Der Anfang der Welt

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Piper, 2012, Titel: 'No One is Here Except All of Us', Originalausgabe

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Ein kleines Dorf am Rand der Welt versucht sich vor dem Untergang zu retten – und tut einfach so, als könne man mit seiner Phantasie alles neu erschaffen. Eine Weile glückt der Plan, aber wie lange kann man die Wirklichkeit aus seinem Leben verbannen? Seit Generationen sind sie geflohen, durch Wüsten, über Ozeane und Berge. Nun sind sie angekommen im tiefsten karpatischen Wald, in Zalischik. Es ist 1939, es ist Krieg, und es gibt keinen Ort mehr, an den sie noch fliehen können. Nur eines kann ihnen helfen, ihre Phantasie. Deshalb folgen die Bewohner von Zalischik der Idee eines elfjährigen Mädchens – sie tun einfach so, als gäbe es die Wirklichkeit nicht mehr. Ihre Vorstellungskraft und ein unbändiger Wille lassen sie das Schicksal leugnen und alles neu erfinden. Töchter bekommen neue Väter, der Bäcker wird zum Schreiner. So vergehen die Jahre, und die Hoffnung auf Rettung wächst. Doch schließlich bricht die Grausamkeit der Welt in ihr Dorf ein – und für das kleine Mädchen, aus dem eine junge Frau geworden ist, beginnt eine Flucht, die sie weit hinaus in die Fremde treibt.

Der Anfang der Welt

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Letzte Kommentare:
06.12.2014 09:16:42
sandravl

Man sagt, es gibt drei Arten der Verteidigung: Angriff, Flucht und Totstellen. In diesem Buch wählt eine kleine Inselgemeinde im Norden Rumäniens letztere Variante, als Hitler 1939 ganz Europa überrollt. Sie stellen sich tot, indem sie sich eine völlig neue, ganz eigene Fantasiewelt kreieren, in der es keinen Krieg, keinen Holocaust, keine Bomben und keine Besatzung gibt.
Wie eine eigene, kleine Arche Noah beginnen die Bewohner der Insel ganz von vorne, am ersten Tag der Welt und leben nach ihren eigenen Regeln und Vorstellungen.
Doch schnell bekommt auch diese neue Welt die ersten Risse, etwa als die Eltern der elfjährigen Protagonistin Lena sie einfach an die unglückliche, kinderlose Tante weitergeben, damit diese neue Welt auch für Tante Kayla ein wenig vollkommener ist.

Die Geschichte baut sehr stark auf religiösen Hintergründen auf und man muss sich auf diese verrückte Idee, welche die Inselbewohner hier haben, einlassen können. Andernfalls hat man schnell das Gefühl, es mit einem Haufen Wahnsinniger zu tun zu haben, die sich Luftschlösser bauen und die Augen vor der Realität verschließen.
Der Anfang der Welt zeigt auf, wozu die Fantasie fähig ist, wenn man die Realität einfach nicht mehr ertragen kann. Wie die eigene Vorstellungskraft versucht, uns vor Sorgen und Ängsten zu schützen. Doch dass man vor eben diesen nicht einfach davonlaufen kann, müssen auch Lena, Kayla und die anderen Inselbewohner sehr bald feststellen.

Der Schreibstil von Ramona Ausubel ist sehr wandelbar – mal leicht, schon ein wenig poetisch, dann wieder drückend schwer. Doch ebendies passt hervorragend zur Story und der Welt, oder besser den Welten, in denen Lena aufwächst. Sie erzählt diese Geschichte rückblickend an ihre Tochter weiter und vergisst dabei sich selbst ein kleines bisschen mehr in den Vordergrund zu stellen. Mir fehlte einfach ein wenig diese persönliche Bindung zu Lena, da sie sich selbst ausschließlich über die Geschichte, die sie erzählt definiert.
Davon abgesehen hat mich dieses Buch mit einer originellen Idee, einem markanten Stil und einer ausgeprägten Sprachvielfalt sehr begeistert.