Das schwarze Erbe

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • , 2014, Titel: 'Das schwarze Erbe', Originalausgabe

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Karin Speck
Aus den Tiefen des Schwarzwaldes bis zu den Black Hills in Amerika

Buch-Rezension von Karin Speck Mai 2014

In den 1870iger Jahren im Schwarzwald beginnt diese Geschichte. Der Räuberhauptmann Johann von Kusterberg treibt dort mit seiner Bande sein Unwesen. Aus einem unbekannten Grund nimmt der Hauptmann den Waisenjungen Tobias bei sich auf. Kusterberg wird schnell zum Vorbild des Jungen, sein größter Wunsch ist es zu werden wie er, aber es kommt anders. Gemeinsam überfallen sie eine mysteriöse Kutsche, einzige Insassin ist eine geheimnisvolle, edle Dame. Die gesamte Kusterbergbande findet bei diesem Überfall den Tod, nur Tobias und der alte Erasmus überleben den Überfall. Johann stirbt noch bevor er das Geheimnis um Tobias Herkunft lüften konnte, er macht nur die Andeutung, dass die Lady aus der Kutsche etwas über ihn weiß. Auf Drängen von Erasmus beschließt der Junge, sich auf die Suche nach der Lady zu machen. Hier beginnt nun die abenteuerliche Reise vom Schwarzwald über Hamburg bis in die neue Welt nach Amerika. Als einziges Andenken an sein altes Leben bleibt Tobias nur ein geheimnisvolles Bärenmedaillon und ein mysteriöser Familienfluch.

Von Schwarzwaldräubern, Indianern und einem geheimnisvollen Fluch

Knappe, präzise Sätze machen den Erzählstil von Oliver Becker aus. Er bringt die Szenen auf den Punkt, ohne viel auszuschmücken. Erst einmal mit dem Lesen begonnen, fällt es schwer, überhaupt wieder inne zu halten, denn die Geschichte von Tobias ist fesselnd und spannend erzählt. Die Seiten blättern sich quasi von allein.

Der Leser lernt Tobias als junges Bandenmitglied kennen, dieser kennt nur seine Welt und sonst nichts. Der plötzliche Tod der gesamten Bande zwingt Tobias dazu, erwachsen zu werden und für sich selbst zu sorgen. Er macht sich auf den Weg, das Geheimnis seiner Herkunft zu lüften und dieser Weg ist ein sehr spannender, der ihn bis in die neue Welt führt, vom Schwarzwald über Hamburg nach New York und dann weiter gen Westen zu den Indianern in den Black Hills.

Geschickt sind die politischen Ereignisse der Zeit mit in die Geschichte eingebunden. Die Überfahrt wird anschaulich geschildert und vor allem das Erreichen einer völlig neuen Welt und die damit verbundenen Probleme sind gut dargestellt. Etwas mysteriös schildert Oliver Becker das Leben von Tobias, so ist immer wieder von einem geheimnisvollen Familienfluch die Rede, von schwarzem Blut, das immer weiter vererbt wird. Es ist an Tobias, dies aufzuklären. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Schon auf der Überfahrt lernt Tobias die junge Elisabeth kennen, sie erobert sein Herz und findet ebenfalls in Amerika eine neue Heimat. Ein kleiner Handlungsstrang ist auch ihr gewidmet. Dieser Teil ist kurz gehalten und nicht so vordergründig, lässt aber auch nichts aus. Es passt alles gut zusammen. Die Geschichte ist stimmig, die Charaktere gut ausgearbeitet und das Leben von Tobias und seinen Freunden glaubwürdig und spannend erzählt.

Fiktion und Wahrheit klärt der Autor in einem kleinen Nachwort. Das dunkle Cover wirkt auf den ersten Blick etwas düster, aber bei genauerem hinsehen gibt es sogar Hinweise auf die Geschichte im Buch. Das ist geschickt gemacht und mal etwas anderes.

Geschickt und spannend erzählt

Das schwarze Erbe ist die Geschichte eines jungen Mannes, der sich vom Schwarzwald aus auf den Weg macht das Geheimnis seines Lebens zu lüften. Seine Abenteuer sind spannend zu lesen, sein Leben ist interessant. Gleichzeitig mit ihm lernt der Leser ein paar interessante Dinge über die Indianer und ihre Zeit. 

Das schwarze Erbe

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Letzte Kommentare:
03.08.2014 15:00:07
leseratte1310

Tobias wächst bei einer Räuberbande auf, nachdem ihn der Anführer der Bande, Johann von Kusterberg, aus dem Waisenhaus geholt hat. Als Tobias endlich vollwertiges Mitglied der Bande werden soll, wird Johann bei einem Überfall von einer geheimnisvollen Frau erschossen. Er möchte noch etwas sagen, aber kein Wort kommt über sein Lippen, nur eine Brosche gibt er Tobias noch. Auch die anderen Bandenmitglieder werden getötet. Nun wird es Tobias klar, dass er nichts über seine Herkunft weiß. Der geheimnisvolle Erasmus unterstützt Tobias bei seinen Nachforschungen. Der Junge aus dem Schwarzwald muss einen langen Weg zurücklegen, bis er mehr über sich erfährt. Auf dem Weg lernt er viel über sich und das Leben, lernt seine große Liebe und das Leben bei den Cheyenne kennen. Er gewinnt erstmals in seinem Leben einen Freund und begegnet General Custer.
Es ist eine bewegende und spannende Geschichte, die uns Oliver Becker erzählt. Der Schreibstil ist fesselnd und gut zu lesen. Die Figuren sind gut charakterisiert. Tobias ist ein sehr sympathischer junger Mann, der auch sehr hilfsbereit ist. Durch sein zurückgezogenes Leben im Schwarzwald muss er viel lernen und packt es mit Elan an. Elisabeth und ihre Familie kümmern sich um Tobias ohne Vorurteile.
Eine tolle Geschichte, die mich von Anfang bis Ende fesselte.

04.07.2014 10:25:08
Philea Baker

Das Buch ist von Anfang bis Ende überaus spannend. Der Protagonist Tobias ist symphatisch, die Zeit und Orte sehr gut beschrieben, sodass es ein Leichtes ist, sich in der Geschichte "Zuhause" zu fühlen. Die Einbindung historischer Persönlichkeiten hat mir sehr gut gefallen. Oliver Becker ist es gelungen, einen reich an Geschehnissen und politischen Ereignissen, Roman zu verfassen, der einfach Spaß macht zu lesen. Ich habe das Buch in zwei Tagen "verschlungen."