Hengist und Horsa

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Acabus, 2015, Titel: 'Hengist und Horsa', Originalausgabe

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Annette Gloser
Von Sachsen und Britanniern

Buch-Rezension von Annette Gloser Feb 2015

Man schreibt das Jahr 441 nach Christi Geburt. Die Römer haben Britannien verlassen, der Antoniuswall weit oben im Norden ist nur noch eine Ruine. Und auch der Hadrianswall bietet den Britanniern keinen Schutz mehr vor den Überfällen der Picten, Scoten und Iren. Regelmäßig fallen sie in das Land ein, rauben, morden und plündern. An den südlichen Küsten tauchen oft auch Sachsen auf, hungrig nach Beute. Viele Könige in kleinen Königreichen regieren Britannien und im Jahr 441 kennt der ehrgeizige Vortigern nur ein Ziel: Er will Hochkönig von Britannien werden! Um alle anderen Könige gebührend zu beeindrucken, verbündet sich Vortigern mit den Sachsen. Der sprachkundige Ceretic wird in das Land der Sachsen entsandt um dort Söldner anzuwerben.

Nur zu gern folgen ihm die berühmten Helden Hengist und Horsa, rüsten Schiffe aus und werben Männer an. Viel Silber und Gold hat ihnen Vortigern dafür versprochen. Mutig stellen sie sich den Pikten entgegen und schützen Britannien vor den Überfällen. Nicht überall sind die Sachsen gern gesehen, aber Vortigern überhäuft seine neuen Truppen mit Ehren. Er ahnt nicht, dass die Flut, die er ins Land gelassen hat, nicht mehr aufzuhalten ist.

Ein Blick in eine dunkle Zeit

Hengist und Horsa erzählt, wie die Sachsen nach Britannien kamen. Der Roman spielt in einer Zeit, über die es nur wenige Aufzeichnungen gibt, so dass der Autor nicht nur umfangreich recherchieren, sondern wohl auch eine gehörige Portion Phantasie aufbringen musste. Herausgekommen ist dabei eine spannende Geschichte, deren Ausgang in groben Zügen sicher vorhersehbar ist, in den Einzelheiten jedoch überraschend sein kann. Zwar trägt der Roman den Namen der beiden Sachsenführer, Hauptprotagonisten sind jedoch der junge Sachse Ordulf, der britannische Sänger Ceretic, Hengists Tochter Rowena und die junge Álainn. Außer ihnen bevölkern viele andere interessante Gestalten die Seiten des Romans, aber die größte Tiefe bei der Gestaltung der Charaktere wird bei den vier Genannten erreicht. Hier sind vielseitige, stimmige Protagonisten entstanden, die man gern ein Stück auf ihrem Weg begleitet.

Schade, dass Hochkönig Vortigern und sein Sohn Vortimer dagegen eher blass wirken. So fällt es mitunter schwer, Vortigerns Handlungen nachzuvollziehen. Auch manche Konflikte scheinen recht einfach gestrickt, beispielsweise Vortimers Intrigen gegen die Sachsen. Dennoch ist der Roman spannend und informativ. Es gibt die eine oder andere Länge, aber vielleicht werden diese Stellen nur für jene Leser wirklich etwas zu lang, die nicht so auf Schlachtengetümmel stehen.

Spannend erzählt

Man spürt beim Lesen sehr deutlich, dass Sven Kantelhardt viele der Orte selbst aufgesucht hat, an denen sein Roman spielt. Dies kommt dem Roman mit viel Authentizität und Lokalkolorit zugute. Hier wird mit viel Detailfreude erzählt und man bekommt eine gute Vorstellung davon, wie das Leben der Sachsen, der Pikten und der Britannier abgelaufen sein könnte. Insbesondere das harte Leben der sächsischen Bauern in Dithmarschen wird eindrucksvoll geschildert.

Nicht immer wird chronologisch erzählt und die Perspektive des Erzählers wechselt in den einzelnen Abschnitten. Für den Leser ist das jedoch kein Problem, denn jeder Abschnitt ist mit einer Zeitangabe und dem Namen des Protagonisten versehen, aus dessen Perspektive die Handlung nun betrachtet wird. Diese Art der Erzählung macht den Roman zusätzlich spannend und erweitert den Blickwinkel des Lesers. Ein wenig zu kurz kommt vielleicht der religiöse Konflikt zwischen den christlichen Britanniern und den mehrheitlich an heidnische Götter glaubenden Sachsen.

Ein empfehlenswerter Roman

Hengist und Horsa ist ein Roman, den man gerne liest und gerne weiter empfiehlt.  Der Acabus Verlag hat sich für eine eher düstere, aber dem Thema sehr angemessene Covergestaltung entschieden. Keine schlechte Einstimmung auf den Inhalt des Buches. Drei Karten auf den ersten Seiten helfen dem Leser, sich zu orientieren. Ein Wörterbuch und ein Personenverzeichnis sind ebenfalls angenehme Leseunterstützer. Die historischen Anmerkungen des Autors am Ende des Buches sind sehr lesenswert und geben Aufschluß über Phantasie und Wirklichkeit in diesem Roman.

Sven R. Kantelhardt ist hier ein toller Roman gelungen. Der Untertitel lautet: Die Britannien-Saga. Das lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

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