Das Mädchen und die Herzogin

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Rowohlt, 2007, Titel: 'Das Mädchen und die Herzogin', Originalausgabe

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Annalena Brix
Vielschichtig gestrickt und exzellent komponiert

Buch-Rezension von Annalena Brix Okt 2006

Heutzutage erscheint es nahezu jedem Menschen des westlichen Kulturkreises undenkbar ohne Liebe oder gar gegen den eigenen Willen zu heiraten. Früher war dies jedoch üblich. Besonders in Adelskreisen wurden die Ehen vorrangig nach politischen Interessen arrangiert. Was aber wird aus solch einer Zweckgemeinschaft? Die Ehe zwischen Sabina von Baiern und Ulrich von Wirtemberg ist ein Beispiel dafür, wie es nicht laufen sollte.

Das Mädchen und die Herzogin

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Letzte Kommentare:
13.11.2016 21:11:02
Erm

Astrid Fritz sah den Fall der Sabina von Baiern offensichtlich als eine für ihre Zeit typische Frauenschicksal, weswegen sie nach ihrer eigenen Aussage diesen Stoff gewählt hat. Am Beispiel von einer Angehörigen des Hochadels und eines Bauernmädchens wollte sie zeigen, wie rechtlos Frauen damals waren. War die Ehe Sabina - Ulrich für die damalige Zeit typisch (sozusagen der Eisberg von erzwungenen, unglücklichen Ehen, bei dem es nicht gelungen ist, alles zu vertuschen oder gewisses Interesse daran bestanden hat, die Ehe-Misere publik zu machen), wie Fritz meint, oder war sie vielleicht doch eine Ausnahme? Da es sich aber nur um einen historischen Roman und kein Fachbuch handelt, ist diese Frage letztlich nicht wichtig. Hier kommt es auf die Umsetzung des Themas an.

Eins vorweg - als jemand, der mit Büchern aus den unterschiedlichsten Jahrhunderten verwöhnt ist, bin ich recht anspruchsvoll, und mache leider oft genug die Feststellung, dass das, was zur Zeit am deutschsprachigen Buchmarkt tolle Rezensionen hat, großteils als Schund- oder Trivialromans gestaltet wurde, oft dieses unterbietet und nur in seltenen Fällen tatsächlich die Schwelle zum Unterhaltungsroman überschreitet. "Das Mädchen und die Herzogin" dürfte noch einer von Astrid Fritzs besseren Romanen sein, konnte mich schon aufgrund der sprachlichen Gestaltung nicht überzeugen. Selbst mit Blick darauf, dass der deutschsprachige Buchmarkt des 21. Jahrhunderts kaum Bücher bietet, die sprachlich über dem Niveau eines Schulaufsatzes liegen, ein sprachlich so unbeholfenes Buch ist mir bisher noch kaum untergekommen. Für mich ist es erstaunlich, dass Astrid Fritz als Schriftstellerin mit diesem doch sehr schweren Manko reüssiert.

10.11.2013 18:53:31
isabelle

Hat mir gut gefallen. Die parallel geführten Handlungsstränge, die dann zu einem verwoben werden, sind beide gleichermaßen spannend und detailliert recherchiert und geschildert. Der doppelte Blick auf die Herzogin am "oberen" Ende und auf Marie am "unteren" Ende der Machthierarchie ist gelungen und wirkt niemals forciert. Wirklich, dieser Kunstgriff ist absolut gelungen.

Ein winziges Problem habe ich allerdings mit der Charakterisierung der Figuren: Die vielschichtigste und am besten ausgebaute Figur ist der ungustiöse Herzog, was nicht ganz in die Grundidee paßt, Geschichte aus weiblicher Perspektive zu erzählen. Im Vergleich zu ihm wirken die weiblichen Hauptfiguren relativ flach und wenig komplex.

Und ich mag historische Anhänge, die die Romanhandlung ein wenig einordnen.

