Totentanz

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Rütten und Loening, 2014, Titel: 'Totentanz', Originalausgabe

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96

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Karin Speck
Wenn die Liebe die Jahrhunderte überdauert

Buch-Rezension von Karin Speck Apr 2014

Der Roman Totentanz von Martina André wird in zwei völlig unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt. Der erste Teil spielt im 15. Jahrhundert in und um Florenz und beinhaltet hauptsächlich das Attentat der Familie Pazzi gegen die Medici. Das erste Kapitel beginnt direkt mit dieser historischen Geschichte und der Leser lernt zunächst Gabrielle und Damian kennen, zwei Menschen, die zunächst so gar nichts miteinander verbindet und die doch so unverbrüchlich zusammen zu gehören scheinen. Sie werden so geschildert, wie man sich wohl Menschen aus diesem Jahrhundert vorstellt, wie sie leben und arbeiten. Ein ansprechendes Bild dieser Zeit entsteht. Die Protagonisten sind facettenreich gestaltet und haben ihre Ecken und Kanten. Der als gutaussehend beschriebene Damian lässt die Herzen schnell höher schlagen. Gabrielle wird ganz als Frau ihrer Zeit beschrieben und so handelt sie auch. Die Liebe kommt hier ebenfalls nicht zu kurz, erotische Szenen. Dieser Teil des Romans ist fesselnd und interessant gestaltet und entführt den Leser in eine eigene Welt. Er ist spürbar gut recherchiert und die fiktiven Protagonisten wie Damian und Gabrielle fügen sich mühelos ein.

Geister, Dämonen und die Mafia

Der zweite Erzählstrang beginnt im Jahre 2014 und erzählt zunächst von dem Leben der jungen Elle und ihrer Tochter. Elle ist die Tochter eines Mafiabosses und die ebenso die Exfrau eines andren Angehörigen der Mafia. Ihre Scheidung und der Tod des eigenen Vaters sorgen dafür, dass sie in die Schussbahn der Mafia gerät. Sie soll verschwinden, um den Weg zum Erbe ihres Vaters freizumachen. Ein Attentat tut sein übriges dazu.

Ab diesem Punkt wird jedem Leser klar, dass dies ist kein üblicher historischer Roman ist, sondern einer, der wohl eher in den Bereich der Fantasy einzuordnen ist. Denn nun kommen Geister und Dämonen ins Spiel, wobei Frau André dieses Zusammenspiel von realer Welt, historischen Ereignissen und Zwischenwelt mit Geister und Dämonen gut gelungen ist. Sie setzt sich hier mit der Frage auseinander: "Gibt es ein Leben nach dem Tod, und wenn diese Frage mit Ja zu beantworten ist, wie sieht es dann aus?" So, wie von André hier geschildert, klingt es interessant und sogar nachvollziehbar. Beim Lesen wird deutlich, wie intensiv die Autorin sich damit auseinander gesetzt hat, und so macht es einfach Spaß, dabei zuzusehen, wie sich Dämonen in das Leben der Menschen einmischen oder es vielleicht auch aufmischen. Die beiden Handlungsstränge der Vergangenheit und der Gegenwart sowie der Mysteryteil werden geschickt miteinander verflochten und verwoben, um am Ende dann als Ganzes dazustehen.

Ein Nachwort, ein Glossar und ein Personenregister schließen das Buch ab, wobei im Personenregister die historischen Charaktere gekennzeichnet sind. Eine schöne Hilfe, um mit den Protagonisten nicht durcheinander zu geraten. Das schlichte Cover ziert ein Wappen und der Titel "Totentanz" passt einfach perfekt zur Geschichte. Warum? Dies sollte die Leser selbst herausfinden, es lohnt sich.

