Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Droemer-Knaur, 2014, Titel: 'Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin', Originalausgabe

Couch-Wertung:

93

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
1 50 100

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

1 x 91-100
1 x 81-90
0 x 71-80
0 x 61-70
0 x 51-60
0 x 41-50
0 x 31-40
0 x 21-30
0 x 11-20
0 x 1-10
B:90.5
V:1
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":1,"91":1,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Rita Dell'Agnese
Zwei große Frauen und die chinesische Mauer

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Sep 2014

Bei ihrer Geburt ist die kleine Mongolin Manduchai nur die zweitgeborene Tochter eines großen Mongolenfürsten. Doch das Schicksal hat Großes mit dem Mädchen vor. Behütet vom chinesischen Eunuchen Ma Jing, der nach einer verlorenen Schlacht als Beute in die Jurte von Manduchais Vater Tsorokbai-Temur gekommen ist, wächst Manduchai zu einem neugierigen und mutigen Mädchen heran, das sich bald auch als kluge Strategin erweist eine Gabe, die durch die umsichtige Art von Ma Jing gefördert worden ist. Als der Mongolenführer Eser Tsorokbai-Temur zwingt, den in einer Schlacht gefangen genommenen Kaiser in die verbotene Stadt zurück zu bringen, muss Manduchai in der Delegation mitreisen. Sie begegnet zum ersten Mal dem Sohn des gefangenen Kaisers, Zhu Jianshen und dessen Kinderfrau Wan. Wan warnt die Mongolen vor einem Komplott, dass der jüngere Bruder des Kaisers, der sich während dessen Gefangenschaft als neuer Herrscher ausrufen ließ, mit der Kaisermutter geschmiedet hat. Die Mongolische Delegation soll auf ihrer Rückreise getötet werden. Wan hofft, dass sie mit ihrer Warnung die Stellung ihres Schützlings verbessern kann.  Noch verwirrt von der Begegnung erlebt Manduchai die tiefe Demütigung ihres Vaters durch den eben erst aus der Gefangenschaft entlassenen Kaiser mit und in ihr erwacht Kampfgeist.

Manduchai steigt zur mächtigsten Herrscherin des Mongolenreichs auf, auch wenn dies von ihr große Opfer verlangt, unter anderem die Preisgabe ihrer großen Liebe. Denn erst als Ehefrau des letzten Sprosses aus der Linie der Nachfahren von Dschingis Khan kann sie ihre Macht voll entwickeln. Im Namen ihres erst fünf Jahre alten Ehemanns eint sie die verschiedenen Mongolenstämme zu einem einzigen Volk. Auch Wan wächst über sich hinaus. Die einstige Kinderfrau wird zur Geliebten ihres Schützlings und zu einer mächtigen Drahtzieherin am Hofe. Sie schafft es, sich gegen alle möglichen Gegner am Hof zu behaupten und sie ist es schließlich, die den Auftrag dazu erteilt, die große Mauer, die China gegen die Angriffe der Mongolen schützen soll, zu verstärken und weiter zu bauen. Nichts scheint Wan aufhalten zu können bis sie erneut auf Manduchai trifft. Die beiden Frauen erkennen in einander die ebenbürtige Gegnerin und zugleich die Macht, die ewigen Kriege beizulegen. Dazu müssten aber beide über ihren eigenen Schatten springen.

Großartige Figurenzeichnung

Tanja Kinkel schafft etwas, worüber viele Autoren stolpern: Sie stellt in den Mittelpunkt ihres Romans zwei starke Charaktere und gibt ihnen viel Raum, ohne sie als Heldinnen zu überzeichnen. Genau damit aber gibt sie den Figuren eine unglaubliche Tiefe. Sowohl Manduchai als auch Wan sind faszinierende Charaktere, die sich im Laufe des Romans zu überzeugenden Protagonistinnen entwickeln. Dank des Geschicks der Autorin wird der Leser vor eine schwierige Situation gestellt: Sowohl die Mongolenherrscherin als auch Wan und ihre Taktiken sind beeindruckend und lassen zu, dass man die entsprechende Figur ins Herz schließt. Damit gerät der Leser aber unweigerlich in einen Loyalitätskonflikt. Mit beiden Figuren mag man mitfühlen und doch stehen sich die beiden letztlich als Gegnerinnen gegenüber. Doch Tanja Kinkel schafft es auch hier, die Leser geschickt zu führen: Sie lässt durch den Aufbau der Geschichte genügend Raum, um für beide Herrscherinnen Sympathie empfinden zu können. Zudem haben die beiden mächtigen Herrscherinnen genügend Gegenspieler, die die eher negativen Gefühle der Leser auf sich ziehen.

