Die Rückkehr der Hexe

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • , 2014, Titel: 'Die Rückkehr der Hexe', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Hexenverfolgung in Rheinbach

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jun 2014

Rheinbach, 1654. Die letzte Hexenprozesswelle ist fast zwanzig Jahre her, da fürchten sich die Menschen erneut, denn seit Tagen geschehen in dem kleinen Städtchen grausame Morde. Johann Gelenius, Vorsitzender des Kurkölnischen Hofgerichtes, glaubt indes nicht an die Mär von Teufel und Hexen und beauftragt daher Pater Philipus van der Velde mit den Ermittlungen, da dieser in Köln schon einige kriminelle Vorfälle aufklären konnte.

In Rheinbach angekommen schlägt Pater Philipus nicht nur Sympathie entgegen, denn viele Menschen sind enttäuscht, erwarteten sie doch gleich die Entsendung eines Hexenkommissars. Für etliche Stadtbewohner steht ohnehin längst fest, welche Hexe beziehungsweise Frau hier ihre Finger im Spiel hat. Appolonia Simons, die Wirtin der einzigen Gaststätte, muss ihre Finger m Spiel haben, denn bereits ihr Vater wurde im letzten Hexenprozess im Jahr 1836 hingerichtet und kündigte an, die Hexenbrut würde zurückkehren und Rache üben. Es geschieht ein weiterer Mord und die Zeit drängt den in seinen Ermittlungen nur schwer vorankommenden Philipus immer mehr, denn nur wenige Tage nach seiner Ankunft wird bereits dem Wunsch der aufgebrachten Menge entsprochen und ein Hexenkommissar nach Rheinbach entsandt&

Leichte Kost, aber als Einstieg in das Thema gut geeignet

Bernd Schumacher schildert am Beispiel der Stadt Rheinbach sehr anschaulich, wie die Menschen, zumindest die große Masse, im 17. Jahrhundert mit dem Thema Hexenverfolgung umgingen. Aberglaube und Hexenhysterie bestimmen den Alltag, der Verstand bleibt außen vor. So geschieht es auch im vorliegenden Fall, dass die breite Mehrheit der Einwohner lautstark die hübsche Wirtin Appolonia auf dem Scheiterhaufen sehen will, obwohl diese zum Zeitpunkt der meisten Morde hinter dem Tresen ihrer Gaststätte stand, um eben jene Schreihälse zu bewirten.

 

Das ist ausgemachtes Hexenwerk! Wen schickt mir der Gelenius vom Hofgericht denn da? Die Sache braucht einen juristisch ausgebildeten Hexenkommissar! Der Teufel und seine Kumpanen massakrieren hier einen nach dem anderen auf entsetzliche Weise, so dass sich kein Mensch mehr abends aus dem Hause traut, und was schickt mir da Kurköln? Einen Mönch!

 

Philipus gelingt es zunächst, den Vicarius von Rheinbach zu überzeugen, dass jeder Mensch unter Anwendung der Folter selbst seine eigene Mutter verraten würde. So gewinnt er einen ersten Freund, wenngleich dieser des Öfteren durch all zu intensiven Weingenuss diverse Ausfallerscheinungen hat. Insbesondere die Figur des Protagonisten ist sehr gelungen, die übrigen Figuren kommen dagegen ein wenig blass daher, was aber auch dem Buchumfang von knapp 250 Seiten geschuldet ist. Die Stadt Rheinbach hingegen wird ausführlich und bildhaft dargestellt, so dass man schon den Eindruck gewinnt dabei zu sein.

 

Vor drei Tagen haben die Hexe und ihre Kumpane die ersten Vorboten geschickt. Zwei Kälber kamen im Stall tot zur Welt. Dann & vorgestern & saßen auf unserem Giebel zwei Dutzend schwarzer Krähen, die sich nicht vertreiben ließen. Und gestern & gestern querte drei Mal eine schwarze Katze so nah seinen Weg, dass er fast über sie gestolpert wäre.

 

Allein der Spannungsbogen hätte deutlich höher ausfallen können, da doch einige Ereignisse vorhersehbar ist. Ärgerlich auch, dass es beim Auffinden eines Mordopfers heißt Ihre Augen waren aus ihren Höhlen verschwunden& (Seite 16) und später - in der Rückblende der gleichen Szene - Aber plötzlich riss sie die Augen auf& (Seite 54). Sieht man hiervon ab, so erhält man einen kurzweiligen Einblick in die Thematik der Hexenverfolgung, den man entspannt nebenbei konsumieren kann. Die Rückkehr der Hexe ist alles in allem leichte Kost, aber einen Blick durchaus wert.

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