Hoffnung eines neuen Tages

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Gerth Medien, 2014, Titel: 'Hoffnung eines neuen Tages', Originalausgabe

Couch-Wertung:

88

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Daniela Loisl
Fulminantes und spannendes Finale der Meindorff-Saga

Buch-Rezension von Daniela Loisl Feb 2014

Der Erste Weltkrieg tobt in ganz Europa und Demy versucht weiterhin, die Stellung im Hause der Meindorffs zu halten und nimmt immer mehr Schützlinge unter ihre Fittiche. Das Überleben wird auch abseits der Front auf eine harte Probe gestellt, denn die Lebensmittel sind knapp und viele haben ihr Heim verloren. Philippe, mit dem Demy nun nach Hannes verlobt wurde, entpuppt sich für Demy als große Hilfe.

Auch in Petrograd sind Unruhen ausgebrochen und Anki und Robert versuchen verzweifelt, die Fürstenkinder zu schützen und begeben sich mit ihnen auf die Flucht&

Turbulenzen in allen Bereichen

Der Erste Weltkrieg bildet die Kulisse zum dritten und letzten Band der Trilogie und wie schon in den beiden ersten Büchern, spielen auch hier Demy und Philippe die größte Rolle. Dennoch führt Elisabeth Büchle ihre Leser durch die Erlebnisse vieler Personen und man begleitet diese von Berlin nach Petrograd, an die Front, in ein Lazarett und auch zum Flugzeughersteller Fokker. Gekonnt wechselt die Autorin die Schauplätze und hält so die Spannung immer aufrecht.

Bringt nicht schon der Krieg an sich genug an Ereignisse, so durchleben alle Darsteller noch ihre eigenen turbulenten Abenteurer, sodass es nicht verwundert, dass dieser Band mit einem rasanten Tempo dem Ende der Meindorff-Geschichte zusteuert, was viele treue Leser sicher bedauern.

Eine sehr starke Frau

Demy, die stets als durchsetzungsstark, charakterfest, aber auch hilfsbereit und sensibel dargestellt wurde, wächst in diesem Band über sich selbst hinaus. Immer mehr Menschen suchen Zuflucht in der Villa und nicht selten fragt sich der Leser, ob dies nicht schon genug Personen sind, für die Demy sorgt. Der extreme Altruismus Demys schrammt die Grenze der Glaubwürdigkeit, aber dies ist wohl auch der einzig leichte Kritikpunkt im Abschlussband und macht dem Unterhaltungswert keinen Abbruch, sofern dies den Leser überhaupt stört.

Einen interessanten Wendepunkt hat Büchle mit der Ehe von Hannes und Edith geschaffen. Ist Ediths Handeln nach Hannes` Fehler auch nachvollziehbar, so hätte manch andere Frau wohl anders gehandelt, was dieser Situation aber noch ein Mehr an Tiefe gibt. Das Zweifeln der beiden Figuren, die Selbstvorwürfe und der Seelenschmerz, dem die beiden ausgeliefert sind, hat Büchle mit ausgesprochen großem Einfühlungsvermögen gezeichnet.

Die Flucht Ankis und Roberts mit den Chabenski-Kindern bietet einen krassen Gegensatz zu den Geschehnissen in Berlin. Da die Autorin alle Figuren mit derselben Liebe zum Detail geschaffen hat, bekommt man nie das Gefühl, dass diese Geschehnisse nur mit eingebaut sind, um für Abwechslung zu sorgen, sondern bieten einen ebenso interessanten wie auch exotischen Exkurs.

Spannendes Finale

Dass in diesem Teil nun alles darauf hinausläuft, wie es letztlich mit den einzelnen Figuren - insbesondere mit Demy und Philippe - weitergeht, versteht sich von selbst. Mit den beiden hat Elisabeth Büchle ein sehr ungewöhnliches Paar geschaffen, das sich vom Charakter her aber dennoch gleicht. Natürlich ist dies eine Liebesgeschichte, wenngleich die Autorin es geschickt vermieden hat, ins Kitschige abzugleiten.

Nicht alles löst sich in Wohlgefallen auf, was die Glaubwürdigkeit der Erzählung nur unterstreicht.