Tiefgründige Geschichte

Für ihren Roman hat Tanja Kinkel sich intensiv mit der Geschichte Chinas und derjenigen der Mongolen auseinander gesetzt. Sie präsentiert den Leserinnen und Lesern Fakten, die gemeinhin bekannt sind, aber noch viele mehr, von denen kaum jemand hierzulande etwas weiß. Damit nimmt sie ihr Publikum nicht nur mit auf eine Reise ins 15. Jahrhundert, sondern auch an einen exotischen Schauplatz. Dennoch verzichtet Tanja Kinkel darauf, mit der Exotik zu kokettieren. Sie öffnet ihren Lesern die Türe in eine längst vergangene Welt und macht die Ereignisse wieder lebendig, ohne aber allzu geschichtslastig zu wirken. Wohltuend ist auch die Art, wie die Autorin über die Schlachten berichtet. Sie klammert weder blutige noch brutale Szenen aus doch walzt sie sie nicht so lange aus, bis Langeweile aufkommen könnte.

Schritt für Schritt führt Tanja Kinkel in die fremde Welt ein und gibt dem Publikum einen tiefen Einblick in die Denkstruktur und die gesellschaftlichen Gepflogenheiten der beiden so unterschiedlichen Völker der Mongolen und der Chinesen. Das tut sie auf eine gekonnte und sprachlich so überzeugende Art, dass wer erst einmal die ersten Worte gelesen hat das Buch nicht mehr aus den Händen legen mag. Die Geschichte Manduchais wirkt noch lange nach und entfaltet ihre ganze Kraft und Schönheit erst richtig, wenn man all das Gelesene nochmals auf sich wirken lässt. 

Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

Deine Meinung zu »Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
13.08.2018 17:23:15
Krissi CaribbeanSea

Auch würde ich mir mehr Elemente des Landschaftsromans wünschen: Schilderungen des Lebens der Mongolen in der Steppe.Zu viel Politik wirkt dröge und undurchsichtig--man merkt die glänzende Recherche der promovierten Autorin,aber für mich springt bisher kein Funke über.
Ich vergleiche immer gern mit Sarah Lark bzw. Bernard Cornwell: bei letzterem spürt man den kalten Matsch unter Uhtreds Pferdehufen. Davon ist Kinkel leider weit entfernt. Selbst Pekings Verbotene Stadt wirkt eher kulissenhaft als sinnlich. Dennoch: die fremde Welt hat einen Zauber,
und man sehnt sich danach, ihn bei der Lektüre zu spüren.

12.08.2018 23:40:55
Krissi CaribbeanSea

Ich habe MANDUCHAI gerade erst begonnen. Die völlig ferne,fremde Welt interessiert mich ; sprachlich korrekt, finde ich, dass der Roman leider die Hauptpersonen etwas blass bleiben lässt.
Vielleicht ändert sich das im weiteren Verlauf. Die gängige,aber furchtbare Formulierung "Erschlagen eines räudigen Hundes" sollte man-auch metaphorisch-nicht verwenden: ich werfe bei solchen Bildern das betreffende Buch oft sofort in den Müll. In diesem Fall habe ich es wieder rausgefischt,erwarte aber gerade von einer weiblichen Autorin mehr Rücksichtnahme auf die Gefühle ihrer häufig tierlieben Leserinnenschaft.

