Schwarzmaler

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Gmeiner, 2015, Titel: 'Schwarzmaler', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Karlsruhe Ende 1945

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Feb 2015

Auf dem Gelände einer Molkereizentrale in der Karlsruher Oststadt will Albert Semmelmann mit einigen Bekannten einmal mehr Kohlen klauen. Doch als er sich vor dem Wachpersonal in einem Holzverschlag verstecken möchte, findet er dort einen Toten, woraufhin der Unterstand prompt einbricht und Semmelmann verhaftet wird. Captain John C. Edwards und seine Scouts sollen den ominösen Fall untersuchen, denn bei dem Opfer, dass mit einem Küchenmesser erstochen wurde, handelt es sich um den Ettlinger Stadtrat Schüssele, der offenbar einigen krummen Geschäften nachging und auch vor kleineren und größeren Erpressungen seiner Geschäftspartner nicht Halt machte.

Schon bald gibt es einen Verdächtigen, den Hotelier Engel, der ein Geschäftspartner von Schüssele war. Für Lieutenant Colonel Armstead von der Militärpolizei ist der Fall gelöst, Edwards solle sich fortan um andere Dinge kümmern, doch Engels Mitarbeiter beharren auf der Unschuld ihres Chefs. Derweil sorgt ein abgestürzter französischer Doppeldecker für Irritationen und auch in Edwards Team gibt es Schwierigkeiten. First Sergeant Joey Vickers fällt es zunehmend schwer, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren, da seine Verlobte entführt wurde, ohne dass sich der Entführer wieder gemeldet hat. Und als wäre dies nicht schon Ärger genug, geraten in Edwards Team zwei neue Mitarbeiter heftig aneinander. 

Der dritte Teil der Captain-Edwards-Serie setzt diese gelungen fort

Es ist nach Versteckerles und Tschoklet bereits der dritte Fall für Captain Edwards und seine Scouts und möglicherweise auch der letzte. Dabei hat er in diesem Fall gleich zwei neue Mitarbeiter am Hals, die ihm zunächst Schwierigkeiten machen. Da ist der ebenso forsch wie unverschämt auftretende Pietro Farina, ein Italiener, der die Arbeit nicht erfunden hat und der von Hawaii stammende Sammy Kahale Veelapinat, der mit der Sprache so seine Probleme hat, da er die Buchstaben T und Z nicht aussprechen kann. So gibt es reichliche Sprachprobleme, die auch für den Leser zu Beginn nicht ganz einfach sind, aber mit zunehmender Handlung entpuppt sich vor allem Veelapinat als Verstärkung für die Scouts, während Farina ausschließlich Probleme bereitet.

Harald Pflug versteht es einmal mehr, die Situation nach Kriegsende gekonnt einzufangen. In Karlsruhe und Umgebung sind die Menschen vom Krieg gezeichnet, haben Probleme mit der Versorgung, viele Kinder sind verwaist und auch die Infrastruktur ist weitgehend zerstört, zahlreiche Gebäude liegen in Trümmern. Während die Militärpolizei darüber nachdenkt, große Teile ihrer Panzerbrigade zurück nach Washington DC zu verlagern, sollen von Mannheim aus 30.000 Tonnen Kohle nach Karlsruhe gebracht werden. Den Transport sollen die Scouts sichern und nebenbei noch den Mord an Schüssele aufklären. Die Notlage der Menschen und die Arbeit von Militärpolizei und Scouts, das sind die Stärken von Schwarzmaler, der aber auch als Krimi durchaus lesenswert ist, allerdings ist der Krimiplot eher Mittel zum Zweck.

Wer sich für Zeitgeschichte interessiert, wer wissen will, wie es unmittelbar nach Kriegsende in Deutschland aussah (jedenfalls in Karlsruhe), der darf hier gerne zugreifen. Außerdem erhalten die Mitarbeiter von Captain Edwards deutlich mehr Raum, denn Vickers, Farina und Veelapinat stehen im Fokus des Geschehens. Edwards selbst bleibt dagegen arg farblos.

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