Der ermordete Gärtner

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • , 2013, Titel: 'Der ermordete Gärtner', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Gute Fortführung der Serie

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Feb 2014

Als die drei Kleinganoven Hotte, Manni und Ralle in die Leipziger Schrebergartensiedlung Dr. Schreber einbrechen, stoßen sie auf die Leiche eines ermordeten Kleingärtners. Der Mord zieht unweigerlich die Aufmerksamkeit des Reporters Konrad Katzmann und seines Freundes, den Fotografen Heinz Eggebrecht, auf sich. Nicht zum ersten Mal stürzen sich die Beiden begeistert in die Ermittlungen, für die eigentlich Oberkommissar Bölke zuständig ist. Doch Bölke scheint dieses Mal tatsächlich den Fall ohne die beiden Journalisten lösen zu können, denn als Katzmann den Oberkommissar zu dem Fall befragen möchte, präsentiert dieser bereits die Verhaftung des vermeintlichen Täters. Dabei handelt es sich um Ralph Ralle Heidner, der den Toten entdeckte und dementsprechend zahlreiche Spuren am Tatort hinterließ.

Katzmann und Eggebrecht gehen der Sache trotzdem nach, was vor allem Eggebrecht in tiefe Verwirrung stürzt, denn er muss alsbald feststellen, dass ausgerechnet sein Vater der Geliebte der Gattin des Ermordeten ist und somit plötzlich zum Kreis der Verdächtigen gehört. Währenddessen macht die Wirtschaftskrise auch vor der Leipziger Volkszeitung nicht halt, so dass sich deren Chef Leistner dazu gezwungen sieht, Kosten zu sparen und Katzmann als Chefreporter zu entlassen, so dass dieser fortan nur noch als normaler Mitarbeiter  beschäftigt ist&

Kriminalfall, Privatleben und politische Lage - der gelungene Mix macht diesen Fall besonders interessant

Wir schreiben das Jahr 1930 und somit geht die Katzmann-Reihe, deren Folgen im Zweijahres-Rhythmus spielen, bereits in die siebte Folge. Dabei fällt vor allem positiv auf, dass mit Uwe Schimunek ein Autor am Werk ist, der bereits zwei Fälle (1920 und 1926) zu der Serie beigetragen hat, so dass er auf dieser Grundlage aufbauen kann. So wird das Privatleben von Katzmann wunderbar fortgeführt, denn es gibt ein Wiedersehen mit mehreren alten Bekannten. Sein reaktionärer Vater fehlt ebenso wenig wie seine Mutter, die endlich mit ihrem Sohn zufrieden sein kann, hat dieser doch bereits vor zwei Jahren endlich geheiratet und nicht nur das, es steht sogar schon Nachwuchs an. Dies wiederum verstört Katzmann, der sich stets vor einer zu engen Bindung scheute. Nun trifft er als Journalist ausgerechnet auch noch Liesbeth wieder, einst eine enge Freundin seiner jetzigen Frau, mit der er selber vor zehn Jahren kurzzeitig liiert war. Liesbeth ist mit einem SPD-Landtagsabgeordneten verheiratet, hat drei Kinder und ist in ihrem goldenen Käfig unglücklich; ein Schicksal, dass auch Katzmann fürchtet.

 

"Aber wenn du deine Nachforschungen anstellst, kann es sein, dass du einen Mörder befragst. Das finde ich gruselig."

"Ach weißt du, der Tote war ein Laubenpieper, und bis jetzt habe ich im Wesentlichen seine Vereinsfreunde getroffen."

"In meinen Kriminalromanen ist der Mörder immer der Gärtner."

"Das hilft mir auch nicht weiter. Das hier ist das richtige Leben, und da ist erst mal der Gärtner die Leiche."

 

Der Kriminalfall weiß ebenfalls zu gefallen, enthält einige Wendungen und ausreichend verdächtige Personen, wobei Heinz Eggebrecht deutlich mehr Platz zugestanden wird wie in den vorausgegangenen Fällen. Ebenfalls positiv fällt auf, dass Schimunek verstärkt die politische Lage in Deutschland anhand mehrerer Zeitungsartikel darstellt. Die Wirtschaftskrise greift um sich und die verantwortlichen Politiker haben es schwer, sich auf eine dauerhafte Regierung festzulegen. Insbesondere der Blick auf die politische Lage war nicht allen Autorinnen respektive Autoren dieser Serie wichtig beziehungsweise gelungen.

Fazit: Der ermordete Gärtner gehört zu den besten Teilen dieses Kettenromans.

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