Liebe, Verrat, Intrigen und Spannung

Mit Totentanz liefert Martina André einmal mehr einen großartigen Roman ab. Hier ist einfach alles dabei. Liebe, Verrat, Intrigen, Spannung. Gut gegen Böse im Jahre 1476 genauso wie im Jahre 2014 und auch im Himmelreich kämpfen diese Mächte miteinander. Vielleicht gibt es einen ganz kleinen Spannungsabbruch zur Mitte hin, da sich hier einige Szenen zu wiederholen scheinen, aber schnell wird klar, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

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Letzte Kommentare:
23.06.2014 16:41:07
tassieteufel

Florenz in der Gegenwart: Gabrielle Falconi befindet sich auf der Flucht vor ihrem Exmann einem Mafiaboss, der ihren Tod will um das Vermögen ihrerfünfjährigen Tochter Luisa in Finger zu bekommen. Doch Gabrielle hat ihr Kind bereits bei einer Freundin in Schottland in Sicherheit gebracht, als auf ihr Auto ein Anschlag verübt wird und in den Lago di Bilancino stürzt. Eigentlich sollte sie tot sein, doch ein geheimnisvoller Retter befreit sie aus dem Auto. Doch als Gabrielle erwacht befindet sie sich in einer Art Zwischenwelt während ihr Körper im Krankenhaus im Koma liegt.
Florenz 1477: Damian de' Castello läßt sich nach der Hinrichtung seines Vaters und der Diffamierung seiner Familie von Jacopo de‘ Pazzi als Auftragsmörder anheuern. Pazzi, ein Widersacher von Lorenzo de‘ Medici trachtete danach, diesen zu entmachten und hat somit zunächst Damians volle Unterstützung. Das ändert sich, als Damian die zauberhafte Gabrielle di Spinola wieder trifft, in die er in seiner Jugend verliebt war. Auch Gabrielle ist der Willkür der Medicis ausgeliefert, da man ihren Gatten wegen Verrat eingekerkert hat. Schon bald empfinden die beiden mehr füreinander und Damian muß erkennen, dass er sich mit den Pazzis auf ein gefährliches Spiel eingelassen hat, das ihm und Gabrielle zum Verhängnis werden könnte.

Mit ihrem neuen Roman entführt die Autorin den Leser in das Florenz der Renaissance und der Gegenwart und bietet dabei wieder eine gelungene Mischung aus Mysterie, Historie und Fiktion. Der historische Hintergrund wurde dabei wieder sehr gut recherchiert und das Florenz der Medici ersteht quasi vor den Augen des Lesers. Die Fehde zwischen den Medici und den Pazzi’s wurde geschickt in das fiktive Geschehen integriert und bietet einen opulenten Hintergrund für die dramatische Liebesgeschichte.
Der Plot läuft in 2 parallelen Erzählsträngen ab, wobei der Part in der Gegenwart zum Teil in einer Art Zwischenreich spielt. Hier gefällt mir bei Büchern von Martina Andre‘ immer besonders gut, wie z.B. technische Details oder wie im vorliegenden Buch die Existenz von Engeln Dämonen und der Zwischenwelt stimmig und verständlich erklärt, so das alles in einen logischen Zusammenhang kommt. Im Lauf der Handlung werden Vergangenheit und Gegenwart miteinander geschickt verwoben und am Ende werden beide Handlungsstränge geschickt miteinander verknüpft und zu einem gelungenen Abschluß gebracht.
Ihr Figuren schildert die Autorin plastisch und zeichnet sie mit viel Empathie und Liebe zum Detail, hier gelingt es schnell Sympathieträger zu finden, mit denen man mitfiebern kann.
Was mir persönlich diesmal nicht so gut gefallen hat, waren die etwas ausufernden und sehr plastischen Sexszenen. Ich mag so „knisternde“ Szenen eigentlich ganz gern und die Autorin hat in ihren anderen Büchern auch bewiesen, dass sie ordentlich die „Funken fliegen lassen kann“ aber hier war es mir einfach zu viel. Das ist sicher Geschmackssache und am Ende auch nur ein kleiner Kritikpunkt bei einer ansonsten wieder sehr spannenden und mitreißenden Geschichte!

FaziT: wieder ein toller Schmöker, den man nur schwer aus der Hand legen kann. Wer sich für einen rasanten Mix aus Fantasy, Mysterie Historie und einem ordentlichen Schuß Romantik begeistern kann, dem sei das Buch wärmstens ans Herz gelegt!

Zeitpunkt.
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