Der Tod fährt Riesenrad

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Haymon, 2012, Titel: 'Der Tod fährt Riesenrad', Originalausgabe

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Dirk Jaehner
Ein erfrischend neuzeitlicher historischer Wien-Krimi

Buch-Rezension von Dirk Jaehner Apr 2014

Eine neue Krimi-Reihe aus Wien. Der Protagonist heißt Gustav von Karoly und ist Privatdetektiv. Allerdings nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil er sonst nichts gelernt hat und chronisch pleite ist. Er lebt mit seiner Mutter und seinem ehemaligen Kindermädchen in der Dienstwohnung seines verstorbenen Vaters, die ihnen in dessen Gedenken überlassen wurde. Gustav gehört einer Spezies an, die bereits im Wien des Jahres 1897 vom Aussterben bedroht ist, ohne es zu wissen: der adeligen Schicht.

Der Eröffnungsroman der Reihe um den abgehalfterten adeligen Privatdetektiv, Der Tod fährt Riesenrad, dreht sich um diesen Konflikt zwischen einer untergehenden Adelsschicht, die jedoch nicht loslassen will, und den aufstrebenden Bürgerlichen, die ihr Vermögen nicht ererbt, sondern erarbeitet haben. Dabei geht es zunächst gar nicht um den Toten, der etwas vollmundig im Titel angekündigt wird. Es beginnt mit einer adeligen Dame, die bei Gustav von Karoly das Verschwinden ihrer 15-jährigen Tochter anzeigt und ihn bittet, sie wiederzufinden. Allerdings mit ein paar Einschränkungen, die die Ermittlungen nicht gerade vereinfachen. Was Gustav dann aufdeckt, ist nichts weniger als eine Familientragödie, in der Standesdünkel, Täuschungen, unerwünschte Verwandschaften und Beziehungen und alle möglichen Vorurteile eine Rolle spielen. Der Tote, ein Zirkusangehöriger, ist eigentlich nur ein Kollateralschaden. Viel mehr kann und soll hier allerdings nicht verraten werden.

Spannend bis zum Ende

Bis zum Ende lässt Kneifl die Leser im Unklaren, wie alles zusammenhängt, obwohl einige aufkommende Vermutungen in die richtige Richtung weisen. Die tatsächliche Auflösung ist jedoch deutlich tragischer als erhofft, gleichwohl scheint allen Beteiligten eine friedliche Zukunft bevorzustehen.

Erfreulicherweise verzichtet Kneifl auf die gerade bei Wien-Romanen so häufige Gemütlichkeit, die Beweihräucherung der guten alten Zeit und den aufgeschriebenen Wiener Dialekt. Das Wien des Kaiserreichs ist nur die Folie, vor der die Schlechtigkeit der Menschen reüssiert. Da wäre jede Verniedlichung oder auch Brechung durch Humor fehl am Platze, und Kneifl verzichtet denn auch darauf, obwohl sie Gustav von Karoly zuweilen mit dem Sarkasmus eines Philip Marlowe austattet. Aber das scheint bei chronisch blanken Privatdetektiven jeden Zeitalters wohl dazuzugehören.

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