Die Chronistin

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • btb, 2006, Titel: 'Die Chronistin', Originalausgabe

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She She
Mord im Kloster

Buch-Rezension von She She Dez 2006

Im Jahr 1245 machen die Nonnen des Damenstifts von Corbeil eine grausige Entdeckung: In einem kleinen Raum unterhalb des Altars ihrer Kirche finden sie eine mumifizierte Frauenleiche. Rasch stellt sich heraus, dass es sich um die vier Jahre zuvor verschwundene Mitschwester handelt, die sie unter dem Namen Sophia de Guescelin kannten. Das Entsetzen wird noch größer, als sich herausstellt, dass Sophia ermordet wurde. Wer kann so etwas getan haben und warum? Hängt der Mord etwa mit den Aufzeichnungen zusammen, ihrer Chronik, an der Sophia ständig schrieb, die aber keine je gelesen hat? Äbtissin Roesia setzt alles daran, die Sache zu klären, aber bald gibt es noch mehr tote Nonnen. Die Opfer sind allesamt eng mit Sophias Lebensweg verknüpft. Wer war Sophia wirklich?

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Letzte Kommentare:
20.09.2012 22:56:15
Nachtflaterin

Ich lieh mir dieses Buch in der Bibliothek aus, weil ich mal wieder einen Mittelalterroman lesen wollte. Nach Leseproben von verschiedenen Büchern dieses Genres entschied ich mich aufgrund der lebendigen farbigen Sprache für den Roman "Die Chronistin". Ich rechnete eigentlich mit einem mittelmäßigem Roman von mutigen Frauen, sympathischen Helden, Königen, sowie möglicherweise einer schnulzigen Liebesgeschichte. Eigentlich lese ich normalerweise anspruchsvollere Literatur, manchmal jedoch befällt mich die Lust nach leichter literarischer Kost so wie andere Menschen vielleicht die nach Schokolade. Nun muss ich jedoch verblüfft feststellen, dass dieser Roman in seinem Genre eigentlich richtig revolutionär und sehr überraschend ist. Die Heldin beeindruckt weniger durch süße, liebe, edle Eigenschaften, als vielmehr durch ihre Intelligenz und die rasende Wut sich durch ein altmodisches, geistig minderbemitteltes Umfeld darin behindert zu sehen ihre Bildung und gigantischen geistigen Fähigkeiten auszubauen. Diese Frustration macht sich in ihrer Figur auf sehr natürliche, nachvollziehbare Weise Luft. Außerdem beschreibt die Autorin mit großem Mut und verblüffender Direktheit Szenen und Bilder von denen die Welt bisher wohl glaubte, sie seien Charlotte Roche vorbehalten. Ich komme beim Lesen aus dem Staunen nicht mehr heraus und wundere mich zugleich sehr stark darüber, warum das Buch nicht viel berühmter und viel mehr in aller Munde ist. Ich frage mich, welche Lobby wohl dahinter steht, dass dieses Buch nicht so schnell so berühmt werden kann wie zum Beispiel Feuchtgebiete.

22.09.2010 19:03:47
Sana

Von der Idee interessant angelegt, aber die Heldin war mir zu widerborstig. Diese Sophia blieb mir zu unsympathisch als dass ich mit ihr gern durchs Geschehen gegangen bin. Ähnlich gings mir mit den "Zweifel des Salai" von Monaldi/Sorti - was ja nicht heißen soll, dass andere das Buch nicht lieben. Das ist ja aber auch das Spannende am Lesen - man entdeckt neue Welten und in einige taucht man leichter ein als in andere.

16.01.2008 03:46:35
Volker-Ralf

sprachlich wieder ganz klar ein Roman von Julia Kröhn: Einfach schön, wortgewaltig, sehr bildhaft, ausschweifend aber nicht zu kompliziert.

Der historische Rahmen ist sehr gut drumherum gebaut und ist korrekt recherchiert. Eine Zeittafel, der benannten Persönlichkeiten, hilft, den Überblick zu behalten.

Die Hauptprotagonistin ist sehr düster dargestellt. Eine Heldin, die man 500 Seiten lang nicht unbedingt lieben lernt. Sie kämpft "mit harten Bandagen"für ihre Sache und ist sehr "ich-bezogen".

Am Ende klärt sich vieles auf und man merkt, in welcher seelischen Armut sie lebte. Die Leserschaft kann dann bis zum Schluss Frieden mit ihr schliessen, ohne dass sich freilich ein Happy-End á la Hollywood einstellen würde. Schliesslich ist sie ja auch tot.

Sicherlich eine schwierige schriftstellerische Glanzleistung, die Chronistin zunächst als unfreundlich und hassenswert darzustellen, um dieses dann noch glaubhaft zu relativieren... Definitiv kein Charakter, der eindimensional bleiben könnte.

Wer aber war ihr Mörder? Schön, dass das bis zum Ende nicht offensichtlich ist.

04.12.2007 15:20:22
Christina Corvers

Kein Buch für Einfaltspinsel: Sprachgewaltig und kompromisslos berichtet Julia Kröhn vom Leben der Sophia, einer bemerkenswerten und hochspannenden Frau, die alles andere als eindimensional daherkommt. Glänzend recherchiert und erfreulich anders als andere! Für mich absolut empfehlenswert!

29.06.2007 10:42:54
Evi

Was fur ein oeder Text! Langweilig und umstaendlich wird die Geschichte Frankreichs kommentiert und auch das Leben der"Sophia" - einer der unsympathischsten Heldinnen, die ich je gelesen habe -, interessierte mich kein bisschen. Hab eigentliuch nur weiter gelesen, weil ich hoffte, es wuede noch irgendetwas an Interessantem kommen - lider vergeblich.
Kann ich nur als Schlaftablette empfehlen!

19.12.2006 19:29:29
lilith nathan

Ich habe die Chronistin gelesen und war von dem Buch wirklich begeistert. Es ist toll konstruiert, sehr spannend geschrieben und zugleich fundiert recherchiert. Man erfährt nicht nur vieles über das Alltagsleben im Mittelalter, sondern auch einiges über die damalige Theologie, ohne dass das zu wissenschaftlich wird.
Wer allerdings eine romantische Vorstellung vom Mittelalter hat, wird enttäuscht werden. Die damalige Zeit wird als extrem brutal, dreckig, dunkel beschrieben - ein Eindruck, der sich nochmal verstärkt, weil die Protagonistin Sophia alles andere als liebenswert ist. Sie hat einen sehr verstörenden Charakter, weil sie sehr egozentrisch und kompromisslos für ihre Ziele kämpft. Gerade das macht aber die Besonderheit - und für mich die Stärke - des Buchs aus.