Die Tochter der Sündenheilerin

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Piper, 2014, Titel: 'Die Tochter der Sündenheilerin', Originalausgabe

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Birgit Borloni
Gelungener Generationenwechsel

Buch-Rezension von Birgit Borloni Mär 2014

Verletzte Eitelkeiten sind gefährlich, sie können weitreichende Folgen haben, vor allem wenn derjenige, dessen Eitelkeit verletzt wurde, eher kleingeistig und unversöhnlich ist. Diese Erfahrung muss auch die junge Antonia von Birkenfeld machen. Aus einer Laune heraus ermutigt sie den wesentlich älteren Eberhard von Regenstein, um sie zu werben – nicht wissend dass er ihre Neckereien tatsächlich ernst nimmt. Umso demütigender ist es für ihn, dass Antonias Vater Philip von Birkenfeld dieses Ansinnen rundheraus ablehnt – und somit alte Animositäten zwischen den Familien erneut geschürt werden. Eberhard lässt kurzerhand Antonias jüngere Schwester Meret entführen und als Geisel auf die Burg seines Vaters bringen. Wenig später befinden sich die beiden Sippen in einer Fehde, in der mit teils unfairen Mitteln gekämpft wird…

Für Leser von Melanie Metzenthin sind Philip und Lena von Birkenfeld aus den vorhergegangen Büchern Die Sündenheilerin und Die Reise der Sündenheilerin alte Bekannte. Vor nunmehr 23 Jahren sind die beiden von ihren Abenteuern aus Ägypten zurückgekehrt, haben sich auf Burg Birkenfeld niedergelassen und sind stolze Eltern vierer Kinder. So ist es nur folgerichtig, dass die Autorin in ihrem neuesten Roman Die Tochter der Sündenheilerin Antonia von Birkenfeld und ihre Geschwister Rudolf, Alexander und Meret in den Mittelpunkt rückt.

Humorvoll und ideenreich

Melanie Metzenthin selbst bezeichnet dieses Buch als ihre "heitere Mittelaltergeschichte", und dem kann man nach der Lektüre nur zustimmen. Trotz der ernsten Ausgangssituation mit der Entführung und der Fehde ist der Ton des Romans ausgesprochen humorvoll und besonders die Birkenfelder haben einige hervorragende Ideen, die ihren Gegnern das Leben schwer machen, ohne ihnen dabei ernsthaft zu schaden, aber den Leser ausgezeichnet unterhalten. Dabei hat auch Lena einen herrlichen Auftritt, den Leser der vorherigen Bände besonders zu schätzen wissen dürften, ebenso wie das Auftauchen von Philips Neffen Karim und Theas Tochter Sachmet, deren Eltern ebenfalls alte Bekannte sind.

Doch auch wenn einige Figuren aus den ersten Büchern auftreten und es immer wieder Anspielungen auf frühere Erlebnisse gibt, so kann man Die Tochter der Sündenheilerin doch problemlos alleine lesen. Die Hinweise machen höchstens neugierig auf die anderen Bücher.

Faszinierende Figurenzeichnung

Neben der humorvollen Schreibweise kennzeichnet die überzeugende Figurenzeichnung Melanie Metzenthins Romane. Als Fachärztin für Psychatrie und Psychotherapie kennt sie sich mit seelischen Erkrankungen aus und kann sie treffend darstellen.

In Die Tochter der Sündenheilerin ist Philip und Lenas ältester Sohn Rudolf von einer bipolaren affektiven Störung betroffen, umgangssprachlich auch "manisch-depressive Erkrankung" genannt. Metzenthin versteht es, dem Leser nahezubringen, was es heißt, mit einem daran Erkrankten umzugehen, mit ihm zu leben und wie sehr ein stabiles, liebevolles Umfeld helfen und stabilisieren kann, denn medikamentöse Hilfe gab es damals noch nicht.

Doch unbestritten die faszinierendste Figur ist Stephan von Cattenstedt, ein junger Ritter, der in den Diensten von Philip von Birkenfeld steht und seinen Ritterschlag während des Kreuzzugs erhielt. Dort hat er Traumatisches erlebt, dass er bisher tief in sich verschlossen hält. Im Laufe des Buchs öffnet sich Stephan immer mehr und der Leser erfährt nach und nach seine ganze Geschichte. Diese Wandlung ist so überzeugend und glaubwürdig dargestellt, dass Stephan bald zu einem der stärksten Sympathieträger des Romans wird. Zudem verleiht seine Erzählung dem Buch Würze, so dass die eher heiter erzählte Rahmenhandlung gekonnt abgerundet wird und die nötige Portion Tiefgang erhält.

