Der schwarze Witwer

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Jaron, 2012, Titel: 'Der schwarze Witwer', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Teil 4 der Katzmann-Reihe mit Stärken und Schwächen

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Nov 2014

Sachsen, Kirnitzschtal, 1924: Bei einem Jagdausflug stolpert Dr. Robert Florschütz über seine geöffneten Schnürsenkel, woraufhin sich ein Schuss aus seinem neuen Gewehr löst. Seine Frau Gisela sinkt, tödlich getroffen, zu Boden. Ein bedauerliches Unglück, so scheint es, doch als Konrad Katzmann, der Dresdenreporter der linken  Leipziger Volkszeitung, erfährt, dass bereits zwei ehemalige Gattinnen von Florschütz unter seltsamen Umständen verstarben, ist seine Neugierde geweckt.

 

"Ich weiß nicht, aber das ist nun schon die dritte Frau, die ihm wegstirbt. Alle nach Unfällen und nachdem sie ihm alles vererbt hatten, was zu vererben war. Und das war immer eine ganze Menge ... Ich bin gespannt, wie ihm die vierte abhandenkommen wird. Vielleicht gibt er im Pirnaer Blättchen eine Anzeige auf: Suche für zwei bis drei Jahre vermögende Gattin Unfalltod garantiert."

 

Florschütz, als Sanitätsrat einer der Gewinner der politischen Umbrüche des Landes und zudem Anhänger der konservativen DNVP, scheint tief betroffen. Fragen bleiben offen: Starb seine erste Frau bei einem Sturz vom Balkon ohne fremdes Einwirken? Warum ertrank seine zweite Frau in der Badewanne? Und warum erfährt der Leser bereits auf Seite 13, dass bei dem Jagdausflug zwei Schüsse abgefeuert wurden?

Der Plot bietet einige Wendungen, der Erzählstil ist teilweise dürftig

Fangen wir mit den positiven Punkten des vierten Teils der Katzmann-Reihe an. Einige bekannte Figuren aus den vorherigen Geschichten begegnen uns wieder (wie bei Serien nicht unüblich) und auch Katzmanns Beziehung zu dem weiblichen Geschlecht wird in gewohnter Weise fortgesetzt. Es gibt eine Frau seines Herzens, allein es soll erneut nicht sein. Vielleicht, weil sich die Autorenriege im Vorfeld hier nicht festlegen wollte, da es ja schon einige wiederkehrende Nebenfiguren einzubauen gilt. Netter Einfall übrigens, dass Katzmann im Verlauf seiner Recherchen hier auf Hermann Kappe trifft, der in der Serie "Es geschah in Berlin" (ebenfalls als Kettenroman verschiedener Autoren angelegt) den Kommissar gibt. Das Zusammentreffen ist allerdings weniger verwunderlich, denn Horst Bosetzky schrieb mehrere Romane der Kappe-Reihe.

Horst Bosetzky, laut Autorenbeschreibung im Inneren des Buches ein "Denkmal der deutschen Kriminalliteratur" (ja, auch dort in Anführungszeichen geschrieben), bietet einen interessanten Fall. Alles scheint klar zu sein und obwohl der Fall nach der Hälfte des Romans aufgeklärt ist, kommt es zu einer überraschenden Wendung. Und dann kommt noch ein Kniff und noch ein Dreh. Dies gelingt vortrefflich, so dass man gerne weiterlesen würde. Würde, denn da ist ja noch der Erzählstil des "Denkmals", und der geht an mancher Stelle nach hinten los. Die zahlreichen Bezüge zu König Blaubart und Karl May (letzteres aus Band 3 Katzmann und das schweigende Dorf gut erklärbar) gehen noch in Ordnung. Aber die zahlreichen 08/15-Sprüche und uralten Kalauer auf Berufsschulniveau, vor allem von Kappes Partner Galgenberg, zehren doch arg an den Nerven. So liest man plötzlich:

 

"Pump mir mal dein Wasserkopp, sagte Galgenberg. Mein Holzbeen brennt."

"Wo ist denn da der Zusammenhang?", fragte Hermann Kappe.

"Weeß ick nich, aba wat anders is mir uff die Schnelle nicht einjefallen."

 

Na, schönen Dank auch. Derart unsägliche Dialoge gibt es zu viele, nämlich immer dann, wenn das Duo Kappe/ Galgenberg in Erscheinung tritt. Nervig, da darf man von einem Altmeister respektive "Denkmal" wie Bosetzky deutlich mehr erwarten. So bleibt leider ein zwiespältiger Eindruck zurück.

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