagonisten sind entweder miteinander verwandt, oder sie kennen sich zu mindestens aus den Vorgängerbänden. So wird es den Lesern der letzten Reihe dann auch nicht verwundern, hier alte Bekannte wieder zu treffen. Bei so einer langen Reihe gibt es dann natürlich auch Abschiede und so ist es auch hier. Gleich zu Beginn müssen lieb gewordene Protagonisten gehen. Dafür kommen dann aber auch neue hinzu, wie eben Myntha, die Fährmannstochter oder Frederic Bowmann und seine Raben und natürlich noch einige mehr. Allerdings kann man hier auch ohne Vorwissen in diese neue Reihe starten, da ja eine völlig neue Geschichte beginnt.

Ein Erzählstil, der zum Schmunzeln einlädt

Der Erzählstil der Autorin ist wie gewohnt leicht und locker zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Die Geschichte lebt aber auch von ihren Dialogen. Es macht vor allem Spaß, den Gesprächen zu lauschen. Ganz besonders die zwischen Myntha und Bowmann sorgen dafür, dass man immer wieder schmunzeln kann. Schacht schafft es immer wieder, Heiterkeit in ihre historischen Romane einfließen zu lassen und den Leser so mitzunehmen in eine ferne Zeit, hier eben in die Zeit von 1420, wobei ihr Erzählstil schon der Epoche angepasst ist.

Geheimnisse, die sich erst nach und nach klären

Die Geschichte selbst ist in mehrere Handlungsstränge unterteilt, so dass der Leser mal bei diesem Protagonisten ist und mal bei jenem. Dem Leser entgeht eben nichts. Unterschiedliche Geheimnisse bauen sich hier auf und werden dann nach und nach gelüftet. Allen voran muss natürlich der Tod der Mutter Oberin geklärt werden und wie könnte es anders sein, wird Myntha mit hineingezogen. Sie versucht ihr Bestes, um zur Klärung beizutragen, nicht ohne Missverständnisse. Dann ist da die geheimnisvolle Pilgerin, auch sie verbirgt etwas und nicht zuletzt begegnet man Frederic und seinen Raben. Einige dieser Geheimnisse werden so nach und nach geklärt und erzählt, aber vieles bleibt auch im Dunkeln und wird wohl erst mit den nächsten Bänden Klärung finden. Bei diesem historischen Roman handelt es sich um eine Mischung aus einem historischen Roman, der von dem Leben um 1420 erzählt und einem Krimi, der zum Miträtseln einlädt und einiges an Spannung zu bieten hat. Der Kriminalfall als solches wird zwar gelöst, aber einige sehr lose Fäden sorgen dafür, dass man, erst einmal am Ende angelangt, sich schon fragt, wie es wohl weitergeht.

Erster Band, der Lust auf mehr macht

Statt einem Nachwort gibt es hier ein Vorwort, welches erklärt, wo Weihrauch herkommt und wozu er verwendet wurde. Das ist interessant zu lesen. Ein Personenregister gibt es hier ebenfalls, hier werden kurz die neuen Protagonisten vorgestellt. Die Fährmannstochter ist ein gelungener Auftakt um Myntha und Frederic. Auch bei dieser Reihe wird es wohl insgesamt fünf Bände geben, in denen Myntha und Frederic ihren Weg gehen werden. Man darf gespannt sein was für Abenteuer sie erleben werden und welche Höhen und Tiefen sie zu überwinden haben und wo sie am Ende landen werden. In jedem Fall macht es Spaß, diese Bücher zu lesen.

Die Fährmannstochter

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