Wenig Kritikpunkte

Zu Kritisieren gibt es wenig an Die Tochter der Sündenheilerin. Lediglich die sich anbahnenden Liebesgeschichten sind sehr vorhersehbar, hier gibt es so gut wie keine Überraschungen, ebenso wie letztlich – trotz einiger Wendungen – das Ende der Geschichte und der Sieger der Fehde schnell klar ist.
Somit ist es letztlich die Geschichte um Stephan von Cattenstedt, die das Buch davor rettet, allzu seicht zu werden.

Doch so entsteht eine gekonnte Verwebung zwischen Tiefgang, Dramatik, Spannung, Finesse und Humor sowie eine glaubhafte und facettenreiche Darstellung (fast) aller Figuren, welche Die Tochter der Sündenheilerin zu einem genussvollen Leseerlebnis macht, das den Leser für einige Stunden in eine andere Welt eintauchen lässt.

Die Tochter der Sündenheilerin

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Letzte Kommentare:
17.02.2015 19:30:48
Yellow

“Die Tochter der Sündenheilerin” spielt auf und um Burg Birkenfeld im Harz , nachdem seit Band 2 mehr als 20 Jahre vergangen sind .
Es ist der 3. Band der Sündenheilerin Reihe . Obwohl es eine Reihe ist sind die 3 Bücher alle anders und nicht miteinander vergleichbar .
Dieser 3. Band ist wohl das Buch mit dem meisten Humor , obwohl der auch in den anderen Büchern nicht zu kurz kommt .
Wir begegnen hier Philip und Lena , den Protagonisten aus den 2 Bänden zuvor , die mit ihren Kindern auf Burg Birkenfeld leben . Nach und nach treten auch die Kinder einiger Protagonisten (u. a . von Said und Thea ) der Vorgängerbände auf .
Im Mittelpunkt des Buchs steht der Streit und die Fehde zwischen den Birkenfeldern und den Regensteinern .
Neben der doch eher heiteren Geschichte bringt uns die Autorin durch Lenas und Philips Ziehsohn Rudolf die Probleme von dessen psychischer Erkrankung nahe und baut sehr gut die Geschichte von Stephan von Cattenstedt ein , die dieser während eines Kreuzzugs erlebt hat .
Es ist der letzte Band der Reihe , obwohl man gerade von einigen neu auftretenden Protagonisten gerne mehr lesen würde .
Wie den Vorgängerbänden vergebe ich alle 5 Sterne und hoffe das die Autorin noch mehr solche guten Histos schreibt .

16.02.2015 09:07:13
wampy

„Die Tochter der Sündenheilerin“ ist ein historischer Roman von Melanie Metzenthin, der 2014 bei Piper als Taschenbuch erschienen ist. Der Roman spielt Mitte des 13. Jahrhunderts auf und um Schloss Birkenfeld in Unterfranken. Es ist der dritte und wohl auch letzte Band aus der Sündenheilerin-Serie. Ich habe die Vorgängerbücher nicht gelesen und hatte keinerlei Verständnisprobleme.
Die Sündenheilerin Lena lebt mit ihrem Mann Philipp und ihren drei Kindern nun schon seit mehr als 20 Jahren auf Burg Birkenfels. Eberhard von Regenstein, Sohn ihres größten Feindes, hält um die Hand ihrer Tochter Antonia an, wird aber abgewiesen, da Antonia sich in den verarmten Ritter Stephan von Cattenstedt verguckt hat. Diese Abweisung führt zu auch gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Familien. Lena erhäht dabei Unterstützung von den ägyptischen Verwandten Karim, Sachmet und Donatus, die Burg Birkenfels einen Besuch abstatten.

