Venezianische Geheimnisse

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2006, Titel: 'In the company of the courtesan', Originalausgabe

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Carsten Jaehner
Venedig für Liebhaber aller Künste

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Okt 2006

Schon immer übte die Stadt Venedig auf die Menschen einen besonderen Reiz aus. Mit seinen Brücken und Kanälen, seiner einzigartigen Architektur und vor allem seinem Karneval war Venedig seit jeher ein Tummelplatz für skurrile Figuren und außergewöhnliche Geschichten.

Venezianische Geheimnisse

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Letzte Kommentare:
24.06.2016 12:22:28
Hannes

Ein wundervolles Buch mit einem saudummen deutschen Titel. Wer den sich ausgedacht hat, gehört nicht literatisch beschäftigt. Ein ausgezeichner dramaturgischer Schachzug ist es, einen Zwerg in Ichform erzählen zu lassen und das Präsens zu verwenden. Ich kann Herrn Carsten Jähner in zwei Punkten nicht folgen: zum einen spreche ich La Draga keine geheimnisvollen Kräfte zu ( der Roman hat es gar nicht nötig, dass im Stil von Wunderheilerinnen- und Hebammenromanen rezensiert wird), zum andern halte ich die Handlungsepisoden von Anfang an für zusammenhängend.
Hier wird in ein in sich stimmiges Buch, ob mit einem unsagbaren Titel, oder mittels einer in Teilen nicht notwendigen Rezension etwas hineinterpretiert, was das Buch nicht nötig hat.
Von mir 90 Punkte.

12.11.2006 09:20:10
beowulf

Der Rezensent vermisst offenbar Aktion und sieht einen inneren Zusammenhang des Buches nicht so wie ich.

Nein Action hat das Buch nicht.

Es beschreibt das Leben von Aussenseitern und ihre Überlebensstrategien in einer Welt in der Äusserlichkeit und Schein mehr zählt als alles andere (Diese Gemeinsamkeit stellt für mich die Klammer der Handlung dar).


Kardinäle die herumhuren, Politiker die Gesetze gegen Prostitution oder verschwenderische Pracht planen und sich bei einer Kurtisane entspannen, Adelige die im Geld schwimmen und Arme die sich an Prügeleien ergötzen.

In dieser Stadt Venedig überlebt eine beim Sacco di Roma arg gebeutelte Kurtisane mit ihrem Zwerg, Aussenseiter deren Strategie es ist im Licht, im Zentrum zu Stehen um im Reichtum sicher zu sein, aber die sich immer bewusst sind wie zerbrechlich ihre Situation ist. Ein Jude der konvertiert, ein Muslim der als Händler einkauft, eine Heilerin, die sich als behindert darstellt, sie alle entwickeln auch als Nebenfiguren Strategien zum überleben. Strategien, die nicht immer aufgehen, wenn der Muslim wegen der Kriege abreist und die Heilerin als Hexe verurteilt wird.

Ein langsames Buch, auch langsam zu lesen, kein einfacher leichter Happen einmal einzuatmen. Kein Buch für die Tourismuswerbung, wenn auch die Stadt als solche eine wichtige Rolle spielt, kein historisches Lehrbuch- eher ein Sittengmälde mit den Farben eines Tizian, dessen berühmtes Gemälde Venus von Urbino als Bild der Hauptfigur beschrieben wird.

Was bleibt ? Das Buch ist rund, die Geschichte ist zu Ende. Man bleibt zurück mit dem Gefühl dieses Buch ist genau so dick wie es sein muß, es duldet weder eine Fortsetzung noch will man mehr über die Beteiligten wissen, es ist gut so, wirklich gut. Ein sehr befriedigender Lesegenuss, der keine Hang-overs, keine spektakülaren Mätzchen nötig hat. Vielleicht zu vergleichen mit einem guten alten Cognac nach einem traditionellen Menü- satt und zufrieden.

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

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