Mit der Meindorff-Saga hat Elisabeth Büchle nicht nur eine spannende und unterhaltsame Trilogie geschrieben, sondern hat es auch geschafft, das Niveau des ersten Bandes bis zum Schluss durchzuhalten. Man darf neugierig sein, was die Autorin wohl als nächstes dem Leser bieten wird.

Hoffnung eines neuen Tages

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Letzte Kommentare:
26.06.2015 22:02:27
histo_freak

Den Inhalt will ich nicht wiedergeben, dass haben andere schon getan und die Beschreibung des Verlagstextes reicht auch.

Elisabeth Büchle ist ein spannendes Werk über den 1. Weltkrieg gelungen. Ich habe alle drei Bände gelesen und empfehle sie auch alle in der Reihenfolge zu lesen.

Es ist ein Famlienroman. Hier geht es weiter mit der Geschichte um die Meindorffs und van Campens. Die Geschichte wird wieder aufgenommen. Leider sind einige Wiederholungen von Nöten, da die Geschichte wohl auch einzeln lesbar sein sollte. Das macht es für den Leser der Trilogie etwas mühsam.

Die Geschichte ist sehr interessant und spannend. Die Sprache etwas zu blumig. Es werden sehr viele teils merkwürdige Vergleiche gezogen. Auch gibt es meines Erachtens zu viel Gefühldusselei. Seitenweise wird errötet wer, was warum wie fühlte. Das hätte man deutlich kürzen können.

Hier sind wir also Mitten im 1. Weltkrieg. Die Kriegshandlungen und der Kriegsverlauf werden ausführlich geschildert. Auch hier treten jede Menge historischer Persönlichkeiten auf. Nur hat die Autorin es etwas übertrieben. Muss denn ich Göbbels und Hitler eingebaut werden? Muss die Familie auf beide stoßen? Weniger wäre mehr gewesen! Auch wenn es historisch korrekt dargestellt wird.

Und dann ahnt natürlich einer der Personen dass von Deutschland nach dem 1. Weltkrieg hohe Reparationen gefordert werden.

Trotzdem. Die Personen spielen in ihrer Zeit. Die Geschichte wurde nicht wie bei manchen historischen Romen, einfach in diese Zeit gesetzt und könnte auch in einer ganz anderen Periode spielen. Die Personen handeln der Zeit gemäß.

Klasse wie die Autorin auch hier wieder die Fäden aus Vorgängern weiterführt. Fast keiner ist nur "gut". Auch wenn es vielleicht etwas dick aufgetragen wurde.

Schön finde ich das Nachwort der Autorin, die zahlreichen Fußnoten und die Liste der historischen Personen.

Sprache = 65 %
Historizität* = 90 %
Spannung = 75 %

Ich vergebe gute 80 %. Gute Trilogie. Der aber eine Kürzung ganz gut getan hätte. Trotzdem historischer geht es wohl kaum. Vielleicht einen Ticken zu historisch.


* Soweit ich das beurteilen kann

15.02.2015 15:39:16
wampy

„Hoffnung eines neuen Tages“ ist ein historischer Roman von Elisabeth Büchle, der 2014 bei Lübbe als Hardcover erschienen ist. Dies ist der dritte und abschließende Teil der Meindorff-Saga. Auch hier gilt: man kann das Buch auch lesen und verstehen, ohne die Vorgänger gelesen zu haben, aber besser ist es, die Serie komplett in der richtigen Reihenfolge zu genießen.
Der Klappentext trifft diesmal zu:
Während der Erste Weltkrieg seinen unheilvollen Lauf nimmt, versucht die junge Demy in Berlin weiter unermüdlich, sich und ihre Schützlinge durch die schwere Zeit zu bringen. Als sie unter der Last zusammenbricht, steht ihr Philippe Meindorff unverhofft zur Seite. Doch dann erhält die Familie eine niederschmetternde Nachricht, die alles erneut ins Wanken bringt ... Anki und Robert geraten in Petrograd in die Unruhen der Februarrevolution und müssen mit den vier Fürstenkindern fliehen. Bei dem fast aussichtslosen Versuch, nach Berlin zu entkommen, wird die Schicksals- gemeinschaft auseinandergerissen. Wird das nahe Kriegsende alle wieder zusammenführen? Der dritte und letzte Teil der großen Meindorff -Saga.
Wer den van Campens und den Meindorffs noch nicht verfallen war, den wird es diesmal erwischen. Elisabeth Büchle beschreibt in ihrem unvergleichlichen Stil den Fortgang dieser Familiensaga. Wieder werden die Protagonisten nicht geschont und der Leser kann nur hoffen, das es zu einem glücklichen Ende führen wird. Wieder sind die Figuren liebevoll und mit viel Sorgfalt gezeichnet, der Handlungsfaden ist verwickelt und doch findet die Autorin Gelegenheit, das ein oder andere Thema in die Handlung zu integrieren. Auch dieser dritte Teil hält zumindest das Niveau seiner Vorgänger, vielleicht sogar ein wenig mehr. Für mich zählt die Meindorff-Saga zu den besten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Wer diese Bücher nicht liest, verpasst etwas!

