Der Hexenschwur

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Goldmann, 2013, Titel: 'Der Hexenschwur', Originalausgabe

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Im Jahr 1635 erreicht der Dreißigjährige Krieg das Land an der Saar. Der gebürtige Thüringer Johann will mit seiner Frau Franziska und den gemeinsamen Kindern Magdalena und Benjamin quer durchs Reich aufs Eichsfeld fliehen - in ihre alte Heimat, die sie vor siebzehn Jahren verlassen mussten, da Franziska der Hexerei bezichtigt wurde. Auf ihrer Reise müssen sie die Schrecken des Krieges am eigenen Leib erfahren, doch dann gewährt ein schwedischer Tross ihnen Schutz. Besonders ein junger Arzt setzt sich für die Familie ein, und die 17-jährige Magdalena fühlt sich bald zu ihm hingezogen. Arne gehört zwar feindlichen Truppen an - aber er ist auch der Einzige, der ihr helfen kann, ein dunkles Geheimnis ans Licht zu bringen ...

 

Der Hexenschwur

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Letzte Kommentare:
02.04.2017 19:15:01
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Teil 3 der Hexentrilogie

Der 30-jährige Krieg ist ausgebrochen und zwei der Thüringer kehren mit ihrer Familie aus dem Saarland in die Heimat zurück.
Wieder versteht es Deana Zinßmeister gut, den Aberglauben der damaligen Zeit lebhaft in Bilder zu fassen. Dieses Mal kommt zu der Angst vor Hexen noch ein weiteres Schreckensgespenst hinzu: der Wechselbalg. Vor allem durch diesen wird sofort zu Beginn des Buches ordentlich Spannung aufgebaut, und es ist nicht das einzige Familiengeheimnis, wie sich heraus stellt...
Für meinen Geschmack kommt das Ende ein bisschen zu schnell. Ich hätte gerne noch miterlebt, wie sich die Heimkehrer mit früheren Zurückgekehrten bzw. -gebliebenen wiedertreffen.
Insgesamt eine sehr lesenswerte Trilogie, wie ich sie mir nach der Pestreihe erhofft hatte. Meiner Meinung nach um Klassen besser als Iny Lorentz, von der Empfehlung sollte man sich nicht abschrecken lassen

07.11.2013 11:15:43
dg9tm

Johann Bonner und seine Familie lebt 1634 in einem kleinen Ort an der Saar. Noch sind die Auswirkungen des dreißigjährigen Krieges im Westen des Reiches in Westrich nicht zu spüren, doch der Krieg kommt mit seinen Schrecken näher.

Nach 17 Jahren in der Fremde" packt Johann gerade jetzt die Sehnsucht nach der Heimat. Er will wieder zurück aufs Eichsfeld in Thüringen. Aber nicht alleine, seine Familie soll mitkommen. Doch seine Frau Franziska hat Angst. Haben sie doch die Heimat damals verlassen müssen, da sie der Hexerei beschuldigt wurde. Doch Johann lässt sich nicht beirren und bricht mit seiner Familie 1635 auf nach Hundeshagen.

Doch die Reise ist alles andere als einfach. Die Menschen leiden unter dem langen Krieg, viele Soldaten sind wegen mangelnder Bezahlung und schlechter Verpflegung desertiert und versuchen ihr Glück in Raub und Mord. Und so geraten auch Johann und seine Familie in die Fänge einer solchen Gruppe.

In letzter Sekunde erhalten sie Hilfe von zwei Schweden, die sie retten und in den Schutz ihres Trosses aufnehmen. Aber dann verliebt sich die 17jährige Tochter von Johann in den Arzt des Trosses...

Die Geschichte startet mit einem Prolog, der bereits 1628 spielt. In diesem Prolog wird gleich die Neugierde des Lesers geweckt. Wer war die Frau, die nachts durch die Gegend geschlichen ist und was wollte sie von der alten Hebamme?

Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen. Der erste beginnt in Wellingen bei der Familie Bonner und ihrem Weg nach Hundeshagen. Der Leser begleitet die Familie von den ersten Überlegungen wieder in die Heimat zu gehen, bis hin zur Ankunft.

Im zweiten Handlungsstrang lernt der Leser die Schwester von Johann Bonner kennen. Karoline lebt in Hundeshagen auf dem elterlichen Hof, ist mittlerweile verheiratet und birgt ein dunkles Geheimnis. In ihrem Keller lebt ein sogenanntes Wechselbalg, das sie mehr schlecht als recht versorgt, immer in der Hoffnung, ihren eigenen Sohn wiederzubekommen.

Diese beiden Handlungsstränge verlaufen nebeneinander bis sie sich gegen Ende vereinen. Die Geschichte ist in der auktorialen Erzählweise geschrieben, so dass der Leser einen guten Überblick hat.

Zwar handelt es sich bei dem Buch um den dritten Band, doch kann man das Buch auch ohne Vorkenntnisse der beiden vorangegangenen Bände lesen. Die Autorin gibt immer wieder Rückblicke, Hinweise oder Erläuterungen zu den vergangenen Geschehnissen, dass selbst einem Leser, der die anderen Bände nicht kennt, die Geschichte und die Handlungen verständlich werden.

Der Schreibstil ist flüssig und vor allem mitreißend. Deana Zinßmeister gelingt es, den Leser an der Geschichte regelrecht teilhaben und ihn in die Zeit des dreißigjährigen Krieges eintauchen zu lassen. Der Leser wird praktisch an die Hand genommen und Teil der Familie Bonner, erlebt die Schrecken des Krieges mit, die sich entwickelnde Liebe zwischen der Tochter Magdalena und dem Arzt Arne, aber auch die Furcht vor dem Wechselbalg und die Verwirrung des Wechselbalgs selbst.

Immer wieder stellt man sich die Frage, was hat es mit dem Kind auf sich? Was ist dem Kind passiert, dass es zu einem Wechselbalg wurde und wie wird es mit ihm weitergehen?

Fiktive und reale Personen werden miteinander verwoben, dabei ihre Macken und Kanten deutlich beschrieben und jeder Figur einen individuellen Charakter eingehaucht. Das Ende ist in sich schlüssig und abgeschlossen. Viel zu schnell muss man die Familie Bonner wieder verlassen und auf eine Fortsetzung der Geschichte hoffen.

In 45 Kapiteln darf der Leser die Familie Bonner begleiten. Mit einem Epilog rundet die Autorin die Geschichte ab, gibt noch weitere Erläuterungen in einem Nachwort. Auch eine Danksagung sowie eine Bibliographie findet man im Anhang. Im vorderen Bereich des Buches stellt die Autorin dem Leser ein Personenregister zur Verfügung, bei dem die realen Personen deutlich gekennzeichnet sind. Eine Karte des deutschen Reiches von 1635, in dem die in der Geschichte erwähnten Orte eingetragen sind, rundet den positiven Eindruck des Buches noch zusätzlich ab.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung der Geschichte um die Familie Bonner, die den Leser mitnimmt in eine dunkle Zeit und eine aufregende Reise quer durchs deutsche Reich.

Reihe:
1. Das Hexenmal
2. Der Hexenturm
3. Der Hexenschwur