Melanie Metzenthin erzählt die verwickelte Geschichte leicht und humorvoll. Die Charaktere sind komplex mit vielen Schattierungen gestaltet. Eindrucksvoll ist vor allem die Figur Stephan von Cattenstedt, der als traumatisierter Veteran der Kreuzzüge nach seinem Weg sucht. Im Fokus der Geschichte steht vor allem die Entwicklung dieser Figuren. Stephan erfährt Unterstützung vor allem von Karim und Antonia, die wie ihre Mutter ein Talent als Sündenheilerin entwickelt. Die Geschichte ist mit vielen Einfällen der Autorin gespickt wie zum Beispiel: Eine Gruppe der Regensteiner überfällt eine Siedlung, wird aber überwältigt und kann tatsächlich nur das nackte Leben retten – sie werden unbekleidet zurückgeschickt. So ganz nebenbei spinnt die Autorin ein umfangreiches Beziehungsgeflecht, in dem starke Frauen eine tragende Rolle spielen. Der Mix aus ruhigen Szenen, psychologischen Betrachtungen und Action ist gelungen. Die abwechslungsreiche Geschichte mit vielen Aufs und Abs hat mich voll gefangen genommen. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt allen Lesern empfehlen, die an historischen Romanen interessiert sind.

16.11.2014 19:46:01
Jana68

"Die Tochter der Sündenheilerin" ist der dritte und wohl auch abschließende Roman der Sündenheilerin-Bücher von Melanie Metzenthin.
Unsere alten Bekannten Lena und Philip leben mit ihren Kindern nun schon seit über 20 Jahre auf Burg Birkenfeld.
Ihre Tochter Antonia ist inzwischen erwachsen geworden. Als sie den Heiratsantrag von Eberhard von Regenstein ausschlägt, entführt dieser aus Rache Meret, die 11jährige Schwester von Antonia und es kommt zu einer Fehde zwischen den Regensteinern und den Birkenfeldern.
Wenig später kommen Gäste aus Ägypten nach Burg Birkenfeld:
Karim, Said's Sohn und Philips Neffe; Donatus, Philips Halbbruder und die geheimnisvolle Sachmet, Tochter von Thea, die ihre Gepardin Nebet mit sich führt.
In den Charakterzügen und im Verhalten von Karim und Sachmet erkennt man Said und Thea wieder, sodass die beiden Figuren doch irgendwie gegenwärtig sind, obwohl sie selbst in diesem Roman nicht auftauchen.
Die historischen Ereignisse jener Zeit stecken den Rahmen der Handlung ab, rücken aber nie wirklich in den zentralen Fokus des Romans. Es bleibt eine Familiengeschichte, in der vor allem psychische Erkrankungen und im weitesten Sinne Psychotherapie eine Rolle spielen.
Der Titel des Romanes bezieht sich ja eigentlich auf Antonia, die in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt. Doch viel mehr als sie steht Stephan von Cattenstedt und sein Schicksal im Mittelpunkt, den die tragischen Ereignisse und das eigene Handeln während des letzten Kreuzzuges an seine Grenzen gebracht haben und ihn nicht loslassen. Seine Seele krankt daran und er wird quasi zu Antonias "erstem Patienten". Deren Gabe als Sündenheilerin entwickelt sich, während sie versucht, Stephan zu helfen. Dabei verlieben sie sich in einander und wir finden viele Parallelen zur Geschichte ihrer Eltern.
Am Ende der Geschichte heiraten beide und bekommen die Burg Thale als Lehen.
Für Stephans Heilung ist aber auch seine Beziehung zu Karim sehr wichtig. Aus anfänglicher Ablehnung entwickelt sich hier eine tiefe Freundschaft, in der ich ebenfalls viele Ähnlichkeiten zur Beziehung zwischen Philip und Said vor 20 Jahren wiedergefunden habe.
Neben Stephans Trauma-Bewältigung wird die psychische Erkrankung von Philip's und Lena's Ziehsohn Rudolf sehr beeindruckend dargestellt. An der gleichen Erkrankung litt bereits dessen Mutter, der wir im ersten Roman begegnet sind und die letztendlich die Erkenntnis über ihre Erkrankung dazu veranlasst hat, ihren Sohn in Pflege zu geben. Für Rudolf ist es ein Glücksfall, in einer sehr guten Pflegefamilie aufgewachsen zu sein, deren vollwertiges und akzeptiertes Mitglied er ist. Unter anderen Umständen hätte aus ihm vielleicht ein aggressiver und gefürchteter Mensch werden können, dem man lieber nicht im Weg steht oder er wäre zu einem vereinsamten und gemiedenem Menschen am Rande der Gesellschaft mutiert. Doch durch die Unterstützung der Familie und den offenen Umgang mit der Erkrankung gelingt es ihm, ein weitgehend normales Leben zu führen. Gemeinsam schaffen sie es sogar, bestimmt Phasen der Erkrankung auszunutzen und daraus Kraft zu ziehen. Am Ende bekommt er die Tochter des Fehde-Gegners zur Frau und es ist eine Liebeshochzeit, weil Sybilla Rudolf so wie er ist, liebt und akzeptiert und ebenfalls den richtigen Umgang mit ihm in den einzelnen Phasen seiner Krankheit findet.
Mit diesem Roman ist der Autorin ein sehr schöner Abschluss der Geschichte um die Sündenheilerin Lena und ihrer Familie und Freunde gelungen. Melanie Metzenthin bleibt sich und ihrem Stil treu. Angereichert mit viel klugem Humor ist dies ein sehr lesenswertes Buch, dass Spannung und Unterhaltung bietet und dabei familiäre Harmonie und Zusammenhalt beschreibt, was zu jener Zeit sicher außergewöhnlich war. Ich hoffe, dass es weitere HR's von der Autorin geben wird, ich würde mich freuen.

