Der schwarze General

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • dtv, 2012, Titel: 'The Black Count: Glory, Revolution and the Real Count of Monte Cristo', Originalausgabe

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Christina Wohlgemuth
Ein beeindruckendes Buch auf den Spuren eines vergessenen Helden!

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Mär 2014

Saint-Dominigue, im ausgehenden 18. Jahrhundert. Als Sohn eines Franzosen und einer schwarzen Sklavin erblickt Thomas-Alexandre Davy de la Pailleterie das Licht der Welt. Die Aussichten für den illegitimen Sohn, der noch dazu ein Farbiger ist, sind denkbar schlecht. Doch es ist die Zeit der großen Umwälzungen, und über Umwege landet Thomas-Alexandre im revolutionären Frankreich. Der junge Mann zeigt gute Veranlagungen, und während im revolutionären Frankreich zum ersten Mal die Gleichheit aller proklamiert wird, steigt Alex Dumas, wie er sich mittlerweile nennt, zu ungeahnten Höhen auf.

Doch der Held des Italienfeldzuges und Teilnehmer der Expedition nach Ägypten stirbt vergessen und verarmt im Jahre 1806 zwei Jahre nach der Krönung Napoleons zum Kaiser, zwei Jahre nach der Schlacht bei Austerlitz. Tom Reiss begibt sich auf die Spurensuche und nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise, die nicht zufällig ganz nach einem Abenteuerroman à la Dumas klingt &

Die abenteuerliche Suche nach dem Grafen von Monte Cristo

Autor Tom Reiss beginnt seine Geschichte in Frankreich und zwar im Frankreich der Gegenwart. Der Autor macht sich auf die Suche nach Informationen zu General Alex Dumas dem Vater des berühmten Romanciers. Doch der General der Postrevolutionsära ist heute kaum noch bekannt, obwohl sein Name in den Triumphbogen eingraviert ist.

Doch einzelne Episoden aus dem Leben des Generals sind zumindest dem geneigten Dumas-Leser bekannt denn viele Erlebnisse seines Vaters hat der Romancier in seine Werke einfließen lassen, insbesondere in den Grafen von Monte Cristo. Und so liest sich dieses Buch eine Mischung zwischen Sachbuch, Romanbiographie und Abenteuergeschichte wahrlich romanhaft, nicht ohne dem Leser eine enorme Menge an Wissen über die damalige Zeit zu vermitteln.

Ein intensiver Stil und eine atemberaubende Heldengeschichte

Man kann darüber diskutieren, ob es sich bei Der schwarze General um eine Biographie, um ein Sachbuch oder um eine Mischung aus beidem mit Romanelementen handelt. In jedem Fall überzeugt Reiss stilistisch er erzählt dem Leser das Leben von Alex Dumas so facettenreich, so leidenschaftlich, dass der Leser sich jedenfalls gefühlt in einem Roman befindet. Dazu trägt auch das abenteuerliche Leben des Generals bei in einer Welt, die sich völlig im Umsturz befindet, ist immer Platz für große Karrieren, doch die Geschichte von Alex Dumas in all ihrer Tragik liest sich, als könne sie sein Sohn für einen seiner Romane erfunden haben.

Ein gut recherchierter biographischer Roman, der für alle empfehlenswert ist

Mancher Leser wird vielleicht von den Attributen Biographie oder Sachbuch abgeschreckt trocken, langweilig, öde wie Geschichtsunterricht. Doch trotz seines anspruchsvollen Stils fliegen bei Der schwarze General die Seiten nur so, denn der Lebensgeschichte dieses Mannes, der einem Helden im ganz klassischen Sinne wohl sehr nahe kommt, kann man sich einfach nicht entziehen.

Reiss zeigt deutlich auf, wie sorgfältig er recherchiert hat für seine Geschichte nicht nur über seinen Helden, sondern auch über seine Zeit. Und so bleibt nach der Lektüre dieses beeindruckenden, mitreißenden und rundum empfehlenswerten Buch das Gefühl, dass Napoléons Satz Was für ein Roman war mein Leben! auf seinen kurzzeitigen Weggefährten, den General Alex Dumas, fast noch besser passt.

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