Zeppelin 126

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Sutton, 2013, Titel: 'Zeppelin 126', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Mord, Sabotage, Unwetter. Viel Spaß beim Probeflug

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mai 2013

Kurzgefasst:

1924. Langsam erholt sich Deutschland von der Inflation. Hendrik Lilienthal, Professor für Philosophie, und Diana, die Frau seines Bruders und Assistentin von Max Planck, nehmen an einer Probefahrt des Zeppelins LZ 126 teil, bevor dieser als Reparationsleistung an die US Navy geliefert wird. Doch die Mitreisenden entpuppen sich als schwierig, unter der Oberfläche gären mühsam verborgene Spannungen, es kommt zu Handgreiflichkeiten. Schließlich geschieht ein Mord. Auf sich allein gestellt versuchen Hendrik und Diana mit philosophischem Witz und analytischem Verstand, den Täter zu entlarven. Ihre Fragen reißen alte Wunden auf und verwandeln die angespannte Situation in ein Pulverfass. Und plötzlich wird es eng im Luftschiff, als den Passagieren klar wird, dass ein zu allem bereiter Verbrecher mit an Bord ist.

 

1924. Henrik Lilienthal, Professor für Philosophie, begleitet seine Schwägerin Diana auf einer Probefahrt des Zeppelins 126 von Friedrichshafen nach London. Dort will Diana ein Wiedersehen mit ihrer Schwester feiern. Die Probefahrt selbst soll die Fähigkeiten des Zeppelins herausstellen, da dieser anschließend im Rahmen deutscher Reparationsleistungen in die USA überführt werden soll. Doch von Anfang an steht die Fahrt unter keinem guten Stern, da es ständig zu Reibereien unter den Passagieren kommt. So hat vor allem Maximilian Graf von Salburg-Oertzen gleich mit mehreren Leuten Streit. Zunächst mit seinem Sohn, der eine Bürgerliche heiraten möchte; sodann mit Valentin Veidt, der für den Grafen einst als Diener arbeitete und nach einer Handgreiflichkeit seinen Job verlor. Nun arbeitet Veidt für den windigen Spekulanten Alois Kahl, der die große Inflation nutzte, um den in finanzielle Schieflage geratenen Grafen für wenig Geld etliche Ländereien abzukaufen.

Am zweiten Tag der Reise findet Henrik früh morgens die Leiche des Grafen, der offenbar im Waschraum erdrosselt wurde. Da Henrik und Diana schon wiederholt erfolgreich Verbrechen aufgeklärt haben, schreiten sie auch hier zur Tat. Immer mehr und immer tiefere menschliche Abgründe tun sich bei ihren Befragungen auf, doch als wäre dies noch nicht genug Unheil, ist auch noch ein Saboteur an Bord, der mit allen Mitteln verhindern will, dass das Luftschiff in ausländische Hände fällt. Da ist es schon fast unerheblich, dass das LZ 126 geradewegs auf ein mörderisches Unwetter zufährt...

Informativer Blick in die Luftfahrt

Liest man den Anfang des neuen Buches von Gunnar Kunz, so hat man zunächst den Verdacht, einen Plot der Marke "Mord im Orient-Express" zu lesen. Aber falsch, denn der gesuchte Mörder des Grafen wird bereits nach gut der Hälfte des Romans enttarnt. Doch selbst danach bleibt es spannend, denn - wir erinnern uns - jemand möchte ja partout vermeiden, dass der Zeppelin Amerika erreicht. Wie schon bei vorherigen Romanen, versucht Professor Lilienthal mit Hilfe der Philosophie die Situation in den Griff zu bekommen. Vor allem Montaigne und Lichtenberg müssen geistig herhalten.

Zeppelin 126 ist über den kriminalistischen Teil hinaus ein informativer Einblick in die Geschichte der Luftfahrt, in dem die Funktionsweise dieses doch arg sonderbaren Fluggerätes intensiv dargestellt wird. Ähnlich ansprechend wird zudem die politische Lage in Deutschland, aber ebenso in Frankreich, England und Russland unter den Gästen besprochen. Zudem gibt es einen längeren philosophischen Diskurs, inwieweit Gewalt als Mittel zum Zweck legitim sei. Der besagte (natürlich fiktive) Flug des LZ 126 startet am 30. September des Jahres 1924 und endet einen Tag später, wobei sich in den wenigen Stunden dramatische Szenen ereignen.

Positiver Gesamteindruck

Wer sich für jene historische "Epoche zwischen den Weltkriegen" oder für die Anfänge der Luftfahrt interessiert, macht mit der vorliegenden Lektüre nichts falsch. Ein Personenregister, eine Übersicht über die Sitzverteilung der Gäste sowie eine Karte, aus der der Reiseverlauf (zugeordnet zu den jeweiligen Kapiteln) zu entnehmen ist, runden den positiven Gesamteindruck ab.

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