Böhmisches Blut

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Wunderlich, 2011, Titel: 'Prague fatale', Originalausgabe

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Christina Wohlgemuth
Mörderjagd unter Mördern

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Dez 2019

Prag, Herbst 1941. Bernie Gunther hatte nach seiner Rückkehr von der Ostfront gehofft, den Rest des Krieges in Berlin verbringen zu können und zu vergessen. Weit weg von der Hölle in Osteuropa, weit weg von den Männern, die diese Hölle zu verantworten haben. Doch während er noch zwischen einer hübschen Frau und einer Leiche ermittelt, ereilt ihn ein Ruf, dem er am liebsten nicht folgen würde. Reinhard Heydrich, Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, hat ihn nach Prag beordert. Gunther hat keine Wahl, und als im Landhaus Heydrichs ein Mord passiert, muss Gunther all seinen detektivischen Spürsinn aufbringen, wenn er nicht selbst seinen Hals in einer Schlinge wiederfinden will ...

Zurück in den Krieg

Nachdem sich die letzten Bücher von Philip Kerr um Bernie Gunther größtenteils in der Nachkriegszeit abgespielt haben – mit Rückblicken in die Vergangenheit – kehrt der Autor mit dem Leser nun wieder ins Jahr 1941 zurück. Die zuvor von Sieg zu Sieg eilende deutsche Armee ist in Russland ins Stocken geraten. Bernie Gunther ermittelt in einem Mordfall und verliebt sich. Doch bevor er für Letzteres mehr Zeit und Muse aufbringen kann, wird er nach Prag beordert – und zwar von niemand geringerem als seinem obersten Vorgesetzten Reinhard Heydrich.

Mit dieser brisanten Konstellation bringt dieser Thriller Historie und Fiktion ganz eng zusammen. Während Heydrich und andere historische Figuren bisher eher Nebenfiguren waren, nimmt der Chef des Reichssicherheitshauptamtes in dieser Geschichte eine weit bedeutendere Rolle ein. Dem Autor gelingt es dabei, die Figur glaubhaft und im Einklang mit der Geschichtsschreibung darzustellen, ohne dass dem etwas Reißerisches oder Voyeuristisches innewohnt. Gleiches gilt für die anderen historischen Figuren.

Dauerspannung, die die Nackenhaare stellt

Das Ambiente, in dem sich Bernie Gunther bewegt, sorgt dafür, dass die Geschichte dieses Mal unter einer dauerhaften Spannung steht, denn der Ermittler bewegt sich dieses Mal inmitten der Höhle des Löwen, kann niemandem trauen und weiß sein eigenes Leben in Gefahr. Dieser Grundspannung hält der Autor konstant aufrecht und macht „Böhmisches Blut“ so zu einem spannenden Leseerlebnis.

Ein Auge für historische Details und eine ausführliches Nachwort zu den handelnden historischen Figuren und ihren Schicksalen sorgen dafür, dass neben dem Spannungsleser auch der historisch interessierte Leser Freude an dem Buch haben wird. Stilistisch liefert Philip Kerr einmal mehr auf konstant hohem Niveau ab – eine Empfehlung für alle, die sich für Spannungsromane in dieser Zeit interessieren.

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