Als die Liebe zu Elise kam

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Kindler, 2011, Titel: 'The Novel in the Viola', Originalausgabe

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Im Frühling des Jahres 1938 kommt Elise Landau nach Tyneford House, einem Anwesen an der Südküste Englands. Die junge Jüdin aus wohlhabender Familie erwartet hier eine Anstellung als Hausmädchen. Eltern und Schwester musste sie in Wien zurücklassen. Über England weiß Elise nichts – nur, dass es ihr dort nicht gefallen wird. Doch tapfer poliert sie Silber und serviert Drinks, mit der Perlenkette ihrer Mutter unter der Schürze. Einziger Lichtblick: Kit, der Sohn des Hausherrn. Mit ihm erlebt sie ihre erste zarte Liebe – eine Liebe gegen die Konventionen. Dann erreicht der Krieg das beschauliche Dorset und beschwört Ereignisse herauf, die Tyneford House und seine Bewohner für immer verändern. Elise erkennt, dass sie keine andere Wahl hat, als ihr altes Leben komplett hinter sich zu lassen ...

Als die Liebe zu Elise kam

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Letzte Kommentare:
26.01.2014 17:45:04
Sagota

Vorausschicken muss ich leider, dass ich den deutschen Titel sehr unpassend finde - der englische stimmt da sehr viel mehr mit dem Inhalt des Buches überein! Allerdings ist das Cover ansprechend - in engl. Ausgabe ebenfalls anders als dieser: Ein Bonbon ist die Komposition auf der hp der Autorin, ein Lied, das sich auf das Buch bezieht und wirklich schön anzuhören ist.
Der Klappentext verrät schon einiges (bzw. Text auf dem Buchrücken), was mich ansprach (trotz des Titels ;-)
Inhalt:
Ausgangspunkt der erzählten Geschichte ist Wien, kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges, die Protagonistin Elise entstammt einer wohlhabenden jüdischen Familie, die in Wien lebt und für die die zunehmenden Einschränkungen seit der Machtergreifung Hitlers für Juden deutlich spürbar sind. Auf Drängen der Eltern "verdingt" sich die jüngste Tochter (Elise) als Hausmädchen im Herrenhaus Tyneford, Dorset, Südengland - wo fortan die Geschichte spielt und Elise emigrieren konnte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten durch ihre radikal veränderte soziale Situation vom verwöhnten und wohlhabenden jüdischen Mädchen zum "Dienstmädchen" mit allen einhergehenden Pflichten kann sich Elise sehr gut auf diese Aufgabe einstellen, jedoch oftmals in Sorge um ihre Eltern und ihre Familie in Wien. Der Sohn des Hausherrn (Kit) spielt fortan eine wesentliche Rolle in Elises Leben; nach Kriegsbeginn (England war ab 03.09.1939 in den Krieg involviert) reift sie von einem jungen, unerfahrenen, verwöhnten Mädchen zu einer jungen Frau heran, die soziale Verantwortung trägt und fleißig auf dem Gut mithilft. Dennoch ist es für sie schwer, ihren eigenen Platz zu finden, da sie als Jüdin weder zum Hauspersonal als solches noch zu den Herren von Tyneford House zählt...
Meine Meinung:
Es handelt sich um eine Art Entwicklungsroman eines jüdischen Mädchens, der in düsteren Vorkriegsjahren und Kriegsjahren spielt, wobei der Krieg und dessen Auswirkungen auch England immer näherkommt, vor Tyneford nicht halt macht (sehr interessant hierzu das Nachwort der Autorin, das den realen Bezug herstellt)!
Stil:
Die Autorin schreibt gefühlvoll und blumig, teils poetisch-romantisch trotz düsterem historischem Zeitgeschehen und der Bedrohung der Juden durch die Nazis. Sie lässt den Leser in die Rolle des 19jährigen Mädchens Elise schlüpfen, die das Weltgeschehen auf ihre Weise wahrnimmt. Teils erinnern die beschriebenen Personen und das Leben im Herrenhaus an "Downton Abbey"; hier allerdings mit Blick auf das Schicksal jüdischer Familien und deren Möglich- oder Unmöglichkeiten, dem Naziregime noch rechtzeitig entkommen zu können.... Sie (Autorin) findet m.E. eine sehr große Sensitivität, die geschichtlichen Fakten und das erzählte Leben von Elise miteinander auf eindrucksvolle Weise zu verknüpfen.
Fazit:
Ein flüssig geschriebener und authentisch wirkender Roman aus einem der düstersten Kapitel deutscher Geschichte.Gefallen hat mir sehr die detaillierte Beschreibung der Landschaft, der Küste und des Meeres sowie der Flora (hier gibt es anscheinend eine starke Affinität der Autorin). N. Solomons kann sich m.E. trotz guter Kenntnisse der Semantik stilistisch noch steigern, mehr Prägnanz in den Text einbringen. Jedem Leser liegt evtl. ihre Schreibweise nicht, mich jedoch hat sie fasziniert. Lese- und empfehlenswert - daher 94 Punkte!