Das goldene Ufer

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Droemer-Knaur, 2013, Titel: 'Das goldene Ufer', Originalausgabe

Couch-Wertung:

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Rita Dell'Agnese
Süffiger Auftakt zu einer neuen Auswanderer-Saga

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Mai 2013

Kurzgefasst:

In der Schlacht von Waterloo 1815 rettet der junge Walther seinem Kommandeur das Leben. Zum Dank nimmt dieser sich des Waisenjungen an - ebenso wie der kleinen Gisela, deren Vater im Kampf fiel. Beide wachsen von nun an im Schoße der Grafenfamilie auf - sehr zum Unwillen des Grafensohnes, der sie aus tiefstem Herzen verachtet. Jahre später wird aus der Abneigung Hass, denn der Erbe des Grafen will die schöne Gisela für sich. Doch deren Herz schlägt schon lange für Walther - und er erwidert ihre Liebe. Am Ende scheint es für das Paar nur einen Ausweg zu geben ...

 

Das Autorenpaar Iny Lorentz schickt in ihrer neuen mehrteiligen Saga den Förstersohn Walther und die junge Gisela auf die Reise in eine neue Heimat. Bevor die beiden jedoch aufbrechen können, haben sie harte Jahre zu überstehen. Die Geschichte beginnt bei der Schlacht bei Waterloo im Jahr 1815. Walther und Gisela sind noch Kinder, als sie in der Truppe von Medard von Renitz gegen die Truppen Napoleons ziehen. Zwar kann die Schlacht siegreich geschlagen werden, doch Gisela muss zusehen, wie ihre Eltern das Leben verlieren. Walther, der dem Grafen das Leben rettet, erreicht, dass sich von Renitz nicht nur ihm gegenüber erkenntlich zeigt, sondern sich auch der jungen Waise annimmt. Die Großzügigkeit des Grafen löst den Neid von Grafensohn Diebold von Renitz hervor, der sich auf dem Feldzug als Feigling gezeigt hat und seinem Vater wenig Freude bereitet. Der von seiner Mutter vergötterte Diebold versteht es, sowohl Walther als auch Gisela fortan das Leben schwer zu machen. Denn auf Weisung des Grafen soll Walther zusammen mit Diebold unterrichtet werden und auch Gisela hat auf dem Schloss eine Stellung zugewiesen bekommen, die ihr ein behütetes Heranwachsen ermöglicht. Je mehr Gisela als junge Frau erblüht, desto intensiver sind die Nachstellungen Diebolds. Je intensiver sich Walther mit der Gesellschaftsordnung auseinander setzt, desto klarer wird ihm, dass er und Gisela nur in Amerika frei sein können. Doch um auszuwandern, muss er Geld verdienen. Viel Geld...

Alle Komponenten vorhanden

Iny Lorentz beherrschen ihr Handwerk. Das kommt auch in dieser Auswanderersaga zum Tragen, die bewusst als mehrteilige Reihe aufgebaut ist und deshalb zur Hauptsache das Leben der jungen Protagonisten vor dem Betreten des Schiffs, das sie in die neue Heimat bringen soll, beleuchtet. Süffig geschrieben bietet der Roman alle Komponenten, die es für gute Unterhaltung braucht. Es ist eine soweit geglückte Mischung, die das Autorenpaar hier serviert. Mit Walther und Gisela haben die Autoren zwei Protagonisten geschaffen, denen zwar Ecken und Kanten weitgehend fehlen und die über zahlreiche positive Eigenschaften verfügen, aber dennoch als Sympathieträger überzeugen können. Ihre Gegenspieler Diebold und seine Mutter sind mit allen möglichen unsympathischen Eigenschaften versehen und vertreten damit im ersten Teil der Saga das Böse. Es darf vermutet werden, dass zumindest Diebold auch in den Folgebänden eine gewisse Rolle spielen wird. Natürlich fehlen in der Geschichte weder die gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten des 19. Jahrhunderts noch Schlachtengetümmel und Vergewaltigung. Also alles, was vom traditionellen historischen Roman erwartet werden darf.

Auswanderung als Chance

Überzeugend dargestellt haben Iny Lorentz die Gründe, die Walther und Gisela schließlich dazu bewegen, ihrer ursprünglichen Heimat den Rücken zu kehren und sich auf das Abenteuer Auswanderung einzulassen. Zumal es für sie mehr eine Existenzfrage bedeutet denn ein Abenteuer. Die Autoren zeigen auf, mit welchen Hoffnungen die Auswanderer ihrer neuen Heimat entgegen gezogen sind, aber auch, welche Steine ihnen dabei in den Weg gelegt wurden. Die unspektakuläre aber überzeugende Art, mit der das Autorenpaar die Hintergründe schildert, ergibt ein gutes Bild der damaligen Verhältnisse. Dieser Bereich des Romans birgt einige Feinheiten und gibt der Geschichte eine besondere Note.

Interessante Gestaltung

Viel einfallen ließ sich der Verlag bei der Gestaltung des Taschenbuchs. Es kommt als kleine Schatzkiste daher und fällt alleine dadurch schon auf. Zwar wäre es schön gewesen, im Klappentext etwas mehr über den Inhalt der Geschichte zu erfahren, doch kann der Verlag mit Autorenportrait und Kurzinterview punkten. Ebenso überzeugt der Roman mit einem übersichtlichen Personenregister sowie einem kleinen Glossar und letztlich auch mit einem historischen Überblick, der eine ganz gute Grundlage bietet.

Die Auswanderersaga von Iny Lorentz zeugt von solidem Handwerk und vertiefter Auseinandersetzung mit dem Thema. Damit sind unterhaltsame Lesestunden garantiert, auch wenn die Saga in ihrem ersten Teil nicht ganz die Ausdruckskraft entwickeln kann, die in den jüngsten abgeschlossenen Romanen des Autorenpaars zutage getreten ist.

Das goldene Ufer

Das goldene Ufer

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Letzte Kommentare:
05.04.2015 09:50:10
Peter Wottle

was bei allen diesen heroischen auswandererromanden fehlt, ist die tatsache, dass jene, die in europa der gewalt und der unterdrückung entfliehen wollten und es auch taten, die freiheit erringen wollten, diese - die freiheit - den einzig berechtigten einwohnern des neuen landes, den indianern, verwehrten, absprachen und diese mit gewalt und unterdrückung behandelten. all dies sollte man eigentlich nicht vergessen.

02.12.2013 16:25:39
Oli

Als langjähriger Iny Lorentz Fan habe ich mich sehr gefreut als ich dieses Buch in die Finger bekommen habe. Es hat mich absolut überzeugt. Ich war von der ersten Sekunde an im Buch drin, hatte sofort den Bezug zu den Hauptfiguren hergestellt und die flüssige uns spannende Handlung sowie den wie immer absolut fesselnden Schreib Stil genossen.
Ich freue mich auf die Fortsetzung
Viele Grüße Oli