04.06.2014 15:09:35
Philippa-Victoria

1254: Der Witwer Eberhard bittet die um viele Jahre jüngere Antonia, seine Frau zu werden. Antonia erteilt ihm eine Abfuhr. Daraufhin ist Eberhard so wütend und in seiner Ehre verletzt, dass er Antonias 11-jährige Schwester Meret entführt und als Geisel mit auf seine Burg nimmt.

Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen, denn "Die Tochter der Sündenheilerin" ist bereits der dritte Teil einer Trilogie, und ich möchte nicht zu viel verraten.

Es lohnt sich aber auf jeden Fall, dieses Buch zu lesen, und ich kann es auch denjenigen empfehlen, die die ersten zwei Bände noch nicht gelesen haben. Man kann den Roman auch ohne Vorwissen lesen und ohne Probleme der Handlung folgen.

Die Autorin entführt den Leser hier ins farbenprächtige 13. Jahrhundert. Das Leben auf einer mittelalterlichen Burg wird sehr schön beschrieben, die damaligen Lebensumstände und vor allem die Fehde, die hier zwischen den verfeindeten Familien ausgetragen wird, kommt gut zur Geltung. Dabei geht es recht unblutig zu, was mir sehr gefallen hat.

Auch hat Melanie Metzenthin einen angenehmen Schreibstil. Der Roman lässt sich flüssig und leicht lesen und hat auch eine humorvolle Note.

Wer Historische Romane mag, sollte sich diese Trilogie auf jeden Fall einmal näher anschauen; es lohnt sich!

15.04.2014 07:43:47
Orange

Wie habe ich mich auf diesen Roman gefreut. Nachdem mir die beiden Vorgängerromane so gut gefallen haben, musste ich auch dieses Buch haben. Obwohl ich solche Fortsetzungen wie „Die Tochter der….“ nicht unbedingt mag, war dieser Roman das ganze Gegenteil.
Über 20 Jahre sind seit der Handlung des letzten Bandes vergangen. Lena und Philip leben zusammen mit ihren Kinder auf Burg Birkenfeld. Antonia, die älteste Tochter weist einen Heiratsantrag von Eberhardt von Regenstein ab. Der sieht sich in seiner Ehre verletzt und entführt die jüngste Tochter der Birkenfelder. Philip erklärt den Regensteinern daraufhin die Fehde.
Melanie Metzenthin gelingt es mit ihren Schreibstil mühelos Sympathien und Antipathien zu wecken, ohne dabei schwarz-weiß zu malen. Auch die Liebe und der Humor kommen nicht zu kurz und die Seiten fliegen viel zu schnell dahin.

Für mich war „Die Tochter der Sündenheilerin“ auch die Geschichte des Stephan von Cattenstedt, einen Ritter der Birkenfelder. In meinen Augen hätte diese Geschichte einen eigenen Roman verdient.

Meiner Meinung nach sollten die Bände in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Auch wenn einige Jahre vergangen sind, wer die beiden Vorgänger kennt, hat einen deutlichen Wissensvorsprung und zudem zwei weitere tolle Romane zu lesen.

Auf ihrer Internetseite www.macamra.de hat die Autorin Hintergrundinformationen sowie einen Stammbaum zum herunterladen bereitgestellt. Aber Vorsicht! Dieser spoilert, da hier einige Verbindungen zu sehen sind, die in diesem Buch erst zustande kommen.