07.07.2016 08:10:08
leseratte1310

Unter Dschingis Khan waren die Mongolen ein großes Volk. Nun, ungefähr zweihundert Jahre später, ist davon nicht viel geblieben. Stammesfehden haben zur Zersplitterung geführt. Manduchai von der Choros-Sippe kämpft sich in einer Männerwelt an die Spitze und sorgt dafür, dass die vereinten Stämme noch einmal mächtig werden.
Ihre Gegenspielerin im nahen China ist Wan, die von der Kinderfrau zur mächtigen kaiserlichen Konkubine wird. Auch sie muss sich gegen viele Gegner durchsetzen.
Der Werdegang der beiden Frauen könnte unterschiedlicher nicht sein, dennoch haben sie Gemeinsamkeiten. Sie sind beide klug, ehrgeizig und vorausschauend in ihren Bemühungen. Als sich die beiden Frauen nach langen Jahren des Kämpfens und Tötens gegenüberstehen, wissen sie, dass es an ihnen liegt, ob der Krieg weitergeht, der ihnen so viel abverlangt hat.
Ich liebe historische Romane, ganz besonders jene, die uns nicht nur in eine andere Zeit, sondern auch noch in fremde Länder entführen. Dieser Roman um zwei ungewöhnlich und sehr beeindruckende Frauen hat mich begeistert. Tanja Kinkel gelingt es wunderbar, historische Personen mit fiktiven Figuren zu verbinden und eine interessante und spannende Geschichte daraus zu bilden. Wir erfahren sehr viel über die Tradition und Kultur der Völker und erleben uns sehr fremde Sitten und Gebräuche.
Alle Charaktere wirken sehr lebendig und glaubhaft. Besonders aber imponieren Manduchai und Wan, die sich in einer Männerwelt zu behaupten wissen und mit Geschick und Beharrlichkeit an die Macht bringen. Eine wichtige Figur ist der Chinese Ma Jing, der als Geisel zu den Mongolen kommt und Lehrer für Manduchai wird. Doch er sitzt zwischen zwei Stühlen. Einerseits ist da die Freundschaft zu Manduchai und ihrem Vater Tsorokbai-Temur, andererseits liebt er seine Heimat und fühlt sich ihr verbunden. Er wird zum Bindeglied zwischen Manduchai und Wan.
An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen; mit seiner bildhaften Sprache passt er allerdings sehr gut zu der asiatischen Geschichte.
Dieses Buch ist ein absolutes Highlight und ich kann es nur empfehlen.

16.05.2016 18:58:14
PMelittaM

Tanja Kinkel erzählt in diesem Roman von Manduchai, die wirklich gelebt hat, 1448 in der Mongolei geboren wurde und es durch Klugheit und Geschick sehr weit brachte. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, denn den meisten dürfte die mongolische Geschichte ähnlich unbekannt sein wie mir, und so führt dieser Roman in eine uns größtenteils unbekannte Welt mit uns ebenso unbekannten Menschen, die aber historisch belegt und in ihrer Heimat eine Legende sind.

Neben Manduchai steht eine weitere Frau im Mittelpunkt der Handlung, die ebenso historisch belegt ist, und deren Leben zwar gänzlich anders verläuft als Manduchais, aber dennoch Ähnlichkeiten aufweist: Wan, Kinderfrau des erstgeborenen chinesischen Prinzen. Auch sie schafft mit Klugheit und List weit mehr, als man hätte erwarten können.

Der dritte Protagonist, der Eunuch Ma Jing, ist zwar erfunden, hat aber dennoch eine wesentliche Rolle inne, er wird Manduchais Beschützer und Lehrer und spielt später auch eine Rolle in Wans Leben. Er bildet eine Art Brücke zwischen den unterschiedlichen Kulturen der beiden Völker.

Tanja Kinkel gelingt es wunderbar, den Protagonisten, ebenso wie den Nebencharakteren, Leben einzuhauchen. Sie werden beim Lesen regelrecht lebendig, man fühlt mit ihnen, liebt und hasst sie und hat schnell das Gefühl, sie zu kennen. Und auch die Welt um sie herum wird so anschaulich dargestellt, dass man meint, mitten in der mongolischen Steppe zu sein, oder mit Ma Jing durch die Verbotene Stadt zu laufen.

Manduchai steht im Zentrum der Geschichte, die mit ihrer Geburt beginnt und 32 Jahre später, lange vor ihrem Tod, endet. Die Jahre danach spricht die Autorin im Nachwort an. Auch wenn ich gerne mehr von Manduchai gelesen hätte, kann ich die Entscheidung der Autorin, genau diese Jahre herauszufiltern, nachvollziehen und erwarte keinen Nachfolgeroman.

Dass Tanja Kinkel gut recherchiert hat, stelle ich außer Frage. Ich weiß, dass sie vor Ort war, die Mongolei besucht hat (ich habe Fotos davon auf ihrer Facebook-Seite gesehen), im Nachwort geht sie selbst noch einmal kurz darauf ein. Dadurch, dass ich die Geschichte der Mongolei nicht kannte, war der Roman eine sehr spannende Lektüre, denn ich wusste nicht, wie es enden würde mit Manduchai und Wan und wie sich die Geschicke ihrer Völker zu damaligen Zeit entwickelten. Ich habe mich auch extra nicht während des Lesens darüber informiert, werde mich aber nun, nach der Lektüre, noch ein bisschen weiter damit beschäftigen.

Die Autorin erzählt sprachlich sehr schön und in meinen Augen zu Zeit und Ort passend. Ergänzt wird der Roman neben dem Nachwort von einem Personenverzeichnis und einer Bibliographie. Ich hätte mir noch eine Karte gewüscht.

