Zerrissenes Zwillingsherz

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • , 2013, Titel: 'Zerrissenes Zwillingsherz', Originalausgabe

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Ende des 15. Jahrhunderts. Mira und ihr Zwillingsbruder Karl wachsen in Partschins, einem Dorf in der Nähe von Meran auf. Nach dem Hexenprozess, wo ihre geisteskranke leibliche Mutter und ihre Ziehmutter, die Stander Gearda, vor den Torem Merans verbrannt werden, leben die Kinder bei der Henkersfamilie. Ihre Welt ist völlig aus den Fugen. Der Roman erzählt von der grausamen Calvenschlacht, von der schillernden Handelsstadt Venedig, den Anfängen eines neuen Zeitgeistes und von Innsbruck, der heimlichen Hauptstadt des Reiches unter Kaiser Maximilian I.

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Letzte Kommentare:
27.05.2014 22:03:54
Jana68

Dieser Roman ist der sehr gelungene Einstieg der Autorin in die Welt der historischen Romane. Es ist ein anspruchsvolles Buch vor den Kullissen von Meran, Venedig und Innsbruck. Die Haupthandlung spielt im ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jahrhundert. Der Roman wird begleitet vom Flüsterlied und umrahmt von einer kurzen Geschichte aus dem Meran im Jahr 1914. Die Verbindung zwischen dem unbekannten Mann zu Beginn des 1. Weltkrieges und der Haupthandlung stellt sich in einem Amulett dar, dass in beiden Zeitebenen von Personen getragen wird, die heftige innere Konflikte zu bewältigen haben.
Die Handlung schreitet zügig voran, detailierte Umgebungsbeschreibungen gibt es nur dort, wo es für den Leser unerlässlich ist, um die Faszination der Protagonistin spüren zu können, so z. B. wird Venedig sehr gut beschrieben, dass man beim Lesen förmlich die Aufbruchstimmung dort spüren kann.
Der Schreibstil ist klar und ausdrucksstark.
Wie der Name des Buches schon sagt, begleiten wir in der Haupthandlung die Zwillinge Mira und Karl, die durch die Wogen einer vom Umbruch geprägten Zeit voneinander getrennt werden und nicht nur sich gegenseitig suchen, sondern auch auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind. Insbesondere im Werdegang von Mira wird der Konflikt zwischen Aufbruch und Wandel durch Aufklärung einerseits und Stillstand durch Verharren in überholten Wertvorstellungen andererseits verdeutlicht. Ihr Weg führt sie zunächst aus der Enge und Begrenztheit ihrer Heimat, wo man ihre leibliche Mutter und ihre Ziehmutter gerade erst als Hexen verbrannt hat, nach Venedig. Dort kommt sie mit Aufklärung, neuem Zeitgeist und freiem Denken unmittelbar in Berührung.
Ihr Bruder Karl kämpft unterdessen als Landsknecht für Kaiser Maximilian I. Zurück in Meran ist sie glücklich.
Später zieht Mira mit Simon, dem Vater ihrer Tochter Waltraud nach Innsbruck. Einst war er es, der Mira den neuen Zeitgeist nahe gebracht hat. Nun aber scheitert er auf ganzer Linie. Er vermag es nicht, seine Träume und Ziele umzusetzen, wird zum Opfer seiner eigenen Unfähigkeit und zieht sich selbst und Mira ins Unglück. Es ist allein Mira's Stärke, die sie selbst und die kleine Waltraud am Leben halten - und es sind Freunde, die ihr helfen.
Mira's aufkommende psychische Krankheit, die man heute vielleicht als mannisch-depressive bezeichnen würde, ist ein Symbol ihrer Hin- und Hergerissenheit, ihrer Konflikte, ihres wechselvollen Lebens.
So, wie mit ihrer falschen Entscheidung, mit Simon zu gehen, ihr Glück, ihre Zuversicht, Hoffnung und Lebensmut schwächer und schwächer werden, so werden auch ihr Körper und ihr Geist immer schwächer, bis es schließlich endet.
Und das Ende ist tragisch!
Von mir gibt es für dieses Buch eine eindeutige Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf das nächste Buch Von Patrizia Trafoier.