Walliser Totentanz

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • , 2011, Titel: 'Walliser Totentanz', Originalausgabe

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Karin Speck
Spannende Geschichte über den Canton Wallis in der Schweiz

Buch-Rezension von Karin Speck Jan 2015

Eigentlich soll hier die Geschichte der Kräuterfrau Magdalena Capelani erzählt werden. Sie lebte um 1500 in dem Canton Wallis in der Schweiz. Dies geschieht auch, aber eben nicht gleich zu Beginn, sondern erst einige Seiten später. Eigentlich ist es sogar so, dass die ersten 200 Seiten sehr schwer zu lesen sind und auch nicht immer besonders spannend. Hier werden die politischen Ereignisse erzählt. Von den Verstrickungen der Kirche, die überall ihre Finger mit dabei hatte, gegen die weltliche Macht. Auf diesen ersten Seiten wird hauptsächlich von dem harten Schicksal des Priesters Johann Zussen erzählt. Er hat besonders unter der Willkür der Kirche und ihren Machthabern zu leiden. Diesen Teil hat Werner Ryser sehr ausführlich erzählt. Erst sehr viel später erschließen sich die Zusammenhänge.

Hat man aber erst einmal diese schwierigen Seiten bezwungen, wird man mit einer faszinierenden Geschichte belohnt. Jetzt beginnt nämlich der Kampf der Kräuterfrau, um ihr Überleben und um das Überleben ihrer Familie. Magdalena ist nämlich nicht nur eine heilkundige Frau, sondern sie kann auch in die Zukunft sehen und wirkt auf die Menschen in ihrem Umfeld immer etwas sonderbar. Der Autor schildert ausführlich das harte Leben als Bauernfamilien, zeigt, wie hart der Kampf für die armen Menschen jeden Tag war. Im Sommer genauso und noch schwerer im Winter. Magdalena geht dabei unbeirrbar ihren Weg. Ihr Leben ist zwar hart und anstrengend, wird aber auch glaubhaft geschildert.

Ein etwas anstrengender Erzählstil

Der Erzählstil ist nicht unbedingt einfach zu lesen, man stolpert einfach immer wieder über die schwierigen Namen der Schweizer. Das ist natürlich nicht verwunderlich, spielt die Handlung doch um die Jahrhundertwende um 1500 eben in der Schweiz im Canton Wallis. Ansonsten ist er aber durchaus der Zeit angepasst und lässt sich angenehm lesen.

Diese Zeit ist erfüllt von Kriegen. Immer wieder müssen gerade die Bauernsöhne raus und als Söldner ihren Herren folgen. Nicht alle haben das Glück und kehren auch zurück. Auch diese Seite wird von Ryser ausführlich beleuchtet. Magdalena fällt die Aufgabe zu, für ihren Bruder dazu sein und ihm beizustehen. Da sie im Dorf nicht sehr beliebt ist, ist das keine leichte Aufgabe. Es kommen dann auch noch Tod und Seuchen dazu, sowie die obligatorische Hexenjagd.

Werner Ryser erzählt seine Geschichte zwar spannend und ausführlich, schreckt aber auch nicht vor grausamen Details zurück. Walliser Totentanz ist nichts für schwache Nerven oder für Happy End-Süchtige. Der Krieg mit seiner ganzen Grausamkeit wird ebenso beschrieben wie das harte und entbehrungsreiche Leben von Magdalena. Gerade sie hat einiges durchzustehen und mitzumachen. Die Zeit im Wallis, in der, dieser Roman spielt, war hart und anstrengend, entbehrungsreich und geprägt von Gefühlskälte. Genauso beschreibt der Autor es hier auch. Aber es ist auch interessant zu lesen, vor allem für Leser, die an der Geschichte der Schweiz interessiert sind. Den historischen Hintergrund hat der Autor gut recherchiert und hier eingebracht. Die Komplexität der schwierigen Verhältnisse zwischen Kirche und Kaiser/König gut dargestellt und erzählt. Der Autor hat seine fiktiven Charaktere wunderbar mit historisch belegten Protagonisten verwoben und seiner Geschichte so die nötige Tiefe gegeben.

Ein Roman, der sich von der Masse abhebt und dadurch überzeugt

In seinem Nachwort erklärt Werner Ryser noch kurz, wo er die Idee zu seiner Geschichte her hatte und was dabei Fiktion und Wahrheit ist. Das ist spannend zu lesen.

Walliser Totentanz ist zwar nichts für schwache Nerven und auch nicht immer einfach zu lesen, hebt sich dafür aber deutlich von der Masse der historischen Romane ab und belohnt den Leser mit einer authentischen und ehrlichen Geschichte. 

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