„Manduchai“ ist ein Roman, wie ich ihn liebe, ich konnte in ihn versinken, die Protagonisten wurden mir vertraut und ich hätte immer weiter lesen können. Selbstverständlich gibt es von mir eine Leseempfehlung, vor allem, aber nicht nur für jene, die historische Romane lieben, und volle Punktzahl.

03.05.2015 14:16:18
Hedwig

Dies war mein erster Roman, welchen ich von Tanja Kinkel aber auch einer der sehr wenigen Romane, welche ich bereits über das Reich der Mitte oder die Mongolen gelesen habe.
Daher hat mich dieser Roman schon vom Thema her verlockt, denn über mir unbekannte historische Ereignisse zu lesen ist immer wieder interessant und spannend.
Der Roman fasziniert von der ersten Seite weg, die Autorin erzählt spannend, aber auch einfühlsam - aus Sicht verschiedener Personen, so bekommt am einen sehr guten Einblick in die beiden "Welten - Mongolen - Chinesen" aber auch in die unterschiedlichen Personen der Handlung, also die sozugagen guten und die bösen.
Hauptfiguren sind die beiden Frauen, Manduchai die Mongolin und WAN die Chinesin, beide schaffen es mächtig zu werden und das in einer Männerwelt, WAN mit Berechnung und Heimtücke, Manduchai mit Härte zu sich selbst und Aufopferung für ihr Folk.
Irgendwie fühlen beide Frauen eine Verbindung zueinander, obwohl sie nur zwei mal im Leben aufeinandertreffen.
Die Chinesen haben es wohl nie verwunden, dass die Mongolen über lange Zeit das Reich der Mitte beherrscht haben, die Angst vor weiteren Überfällen ist groß und vor allem berechtigt, so kommt es letztendlich zum Bau der Mauer.
Die Mongolen wiederum leben in der Erinnerung an diese Zeit, an den großen Khan, der dies vollbracht hat, aber weil sie untereinander ständig zerstritten sind, schaffen sie es nicht, zur alten Größe aufzusteigen.
Genau in diese Zeit wird Manduchai geboren und ihr Schicksal nimmt seinen Lauf.
Viel mehr möchte ich vom Inhalt nicht Preis geben, der/die Leser soll /en sich selbst ein Bild von dieser Handlung machen.
Schön fand ich jedenfalls, dass sich die Autorin immer wieder mit den Überlegungen, Ängsten und Sorgen, vor allem auch mit den jweils eigenen Gefühlen der diversen Protagonisten auseinandergesetzt hat, es gibt also nicht nur eine Aufzählung von Vorfällen sondern auch, eine Erklärung wie es dazu kommt samt den persönlichen Überlegungen dazu.
Toller Roman, spannennend und interessant, aber auch berührend und einfühlsam - das Leben in einer Welt zu einer anderen Zeit, man möchte nicht tauschen und doch, ist es faszinierend darüber zu lesen.

13.11.2014 15:24:36
unclethom

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dies das erste Buch das ich von Tanja Kinkel gelesen habe. Ich habe zwar ein weiteres Buch der Autorin schon seit mehr als 10 Jahren im Regal stehen, wie ich bemerkt habe als ich kürzlich meine Bibliothek katalogisiert habe, aber irgendwie ging es mir bisher durch die Lappen.
Tanja Kinkel ist es gelungen mich mit Manduchai schon recht schnell abzuholen. Der Schreibstil, für manch einen vielleicht teilweise zu ausführlich, aber ich finde, dass es genau das ist was unter anderem den Reiz dieses Buches ausmacht. Gerade wenn man mit der Epoche und der Region nicht so bewandert ist, bekommt man alle notwendigen Informationen in diesem Buch frei Haus geliefert.
Die Schauplätze und die Figuren sind so bildhaft beschrieben, dass es einem leicht fällt sich in sie hinein zu versetzen. Besonders die Figuren sind so fein gezeichnet und so glaubhaft, dass sie schnell ihr Eigenleben beginnen. Und selbst wenn man das Buch beiseitelegt, denkt man immer wieder über die Handlung nach, über die Figuren und wie sie damals gelebt haben müssen. Es ist nicht nur ein Buch, das eine Fiktion erzählt, sondern eher ein Buch das einem die Geschichte der Mongolen und der Chinesen zu dieser Zeit näher bringt.
Mit diesem Buch hat mich Tanja Kinkel als Fan gewonnen.
All denen die sich nicht nur Unterhalten lassen wollen, sondern auch etwas aus der Geschichte lernen wollen, kann ich das Buch wärmstens ans Herz legen.