Keiner kommt davon

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Hanser, 2012, Titel: 'All Fall Down', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Die Bilder wollen nicht ganz zueinander passen

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Jun 2014

Isabel ist glücklich. Sie lebt mit ihrer Familie in der Mitte des 14. Jahrhunderts im kleinen englischen Dorf Ingleforn in England. Das einfache, aber zufriedene Leben der 14jährigen Isabel endet jedoch abrupt, als sich die Pest ausbreitet. Zwar kann sich Isabel zunächst nicht vorstellen, dass die böse Seuche, die sich rasend schnell auf das Dorf zubewegt, tatsächlich all die Schrecken verbreiten könnte, die ihr zugesprochen werden. Je mehr Isabel aber mit der Pest konfrontiert wird, desto klarer wird ihr, dass die Seuche noch schrecklicher ist, als sie dachte. Die Menschen im Dorf sterben immer mehr fallen der Pest zum Opfer. Isabell muss sich eingestehen, dass sie trotz gottesfürchtigem Leben dem Schrecken nichts entgegen zu setzen hat. Dennoch wehrt sie sich dagegen, ergeben auf ihr Schicksal zu warten. Sie versucht, den Menschen Mut zu machen und der düsteren Zeit Heiterkeit entgegen zu setzen.

Aufwühlende Beschreibung

Die Autorin Sally Nicholls beschreibt die Schrecken der Pest sehr eindrücklich. Das ist auf jeden Fall die Stärke des Romans, der an sich als Jugendroman ausgelegt ist, aber ebenso seine Berechtigung als historischer Roman hat. Sehr typisch scheint hier das Verhalten der Dorfbevölkerung, die zunächst davon ausgeht, die Pest mit einem gottgefälligen Leben am Dorf vorbei gehen lassen zu können. Dann die Erkenntnis, dass damit nichts gewonnen ist und jeder von der Seuche betroffen werden kann. Nicholls schafft viel Atmosphäre und lässt die Leser teilhaben an der langsamen Entwicklung der Protagonisten vom Leugnen bis zum Erfassen des ganzen Ausmaßes der Pest. Es ist ein äußerst düsteres und bedrückendes Kapitel, das die Autorin hier sichtbar macht.

Unstimmige Charaktere

Nicht ganz so gelungen ist der englischen Autorin die Figurenzeichnung. Isabel scheint mit ihrem Leben zufrieden und ihr ganzes Wollen ist darauf ausgerichtet, dieses in seiner ursprünglichen Form beizubehalten. Sie ist ein genügsames, zufriedenes und in vielen Dingen äußerst naives Mädchen. Dann aber scheint sie wieder eine ausgereifte Persönlichkeit, die es mühelos schafft, sich einen Überblick zu verschaffen und den Menschen als liebenswürdige und positiv denkende Persönlichkeit gegenüber zu stehen. Diese beiden Bilder wollen nicht zueinander passen und dem Unbehagen, das sich dadurch breit macht, kann man nur wenig entgegen setzen.

Markanter Einbruch

Der Einstieg in den Roman hat viel Tempo und eine dichte Erzählweise, die den Leser schnell gefangen nimmt und ihn in die Geschehnisse einbindet. So lesen sich die ersten Seiten flott dahin. Doch anfänglich fast unmerklich, später jedoch sehr deutlich, verliert die Geschichte an Spannung und Tempo, bis sie nur noch vor sich hin dümpelt, und Kapitel um Kapitel erarbeitet sein wird. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Roman als Jugendbuch ausgelegt ist, erstaunt dieses Nachlassen von Spannung. Es entsteht der Anschein, als habe die Autorin zunächst mit viel Lust an der Geschichte gearbeitet, aber spätestens ab Mitte des Buches verliert sich diese Freude und die damit verbundene Leichtigkeit in der Erzählung und der Roman schleppt sich mehr oder weniger als dokumentierte Historie weiter.

Nett gestaltet

Viel Mühe hat sich der Verlag bei der Gestaltung des Romans gegeben. Zwar ist das Cover eher bescheiden ausgefallen, doch kommt das Buch selber mit einigen Grafiken und Zierelementen daher und bietet so einen optisch angenehmen Eindruck. Der Verzicht beim Hardcover auf einen zusätzlichen Schutzumschlag ist absolut tragbar, und gerade, wer den Roman unterwegs zur Hand nehmen will, wird sich über das unverwüstliche Cover freuen.

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