19.05.2014 08:15:52
Orange

Mit „Hoffnung eines neuen Tages“ liefert Elisabeth Büchle den dritten und damit letzten Teil ihrer Trilogie um die Familie Meindorff.
Sehr gut gelingt es der Autorin den Leser sofort wieder in den Bann zu ziehen und man weiß sofort wieder, wer wer ist und in welcher Beziehung die Personen zueinander stehen.
Noch immer ist der Krieg nicht zu Ende und Demy und ihre Gäste haben mit etlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Lebensmittel sind knapp und rationiert, die Zuversicht der Bevölkerung schwindet und auch in Berlin werden die Rufe nach einer Revolution lauter. Trotz allen kämpft Demy unermüdlich immer weiter, stößt dabei aber auch an ihre körperlichen Grenzen. Hilfe erhält sie ausgerechnet von Philipp Meindorff. Und endlich werden sich die beiden ihrer Gefühle füreinander klar.
Währenddessen müssen Anki und ihr Mann mit den vier Fürstenkindern vor der Revolution aus Russland fliehen. Auf ihrer Flucht werden sie getrennt und eine wahre Odyssee beginnt.
Hannes ist noch immer an der Front und kämpft nicht nur gegen den Feind sondern auch gegen den Grabenkoller. Auch in seiner Ehe mit Edith steht es nicht zum Besten.
Sehr geschickt verwebt Elisabeth Büchle in ihren Roman die Geschichte der fiktiven Personen mit den politischen Geschehnissen und so entsteht ein sehr lebendiges Bild dieser Zeit. Die Hilflosigkeit und Verzweiflung sind in manchen Szenen richtiggehend spürbar, aber auch die Versuche aus den gegebenen Umständen das Beste zu machen. So hofft und bangt man als Leser mit Demy, Anki, Philipp und all den anderen. Leider gibt es, wie im wahren Leben, nicht für alle ein Happy End.

Sehr gut gefallen hat mir auch hier wieder die Aufmachung des Buches. So ist es nach dem Lesen ein Schmuckstück im Bücherregal und ergänzt die beiden vorigen Teile perfekt.

Wer die ersten beiden Teile gelesen hat, kommt an diesen hier nicht vorbei. Allen anderen empfehle ich die Einhaltung der Reihenfolge. Auch wenn alle Teile unabhängig voneinander gelesen werden können, manche Entscheidungen und Handlungen der Personen lassen sich so besser nachvollziehen.

Ich empfehle die Meindorff-Trilogie uneingeschränkt und wünsche den zukünftigen Lesern viel Vergnügen.

