Das Geheimnis der Apothekerin

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Scm Hänssler, 2009, Titel: 'The Apothecary's Daughter', Originalausgabe

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Karin Speck
Zwischen Apotheke und Ehe oder wie eine Frau sich durchsetzt

Buch-Rezension von Karin Speck Feb 2014

Lilly Haswell wächst in einem kleinen englischen Dorf im 19. Jahrhundert auf. Ihr Vater ist dort der ortsansässige Apotheker. Schon von Kindesbeinen an lernt Lilly den Umgang mit Kräutern und Pillen. Die Zusammensetzung von einzelnen Rezepturen kann sie sich mühelos merken. Allerdings wirft die Flucht der Mutter auf diese scheinbare Idylle einen Schatten auf Lillys Leben. Als sie dann von Onkel und Tante eingeladen wird, London kennen zu lernen, um sich dort auf die Suche nach einem passenden Ehemann zu machen, stimmt sie freudig zu und kehrt der Heimat den Rücken. Doch dann wird ihr Vater krank und sie muss in das Dorf ihrer Kindheit zurückkehren. Für Lilly stellt sich die Frage, wie ihr Leben nun weiter verlaufen soll. Soll sie einen Apotheker heiraten und ihr Leben so weiter leben wie bisher, oder soll sie besser aus ihrem bisherigen Leben ausbrechen und den Arzt Dr. Graves, den sie schon in London kennen lernte, heiraten?

Das Frauenbild im Jahre 1810

Der Erzählstil von Julie Klassen ist leicht und flüssig zu lesen. Sie hat sich der Zeit gut angepasst, so dass die Sprache auch zu der Zeit passt, in der die Geschichte spielt. Die Autorin erzählt vom Leben einer jungen Frau im 19. Jahrhundert in England. Sie erzählt auch vom Leben in einer Apotheke dieser Zeit, von den Heilmitteln und davon, was dem Apotheker erlaubt war und was nicht. Sie gibt Einblicke in die Gesetze und wie Verstöße gegen diese geahndet wurden. Und vor allem erfährt der Leser, wie die Frau an sich in dieser Zeit lebte und arbeitete.

Die Protagonistin Lilly Haswell muss einige Höhen und Tiefen durchleben, bevor sie ihr Lebensziel findet. Zu Beginn ist sie noch ein junges, unbedarftes Mädchen und am Ende eine Frau mit Charakter, die es schafft, sich durchzusetzen. Ihr Glaube an ihr eigenes Können und Wissen und der Glaube an Gott geben ihr die Kraft, ihr Leben zu meistern und ihren Weg zu finden. Die Charaktere dieser Geschichte sind gut ausgearbeitet und neben Lilly gibt es noch einige andere, die ihre Leben meistern müssen. Da ist der Lehrjunge Francis, der schon in ganz jungen Jahren in die Apotheke kommt und quasi mit Lilly aufwächst. Auch die Leute aus dem Dorf werden facettenreich geschildert, allen voran der Adelsspross Roderick Marlow. Durch sie entsteht einmal mehr ein lebhafter Eindruck der Geschichte und macht sie authentisch.

Der christliche Glaube spielt hier zwar eine Rolle, ist aber nicht so vordergründig, dass er den Lesefluss stören würde. Der historische Aspekt steht doch mehr im Vordergrund und prägt das Buch.

Von Verehren und zukünftigen Ehegatten

Vielleicht aber gibt es in dieser Geschichte den einen oder anderen Verehrer zu viel für Lilly. Das nervt auf Dauer und wird ihr als Figur auch nicht gerecht. Vor allem der Aufenthalt in London wird genau geschildert und die Suche nach einem passenden Ehemann steht hier im Vordergrund. Mitunter kommt es dem Leser so vor, als würden hier noch schnell ein paar Seiten mit neuen Aspiranten gefüllt. Im Gesamtbild stimmt das Verhältnis jedoch wieder. Dabei wird allgemein gut dargestellt, was von einer Frau zu dieser Zeit erwartet wurde, was ihr gestattet war und was eben nicht.

Anhand einiger Charaktere erzählt die Autorin von speziellen Krankheiten und wie mit ihnen umgegangen wurde, wie beispielsweise der Epilepsie. Die Freundin und Nachbarin von Lilly, Mary, leidet unter dieser Krankheit. Die Autorin stellt gut klar, was es damals hieß, unter dieser Krankheit zu leiden. Meistens wurden diese Menschen in Anstalten eingesperrt, damit sie niemanden verletzten konnten oder eben auch sich selbst nicht verletzten. Die Familie von Mary wehrt sich dagegen. Sie und Lilly werden gute Freundinnen und versuchen gemeinsam das Schicksal von Mary zu meistern. Der Leser erfährt so einiges interessantes an Heilversuchen in dieser Zeit.

Vor jedes neue Kapitel hat Julie Klassen ein Zitat gesetzt, das entweder aus einer Zeitung des 19. Jahrhunderts stammt oder ein Zitat eines bekannten Schriftstellers ist. Damit schafft sie es auf eine sehr geschickte Weise, den Leser in die Zeit zu holen und schafft so einen perfekten Rahmen für die Stimmung im gesamten Roman.

 

"Maiglöckchen: Erhöht die Leistungsfähigkeit des Gehirns, wirkt gegen Vergesslichkeit und hilft dem Gedächtnis wieder auf die Sprünge" Zitat aus Culpeper’s Complete Herbal.

 

Das Cover zeigt eine junge Frau die Gedankenverloren aus dem Fenster schaut, es könnte sich durchaus um Lilly handeln und passt somit gut zur Geschichte. In einem kleinen Nachwort trennt die Autorin noch kurz Fiktion und Wahrheit und erwähnt, woher sie ihre Informationen hat.

Trotz Längen eine interessante Geschichte

Mit Das Geheimnis der Apothekerin erzählt Julie Klassen die Geschichte einer jungen Frau, die ihr Leben trotz Schwierigkeiten meistert, und so ganz nebenbei erfährt der Leser einiges aus dem Berufsstand der Apotheker im dem 19. Jahrhundert. Das Buch hat vielleicht ein paar Längen und manches aus dem Leben von Lilly ist auch nicht unbedingt spannend zu nennen, aber trotz allem bietet es gute Unterhaltung vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens.

Das Geheimnis der Apothekerin

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