Ashford Park

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Wunderlich, 2013, Titel: 'The Ashford Affair', Originalausgabe

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65

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Rita Dell'Agnese
Großes Geheimnis, große Gefühle - aber etwas schleppend umgesetzt

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Sep 2013

Kurzgefasst:

Ashford Park, England, 1906. Nach dem Tod ihrer Eltern wächst die kleine Adeline Gillecote-Ashford auf dem Landsitz von Onkel und Tante auf. Schnell wird ihre hübsche und durchtriebene Cousine Bea Addies beste Freundin. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, gehen die beiden durch dick und dünn. Doch dann kommt der Erste Weltkrieg, und er verändert nicht nur das Land, sondern auch die Menschen. Frederick, den Addie heimlich verehrt, seit sie denken kann, kehrt zynisch und kalt zurück. Mit seiner Clique feiert er, als ob es kein Morgen gäbe, und in einer betrunkenen Nacht lässt er sich sogar mit Bea ein, die inzwischen in einer langweiligen, aber vorteilhaften Ehe steckt. Addie ist am Boden zerstört. Jahre später besucht sie Bea und Frederick in Kenia, wo sie inzwischen leben. Die Zuneigung zwischen Addie und Frederick flammt wieder auf.

 

In Clementines Leben läuft es gerade nicht ganz so, wie sie es sich wünschen würde: Für die Anwaltskanzlei, in der sie angestellt ist, arbeitet sie nahezu rund um die Uhr, mit ihrem Freund Dan ist es aus und ihre 99-jährige Großmutter Addie liegt im Sterben. Zudem hat Addie ihre Enkelin beim letzten Zusammentreffen nicht mehr erkannt und sie konsequent mit Bea angesprochen. Obwohl bis über beide Ohren in einem wichtigen Fall steckend, will Clemmie herausfinden, was es mit dieser Bea auf sich hatte. In einem Hotel in London stößt sie zufällig auf ein Bild dieser geheimnisvollen Bea, einer Cousine von Großmutter Addie, wie Clemmie nun weiß. Die junge New Yorker Anwältin setzt alles daran, das Geheimnis zu lüften. Die Recherchen führen zurück ins Jahr 1926. Damals lebten Clemmies Großeltern in Kenia. Während Clemmie in der Gegenwart agiert, bilden zwei weitere Erzählstränge, der eine im Jahr 1906 angesiedelt, der andere zwanzig Jahre später, die Grundlage für die Geschichte. Je mehr die junge Anwältin erfährt, desto deutlicher kommt zu Tage, dass ihre Familie ein großes Geheimnis hütet, das viel in Frage stellen könnte.

Die blütenreine Heldin

Leider begibt sich die Autorin Lauren Willig zu stark auf die Schiene des klassischen Liebesromans vor historischem Hintergrund. Sie schildert Clemmie als nette junge Frau - deren Beziehung nur deshalb in die Brüche geht, weil sie fleißig wie eine Biene nur für ihre Arbeit lebt. Es fehlt der Protagonistin aber merklich an Kanten und Ecken, sie bleibt eine farblose, stets irgendwie atemlos agierende Person, die sich nicht so recht in die Herzen der Leser vorarbeiten will. Nicht viel anders verhält es sich mit Addie. Sie verkörpert die durch und durch blütenreine Heldin, die niemals etwas Böses tun würde. Doch mag man zumindest mitfühlen mit ihr, da sie mehr oder weniger die Verkörperung Aschenputtels darstellt. Von ihrer gehässigen Tante Vera nur mit Widerwillen im Haus geduldet, muss sich das verwaiste Mädchen 1906 im Adelshause Ashford Gillecot behaupten. Einzig ihre Cousine Bea hält zu dem verstörten und einsamen Mädchen. Von klein auf wird Addie also als Opfer der Umstände dargestellt, sie wird dadurch jedoch niemals ungerecht oder verbittert. Je älter Addie wird, desto stärker entwickelt sich auch ihr Wille. Sie bleibt sich selber treu, selbst wenn sie dafür bittere Opfer bringen muss. So bleibt es ein großes Fragezeichen, weshalb gerade diese so konsequente und willensstarke Frau sich in Kenia dazu nötigen lässt, an einer Safari teilzunehmen, die bei ihr in jeder Hinsicht Abscheu auslöst - und die letztlich in einem Drama gipfelt.

Mehr Tempo wäre schön

Lauren Willig lässt sich Zeit damit, die Geschichte in Fahrt zu bringen. Zudem bremst sie sie immer mal wieder ab und verliert sich in unnötigen Längen. Ashford Park kann zwar mit vielen kleinen Feinheiten aufwarten, doch bleibt der Roman über weitere Strecken eher mäßig und hält auch kleine Unsorgfältigkeiten bereit. Die größte davon dürfte die Passage sein, in der Addie in Kenia zur Safari aufgefordert wird, um ein Tigerfell mit nach Hause nehmen zu können.

Zwar spielt der Roman auf drei Zeitebenen, doch auf einem historischen Fundament steht die Geschichte nur beschränkt. Von den Jahren zwischen 1906 und 1926 erfährt man zwar einige gesellschaftliche Konventionen - und auch die Veränderungen durch den Krieg werden angesprochen - doch einen Einblick in die damaligen Verhältnisse bleibt die Autorin ihrem Publikum mehr oder weniger schuldig. Die klischeehafte Aschenputtel-Version nimmt dabei viel Raum ein.

Leichte Lektüre

Präsentiert wird den Lesern hier eine nette Geschichte, die einigen Unterhaltungswert hat und auch mit ein paar überraschenden Wendungen aufzuwarten weiß. Zudem liest der Roman sich - von den immer mal wieder auftauchenden Längen - recht locker und stellt damit eine leichte Lektüre dar. Um Nachhall zu haben, fehlt es aber an Tiefe. Die Autorin bleibt sowohl bei den Figuren als auch beim Plot zu stark an der Oberfläche. Der Roman verliert dadurch leider viel an Aussagekraft.

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