17.01.2010 14:14:48
Herzblut11

Das Buch "Das Mädchen und die Herzogin" ist super! Kann es bestens weiterempfehlen. Tolle Geschichte,eigentlich sind es ja mehr zwei Geschichten in einem Buch. Das Buch hat mir so gut gefallen das ich mir "Die Hexe von Freiburg,Die Tochter der Hexe und Die Gauklerin" holen mußte hoffe das diese Bücher eben so gut geschrieben sind wie dieses. Für "Das Mädchen und die Herzogin gebe ich Bestnote!!!

07.06.2009 15:09:29
MyLady

Das Mädchen und die Herzogin war ein sehr interessanter und in gutem Stil geschriebener Roman (für mich der erste von Frau Fritz). Ich fand sowohl die Handlung als auch die Sprache sehr gut die Spannung wurde den ganzen Roman über aufrecht erhalten und die beiden Schicksale der unterschiedlichsten Frauen die dann doch auf fatale Weise miteinander in Bezug standen sehr gut in Szene gesetzt. Das Schicksal einer Frau der es nicht gelang eine ungewünschte Ehe zu verhindern (dies macht den Roman schon einmal sehr interessant) und welche nun auch die Ehe durchstehen musste.
Der Autorin ist es gelungen für jede Szene die passende Stimmung zu erwirken, eine Eigenschaft die leider nicht jedem Autor gelingen mag!

29.10.2008 18:16:07
jordis

Geschichte ist vor allem Geschichte von Männern - zumindest konnte man in der Vergangenheit diesen verqueren Eindruck gewinnen.
Umsomehr gefällt mir, dass immer mehr Schicksale von historischen Frauenfiguren in Romanen verarbeitet werden, um an die Tatsache zu erinnern, dass auch diese ein Leben hatten, wenn auch eben häufig nur als "Beiwerk" des Mannes.

Diesen Umstand beschreibt dieses Buch sehr gut (Überschrift auf dem Buchumschlag: "Das Weib sei dem Manne untertan"). Tatsächlich werden hier gleich zwei Frauenschicksale aus verschiedenen gesellschaftlichen Ständen und damit Perspektiven betrachtet: das eines Bauernmädchens (Marie) und das der real im Mittealter existierenden Herzogin Sabina von Württemberg.

Beides sinde starke und bewundernswerte Frauen, die ganz unterschiedliche Lebensumstände ertragen müssen und auf ihre Art meistern: die eine, Hunger und Not, die andere die Heirat mit einem jähzornigen Mann, die sie nicht liebt. Im Laufe des Buches verknüpfen sich beide Frauenleben immer mehr miteinander und es wird deutlich, dass jede auf ihre Art der Geschichte ausgliefert war und dennoch - wenn auch in begrenzten - im Rahmen ihrer Möglichkeiten agieren und sich wehren konnten.

Die Handlung ist zudem in eine sehr bewegende Umbruchszeit in Deutschland gebettet: die Bauernkriege, die das Joch der Adligen abschütteln wollten und das Aufkommen der Thesen Luthers, der die Reformation ins Rollen brachte.

Für Nichthistoriker ist das vielleicht nicht immer nachvollziehbar, viele Begriffe werden wohl auch erst nachgeschlagen werden müssen oder machen das Buch für einige Leser langatmig. Jedoch gibt es einen eindrucksvollen und sehr gut recherchierten Abriss unserer Geschichte - nicht nur für schwäbische Leserinnen. :)

Mir hat es sehr gut gefallen, zumal am Ende ein historischer Abriss über das wahre Leben der Sabina gegeben wird. Manchmal hätte ich mir nur gewünscht, dass bestimmte Handlungsstränge noch etwas mehr ausgefeilt werden. So wirkt der jähzornige Ulrich von Württemberg, der ungeliebte Mann Sabinas, doch oft für den Leser unverständlich und ist als Figur nur sehr schwer zu fassen - obwohl er historisch so gut belegt ist.

11.10.2007 14:04:50
Eva

Ganz nett, wenngleich manchmal sehr dicht am Kitsch, aber man merkt, dass die Autorin sich bemüht hat, "Wahres" und "Erfundenes" zu kombinieren. Manchmal hat mich die allzu einfache Sprache gestört, besonders was die Beschreibung intensiverer Szenen betrifft. Da wäre ein bisschen mehr Abwechslung schon ganz gut gewesen.
Aber man kann es durchaus mit Interesse lesen.