Sherlock Holmes und die Schwarze Hand

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • kbv, 2014, Titel: 'Sherlock Holmes und die Schwarze Hand', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Die Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges spannend erzählt

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mär 2014

Wolfgang Schüler schickte den genialen Meisterdetektiv bereits nach Leipzig, Berlin und Dresden. Nun bekommen er und sein Partner Dr. Watson es gleich mit einem ganzen Syndikat zu tun, der "Schwarzen Hand". Ein nationalistischer Geheimbund, der von einem großserbischen Reich träumt und hierfür zu allen verfügbaren Mitteln greift. So sind deren Mitglieder (und Vorgänger) für die Ermordung des serbischen Königs Alexander I. und dessen Gattin im Juni 1903 verantwortlich und gelangten zu "Weltberühmtheit" durch ihre Rolle bei der Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand. Beim "Attentat von Sarajewo" wurde am 28. Juni 1914 der Erzherzog erschossen, ein Ereignis, welches letztlich den Ersten Weltkrieg auslöste.

Wolfgang Schüler beschreibt einerseits hoch interessant die Vorgeschichte dieses dramatischen Ereignisses, allen voran den Lebenslauf des jungen Gavrilo Princip, dem späteren Todesschützen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend erhält Gavrilo die große Chance, im weit entfernten Sarajewo sein Abitur zu machen. Doch obwohl er Jahrgangsbester wird, bleibt ihm ein Stipendium für ein anschließendes Studium verwehrt, da andere Mitschüler bessere Kontakte haben. So schließt sich Gavrilo der radikalen bosnischen Jugendorganisation Mlada Bosna an, die, infiltriert vom serbischen Geheimdienst, das Attentat ausführen soll.

Wer also hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges noch einmal wissen möchte, wieso es überhaupt zu dem berühmt-berüchtigten Attentat kam, der kann dies in unterhaltsamer Form bei Wolfgang Schüler nachlesen. Allerdings ist die Grenze zwischen Roman und populärwissenschaftlicher Darstellung an einigen Stellen fließend. Bereits zu Beginn folgt ein fünf Seiten langes Personenregister, in dem vor allem die fiktiven Figuren um Dr. Watson, Holmes und dessen Bruder Mycroft irritieren. Was haben diese hier zu suchen? Keine Frage, ohne sie wäre das Buch ebenfalls empfehlenswert und so könnte man böserweise vermuten, dass der Name des Meisterdetektivs im Buchtitel vor allem die Verkaufszahl nach oben treiben soll. Positiver gestimmt wäre anzumerken, dass der Autor es gekonnt versteht, die historischen Fakten mit einer fiktionalen Handlung zu verquicken.

 

Jeder von uns besaß einen Miniaturrevolver in Form eines Fingerrings, eine einschüssige Füllfederhalterpistole, eine scharfe Zigarre und zwei amerikanische Silberdollar. Der eine war hohl, ließ sich aufklappen und zur Weitergabe von geheimen Nachrichten verwenden. In dem anderen verbarg sich ein weiteres kleines Messer.

 

Der englische Geheimdienst erhält im Frühjahr 1914 Hinweise auf bevorstehende Attentatspläne und schickt Sherlock und Dr. Watson gegen deren Willen zunächst nach Belgrad, wo sie die Verschwörer stoppen sollen.

 

Holmes stellte den Whisky achtlos beiseite. "Sir, ich protestiere in allerschärfster Form."

Der Sekretär nickte. "Protest entgegengenommen. Dr. Watson, protestieren Sie ebenfalls?"

"Jawohl, Sir! Das habe ich bereits gegenüber meinen Entführern getan und tue es hiermit erneut."

"In einfacher, in scharfer oder in allerschärfster Form?"

"Selbstverständlich protestiere ich in allerschärfster Form!"

"Gut, damit hätten wir den protokollarischen Teil erledigt."

 

Weder Holmes noch Watson beherrschen die dortige Sprache, noch kennen sie sich mit den Verhältnissen vor Ort aus. Schnell erkennen sie, dass sie lediglich als Lockvögel missbraucht werden und alsbald selbst den serbischen Drahtziehern die Ereignisse aus den Händen zu gleiten scheinen.

Der vorliegende Roman ist kein typischer Holmes-Roman und daher vor allem jenen Leserinnen und Lesern zu empfehlen, die sich vorrangig für die damaligen realen Ereignisse interessieren. Erst im zweiten Teil der Handlung kommen Holmes und Watson verstärkt ins Spiel. Zwar können sie den Verlauf der Geschichte nicht zum Guten wenden (was niemanden überraschen dürfte), aber immerhin lösen sie in gewohnter Manier noch eine andere Spur auf, die geradewegs ins britische Königreich führt. Alles in allem letztlich eine runde Sache.

Sherlock Holmes und die Schwarze Hand

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