06.05.2014 19:38:53
Mohnblume

Ein Grandioses Familien und Kriegs Epos

Die junge Demy , ist zu einer jungen lebendigen , verantwortungsvollen Frau , mit einem großen Herzen herangereift. Die nie an sich denkt , sondern nur für andere da ist. Auch ihre Schützlinge werden von ihr umgeht und gepflegt, unermüdlich ist sie im Einsatz. Doch sie besitzt auch ein großes Durchsetzungsvermögen, sowie sie das Haus in den letzten Jahren Kriegsjahren, wie ein Kapitän sicher durch viele Stürme steuert. Der Krieg , mit all seinem Elend ,Hunger, und der tägliche Kampf ums nackte Überleben haben auch in Berlin Einzug gehalten.
In all diesen Wirren finden Philippe und Demy nach einigen Anläufen , und Schicksalen endlich zusammen. Die Bewohner der Meindorff Villa , müssen auch traurige Schicksale und Nachrichten hinnehmen , aber trotzdem bleibt auch ein Zeit der Hoffnung und Freude , sie meistern ihr Leben mit Bravur.
Anki und Robert müssen mit ihren Ziehkindern der Fürstenfamilie aus Russland fliehen. Die Revolution hat dort Einzug gehalten . Eine Gefahrvolle , Entbehrungsreiche und Abenteuerliche Flucht beginnt , ob sie heil Berlin erreichen........
Auch Demy hat sich unbedacht in eine Gefahrvolle Situation gebracht . Karl Roth der durch seinen Hass und Neid , auf seinen Halbbruder Philippe getrieben, trachtet nach ihrem Leben. Sie muss um ihr Leben bangen und flieht vor ihm , durch die halbe Stadt Berlin, ob ihr diese Flucht gelingt und Philippe sie retten kann , steht auf einem anderen Blatt geschrieben.....
Die ganze Welt ist im Umbruch , wird es bald zum Frieden kommen und alle nach diesem sinnlosen Krieg , ihr Glück und eine neue Heimat finden ? Wird alles sich am Ende zum Guten fügen …...



Der Autorin Elisabeth Büchle ist mit ihrem 3. Teil ihrer Trilogie um den 1. Weltkrieg mal wieder ein großer Wurf gelungen. Sie versteht es den Leser in ihren Bann zu ziehen. Geschickt versteht sie es Liebe, Drama, Schicksale und Politisch Historisches Zeitgeschehen spannend mit einander zu verweben. Die Politische Hintergründe , das ganze geschehen hervorragend und Akribisch rescherschiert, und faszinierend erzählt. Sie spannt eine Brücke zwischen Deutschland , Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Nimmt uns mit an die einzelnen Kriegsschauplätze.
Erzählt von den einzelnen Schicksalen ihrer Protagonisten, teils traurige und auch Humorvolle Begebenheiten. Alles ist sehr lebendig und bildhaft geschildert , man fühlt sich mittendrin.Die Geschichte wirkt an keiner Stelle langweilig , im gegen teil von Seite zu Seite baut sich ein ungehörige Spannung auf. Eine Grandiose Familiensaga , die einem fesselt und nicht mehr loslässt. Ihre Protagonisten lernt man zu lieben , aber auch einige die man ablehnt. Eine Geschichte so real wie das Leben.

„ Eine Trilogie die man verfilmen sollte „

„Ein Buch voller Herzenswärme , das einen ergreift und tief bewegt „

04.05.2014 18:12:06
Sagota

Meinen VorrezensentInnen ist kaum noch etwas hinzuzufügen - und vielleicht doch:
Ich hatte die Freude, auch den 3. Band der "Brücken-Trilogie" um das Geschehen im 1. Weltkrieg an diversen Schauplätzen in einer Leserunde der HC mitzulesen und bin begeistert:
Exemplarisch und voller Spannung und Dramatik erzählt dieses Buch die Geschichte der dem Hause Meindorff entstammenden Geschwister, die im Charakter unterschiedlicher kaum sein könnten. Dabei ist die Familiensaga immer zwischendurch auch mit realen Fakten des aktuellen Kriegsverlaufs und politischem Geschehen an den jeweiligen Schauplätzen - bestens recherchiert - miteinander verwoben.
Die Autorin versteht es auf zutiefst menschliche Weise, spannend und stilistisch anspruchsvoll, gewürzt mit einer Prise Humor, die freuden und auch die Trauer und das Leid der Menschen in den Jahren 1917/18 ff sehr berührend und auf hohem emotionalen Niveau zu schildern; hierbei hat sie ein sensibles Gespür für eine gute "Mischung" von beidem, die im Plot stimmig ist und das Rätsel des Prologs am Ende auflöst.
"Hoffnung eines neuen Tages" sowie Band 1 und 2 dieser Trilogie sind mit die besten Bücher, die ich in den letzten Jahren las.
Ich würde mir eine weitere Trilogie nach dieser Trilogie wünschen, die dann ja ebenfalls in sehr geschichtsträchtiger Zeit des deutschen Landes spielten...
Die humorvoll beschriebenen "Eigenheiten" der symphatischen Hauptprotagonisten Philippe Meindorff und Demy van Campen werden mir fehlen - ob diese erblich sein könnten?!? ;-))