Leider ist dies das (vorläufige) Ende der Sündenheilerin-Reihe. Ich hoffe aber, dass uns die Autorin nicht allzu lange auf neue Werke warten lässt.

11.04.2014 23:24:40
Cysiay

Was für ein toller Abschluss der Geschichte ( oder kommt noch ein weiterer Band?) !
Nach dem auch ich Band 1 und 2 gelesen hatte, wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit Lena und Philipp weitergeht. Aber ich hätte mir auch gleich denken können, dass es bei dem Titel eher um die Kinder gehen wird. Und so konzentrierte sich Band 3 hauptsächlich auf die Kinder von Lena und Philipp, die alle noch Zuhause auf Burg Birkenfeld leben und welche ich alle ein Stück begleiten durfte.

Die wunderschöne und älteste Tochter, von Lena und Phillip, namens Antonia, hat viele Verehrer... Leider auch den Erben der Regensteiner, welcher sich nach einer Abfuhr so gebärdet, dass er Ihre jüngere 11 Jährige Schwester entführt und als Geisel auf seiner Burg hält. Es folgt eine spannende Fehde, die sich durch gesamte Buch erstreckt.

Sowohl Charaktere wie auch die Schauplätze sind wieder wundervoll Bildhaft und farbig beschrieben. Der Schreibstil der Autorin Melanie Metzenthin ist sehr flüssig, humorvoll und angenehm zu lesen und so entwickelte sich für mich „Die Tochter der Sündenheilerin“ zu einem Page Turner, den ich in 2 Tagen verschlungen hatte.
Insgesamt umfasst die Geschichte 473 Seiten und wird mit einem tollen Nachwort definitiv noch abgerundet.

Diese Fortsetzung ist im Übrigen auch als Einzelbuch lesbar, ich würde jedoch dennoch Band 2 und 3 vorher empfehlen.
Die Sündenheilerin - Trilogie ist eine der seltenen Reihen, wo die Geschichte einfach mit jedem Buch besser wird und so kann ich für diesem Band einfach nur 95 von 100 Punkten geben und somit 5 von 5 Sternen.

Vielen Dank an Melanie Metzenthin und dem Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

09.04.2014 14:23:27
-LENA-

Der Roman spielt im Harz in der Mitte des 13.Jahrhunderts.Schon lange gibt es Konflikte zwischen den Bewohnern der Burgen Regenstein und Birkenfeld. Dieses Mal ist der Auslöser ein zurückgewiesener Heiratsantrag.
Die Kinder der Protagonisten aus Band 1 und 2 kommen ins Spiel, man lernt die unterschiedlichsten Charaktere kennen.

Geschickt verpackt die Autorin die spannende, berührende Geschichte des Stephan von Cattenstedt in die Handlung mit ein.
Die Autorin versteht es gut durch ihren spannenden,heiteren und flüssigen Schreibstil dem Leser vergnügliche Stunden zu bereiten.

08.04.2014 18:02:41
jan-costin

Die Autorin hat wieder mal einen sehr guten Histo Roman geschrieben .
Wie alle ihre Bücher ist auch dieses gut geschrieben und der Humor kommt nicht zu kurz .

Glaubt man am Anfang noch es ginge nach der Entführung von Meret hauptsächlich um die Fehde zwischen Birkenfeldern und Regensteinern so rückt doch nach und nach die Geschichte von Stephan von Cattenstedt die er nach und nach spannend erzählt in den Mittelpunkt .
Diese Geschichte alleine wäre wohl einen Roman wert gewesen .
Wir treffen mit Lena und Philip bekannte Gesichter aus Band 1+2 wieder und lernen ihre Kinder und die Kinder der Protagonisten der Vorgängerromane kennen .
Auch wenn meine Lieblingsprotagonistin des letzten Romans Thea fehlt versteht es die Autorin die Sympathien auf mehrere Personen zu verteilen (aber keine schwarz - weiß - Zeichnungen ) . Dafür lernen wir ja Theas Tochter Sachmet mit deren Haustier (einer Gepardin kennen) .
Dieses Buch können auch diejenigen lesen die noch kein Buch der Autorin gelesen haben .
Wenn sie dann von dem Buch so überzeugt sind wie ich sollten sie bei Band 1+2 unbedingt die Reihenfolge einhalten da beide zeitlich doch näher zusammenliegen .
Nähere Infos über die Bücher gibt es auch auf der Homepage der Autorin
www.macamra.de