Kristus

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Aufbau, 2004, Titel: 'Kristus', Originalausgabe

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Carsten Jaehner
Die finsterste Seite des Mittelalters

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Nov 2006

Um es vorweg zu nehmen: Dies ist kein typischer Roman, der im Mittelalter angesiedelt ist. Das Buch hat keinen Helden, dessen Werdegang mit einem Happyend endet. Von der ersten Seite an steuert das Buch auf eine der großen historischen Katastrophen zu und zeigt damit eine der ganz finsteren Seiten des Mittelalters.

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Letzte Kommentare:
01.10.2019 21:37:17
Tigrrrr

Kein Kommentar zum Buch - welches mich als ex-Münsteraner - aber nicht nur deshalb - wirklich begeistert! Schade ist, dass die zugehörige Rezension von Carsten Jaehner auf dieser Webseite nach wenigen Zeilen, durch die eingeblendete Werbung , nicht mehr zu lesen ist!

25.05.2014 12:14:15
Geißler, Claudia

Der Kritik Carsten Jähners kann ich in einem Punkt nicht zustimmen: "Es gelingt dem Autor nicht, Jans Bewegründe aufzuzeigen..."
Der Autor läßt sie doch den Protagonisten Jan Beukels im Gespräch mit dem Grafen Waldeckselbst formulieren"... Oh, wie habe ich die Wahrheit gesucht mit Beten, mit Fasten und Steuben! Immer blieb ich allein, hinabgestoßen in die tiefste Düsternis meiner Einsamkeit. Und als ich eines Tages auf Menschen traf. die, so wie ich, die Wahrheit aus lauterem Herzen suchten - und ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen, daß ich die Wahrheit finden wollte, ... die wie ich den Traum vom Himmlischen Jerusalem auf Erden träumten, meinte ich, endlich von der Qual der Sinnlosigkeit erlöst zu sein. Aber der Schmerz blieb in unseren Seelen wohnen, und die Sehnsucht wurde nicht gestillt."
Daraus resultiert meiner Meinung nach die unselige Verstrickung des Jan Beukels in von ihm nicht mehr zu rechtfertigendes Unrecht, das zu einer der schlimmsten Katastrophen in der Geschichte der Wiedertäufer führte.

21.08.2013 18:11:46
Maria

Ich lese sehr viel - und ich neige dazu, mir mehr zu vertrauen, als den kritiker! Fast alles von robert schneider kenne ich und mag ich. Auch den Jan Beukels und seine Geschichte mag ich! Die stete Frage nach Motiv ist fuermich nie die wichtigste in der Dichtung. Mir geht es gerade um Dichte, um Atmosphaere. Um Sprache! Robert Schneiders Sprache gehoert fuer mich zu den besten dichterischen Beispielen. Sie ist originell, musikalisch, ...ich kann dem Grundton der Kritik ueberhaupt nicht beipflichten!!! Walsers neues Buch-eigentlich nichts als kurze Gedankenabrisse, dozierend..- wird beispielsweise in den Himmel hinaufgehoben von der Kritik, was ich ueberhaupt nicht verstehe. Ich lese gerne Kafka, Roth, Frisch zum Beispiel. Und viel internationale bzw. nicht deutschsprachige Literatur, die aber hier als Vergleich nicht herangezogen werden kann. Droste-Huelshoff, Kleist und Zweig mag ich auch.

23.11.2007 19:39:04
Peter Hering

Ich habe Robert Schneider's Roman als ein "Feuerwerk" der Erzählkunst genossen. Fesselnd vom ersten bis zum letzten Wort!
Die historischen Recherchen des Autors waren m.E. äußerst weitreichend und tiefgründig. Und das für Geschichtsepoche, die so in keinem Buch beschrieben wird.
Durch die Lebendigkeit der Schilderungen gelang es Herrn Schneider, dass ich jede Person des Romans erlebt, gelebt und durchlitten habe. Ein Meisterwerk!

18.08.2007 18:10:18
Maria Calder

dem wiederholten Ruf nach einem Glossar stimme ich zu. Als Hilfestellung empfehle ich, immer mal wieder auf das Vorwort des Autors zurück zu kommen, welches auch beim unerläßlichen Mitdenken hilfreich ist.

06.06.2007 13:06:09
Gerriet Schroeder

Eigentlich nicht Fan historischer Romane, habe ich den "Kristus" von Schneider sehr genossen. Insbesondere die Detailverliebtheit, die Sprach-und Wortwahl, die düsteren Schilderungen eines Leidenswegen, der Verirrungen und Ausweglosigkeit geben einen besseren Einblick in die Zeit vor der Aufklärung, als manches Geschichtsbuch. Insbesondere erstaunt mich die Leitigkeit, mit der Schneider seine umfangreichen Recherchen nicht nur zum Leben Jan Beukels, sondern auch zur Schilderung der Städte Leyden, Lissabon, Londen und Münster darlegt. Manches Zerrbild des Mittelalters wird durch das Werk zerstört. Gerüche steigen in die Nase, Kälte, Hitze, Entbehrungen, Krankheit und Schmerz, insbesondere Schmerz werden greif- und fühlbar.
Sicherlich: ganz ungebildet und ungeübt im Lesen von Texten ohne Glossar sollte man bei der Lektüre nicht sein und "mitdenken" sollte schon zum Vokabular des Lesers gehören.
Jawoll: das Buch verstört... aber was ist daran schlecht?