02.05.2014 12:48:58
-LENA-

Der spannende Abschlußband der Trilogie behandelt die beiden letzten Jahre des 1.Weltkriegs und die Auswirkungen der russischen Revolution.
Die bildhafte Sprache der Autorin versetzt den Leser mitten an die Front, in die Wirren der Revolution in Rußland, sowie auch in Deutschland. Man erlebt dramatische und berührende Momente;leidet und hofft mit den Protagonisten;fiebert mit, wie sich die Beziehungen entwickeln.
Die fiktive Geschichte der Familienmitglieder van Campen und Meindorff wurden von der Autorin mit realen Ereignissen und Personen hervorragend vermischt. Hier bemerkt man die umfangreiche Recherche der Autorin.
Elisabeth Büchle hat mit dieser Trilogie ein ausgezeichnetes Werk vorgelegt,das man nur weiter empfehlen kann.

29.04.2014 13:41:24
unclethom

Der Autorin ist mir dem dritten und abschließenden Band ihrer Trilogie wieder ein großartiger Roman gelungen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern konnte. Sehr bildhaft beschreibt sie die Schauplätze und ihre Protagonisten. Zu jeder Zeit fühlte ich mich aufs beste unterhalten.
Es ist ihr vor allem geglückt die Stimmung der damaligen Zeit in ihr Buch zu projizieren, eine Kunst die nicht jedem Autor gelingt. Man konnte spüren die Angst der Soldaten an der Front, ebenso wie die Ängste der Flüchtlinge aus Russland. Auch den täglichen Überlebenskampf in der Heimat beschreibt sie so Bildhaft, dass man da saß und überlegte wie man seinen Beitrag zur Ernährung der Berliner leisten könne.
Natürlich kam auch die Liebe nicht zu kurz, ich amüsierte mich über Demy und Phillippe wie sie es sich wirklich nicht leicht machten. Aber mehr dazu müsst ihr selbst lesen. Ich möchte Euch nicht den Spaß nehmen selbst herauszufinden ob die beiden nun zusammenfinden oder nicht.
Alles in allem war es, wie schon die ersten beiden Bände dieser Trilogie, ein rundherum gelungenes Buch, welches ich allen Freunden historischer Romane und Familiensagas nur empfehlen darf.

12.03.2014 22:41:20
Erika Kunze

Zwischen den Buchdeckeln kann man Geschichte "atmen". Eine facettenreiche sehr gelungene Reise in die Zeit des deutschen Kaiserreiches und der großen Umbrüche in Rußland. Der Blick wird spannend, lebhaft und wortgewandt auf verschiedene Schauplätze und Beziehungen gelenkt. In der Lektüre der Meindorff-Saga Band 3 stecken Wort- und Waffengefechte, facettenreiche Unterhaltung, Wissens- und Wertevermittlung auf ansprechendem Niveau und Geschichtsunterricht zum Greifen nah.
Das Eschrecken über verpasste Gelegenheiten, Ungeklärtes aufzugreifen und die Entgültigkeit des Todes, dessen erschütternde Häufigkeit zu Kriegszeiten einem die Nase darauf zu stoßen scheint, welch großartige Möglichkeiten zu Friedenszeiten gelebt werden können, werden vor Augen gemalt.
Hoffnungsträgerinnen Demy und Anki van Campen gehen mutig ihren Weg im Vertrauen auf Führung von Gott und erfahren in Situationen Sympathie und Beistand von Personen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte, in der Darstellung jedoch glaubhaft.
Aber warum haben die wahren Heldinnen fast immer hüftlange gelockte Haare? Damit muß ich lesen leben...
Interessant ist der Einbau historischer Personen "im Vorbeigehen, mal so nebenher"
(Ein Herr Hitler vorübergehend körperlich eingeschränkt in Ediths Lazarett).
Elisabeth Büchles Kunst, umfangreich zu recherchieren und mit einem gewaltigen Wort-Schatz einer besonderen, tragisch-großen Epoche Leben einzuhauchen, ist brillant gelungen, einmal mehr. Vielen Dank, Elisabeth Büchle!

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

Wir schauen auf einen Zeitpunkte unserer Weltgeschichte und nennen Euch passende historische Romane.

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